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Kieler Nachrichten: Gesundheitssystem: Kieler Experten kritisieren Reformmodelle der großen Parteien

    Kiel (ots) - Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) eine brisante Studie über die finanziellen Auswirkungen der Reformmodelle für das Gesundheitssystem erarbeitet. Demnach führen sowohl die „solidarische Gesundheitsprämie“ der Union als auch das Bürgerversicherungsmodell der SPD zu teilweise erheblichen Umverteilungen. Verlierer wären in beiden Fällen Senioren und unter 30-Jährige.

    „Die größten Veränderungen würde das Prämienmodell der Union herbeiführen“, sagt Thomas Drabinski vom IfMDA. Vor allem Doppelverdiener-Paare würden gewinnen, Alleinerziehende und Einzelverdiener-Paare wären die Verlierer. Geringer wären die Verteilungswirkungen bei Einführung einer Bürgerversicherung. Gewinner wären in diesem Fall Einzelverdiener mit mehreren Kindern, Verlierer kinderlose Singles sowie Einzelverdiener ohne Kinder.

    Die Kieler Autoren rechnen bei beiden Modellen mit erheblichen Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung. Bei der Bürgerversicherung der SPD kommen auf die Krankenkassen demnach zusätzliche Verwaltungskosten zu, weil sie den aktuellen Steuerbescheid prüfen müssen, um wie vorgesehen Beiträge auf die nicht lohnbezogenen Einkommen erheben zu können. Noch umfangreicher kann nach Darstellung von Drabinski der Verwaltungsaufwand bei einer Kopfpauschale sein. Denn vom sozialen Ausgleich wären bis zu 30 Millionen Bundesbürger betroffen, das sind 38 Prozent der Bevölkerung. is Politik und Privatwirtschaft zu beraten.

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