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GdP: Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben

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10. GdP-Bundesseniorenkonferenz in Potsdam: Geschlossenheit, klare Haltung gegen Gewalt und starke Weichenstellungen

GdP: Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben

Potsdam. Unter dem Motto „Erfahrung trifft Zukunft“ tagten über 100 Delegierte aus Bund und Ländern bei der 10. Bundesseniorenkonferenz der GdP in Potsdam. Zwei Tage lang standen gewerkschaftspolitische Weichenstellungen, Wahlen, Anträge und gesellschaftspolitische Debatten im Mittelpunkt. GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke eröffnete die Konferenz und würdigte die Rolle der Seniorengruppe: „Ihr seid und bleibt ein wichtiger Teil unserer GdP-Zukunft.“

Klares Votum: Ewald Gerk im Amt bestätigt

Mit übergroßer Mehrheit wurde Ewald Gerk als Bundesseniorenvorsitzender bestätigt. In den Geschäftsführenden Bundesseniorenvorstand wurden ebenfalls Gundula Thiele-Heckel (GdP-Landesbezirk Hamburg), Uwe Petermann (GdP-Landesbezirk Sachsen-Anhalt), Udo Linnenbrink (GdP-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen), Roland Hoffmann (GdP-Landesbezirk Saarland) sowie erstmalig Martin Hellweg aus dem GdP-Landesbezirk Niedersachsen gewählt.

Gerk betonte in seiner Rede, wie wichtig es für den Einzelnen, die GdP und auch die Gesellschaft das ehrenamtliche Engagement ist: „Auch im Ruhestand GdP-Mitglied bleiben, Gemeinschaft und Gewerkschaft gestalten – auch im Alter. Davon haben alle etwas.“

Hagen Husgen, Mitglied des Geschäftsführenden Bundesvorstandes (GBV), hob die Bedeutung der Lebenserfahrung der Seniorinnen und Senioren hervor: „Eure Erfahrung prägt die Gewerkschaft.“

Inhaltliche Schwerpunktsetzung für vier Jahre

Die Delegierten berieten in 30 Anträgen über zentrale gewerkschafts-, gesellschafts- und kriminalpolitische Themen. Der Leitantrag formulierte klare Ziele: Ein selbstbestimmtes, gesundes und aktives Leben älterer Menschen sowie mehr Mitbestimmung, Abbau von Altersdiskriminierung, Vermeidung digitaler Ausgrenzung und ein hohes Sicherheitsgefühl.

Mit dem Antrag „Demokratie schützen“ wurde die besondere Rolle der Polizei für die freiheitlich-demokratische Grundordnung hervorgehoben – ein Auftrag, zu dem viele GdP-Seniorinnen und -Senioren jahrzehntelang beigetragen haben. Der stellvertretenden GdP-Bundesvorsitzende Sven Hüber wies auf die besondere Bedeutung der Sicherheitsbehörden für die Aufrechterhaltung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung hin.

Einstimmige Resolution: „Kein Platz für Gewalt in unserer Gesellschaft“

Zum Abschluss verabschiedeten die Delegierten eine Resolution gegen die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft. Anlass waren insbesondere die jüngsten schweren Übergriffe auf Polizeikräfte – beispielhaft verwiesen die Delegierten auf die massiven Ausschreitungen beim Zweitligaspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und SG Dynamo Dresden, bei denen 75 Polizeikräfte verletzt wurden. Vermummte Täter warfen unter anderem Absperrgitter, Pflastersteine, Pyrotechnik und Bierfässer.

Die GdP-Seniorengruppe stellt klar:

Gewalt – gleich welcher Art – darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.

Zentrale Forderungen der Resolution

  • Keine Bagatellisierung von Gewalt, weder im öffentlichen Diskurs noch im Sportkontext
  • Konsequentes Vorgehen gegen Aufrufe und Verabredungen zu Gewalt in sozialen Medien
  • Striktere Kontrollen zum Unterbinden von Pyrotechnik und gefährlichen Gegenständen
  • Stärkung von Polizei, Staatsanwaltschaften und Justiz für schnellere Verfahren
  • Personalisierte Tickets und verstärkte Videoüberwachung zur Täteridentifizierung
  • Veranstalter müssen Verantwortung übernehmen, insbesondere finanziell bei Folgekosten

Die GdP-Seniorengruppe fordert bundesweit koordinierte Maßnahmen für einen wirksamen Kurswechsel – mit dem Schutz der Einsatzkräfte als oberster Priorität.

Grußworte und Ausblick

In Grußworten würdigten Anja Piel (DGB-Bundesvorstand) und Regina Görner (BAGSO) die herausragende Bedeutung gewerkschaftlicher Seniorenarbeit.

Zum Abschluss der Konferenz gaben Hagen Husgen und Ewald Gerk einen Ausblick auf die kommenden vier Jahre: Die Seniorengruppe werde weiterhin mit klarer Haltung, gesellschaftlicher Verantwortung und fachlicher Expertise zur Weiterentwicklung der GdP beitragen.

Die 10. Bundesseniorenkonferenz hat eindrucksvoll gezeigt: Erfahrung, Zusammenhalt und klare Positionen machen die GdP-Seniorengruppe zu einem unverzichtbaren Teil einer starken und zukunftsorientierten Gewerkschaft.

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.

Kontakt: gdp-pressestelle@gdp.de | 030-399921-113

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