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Stuttgarter Nachrichten: Münteferings FDJ-Anspielung auf Merkel erhitzt die Gemüter

    Stuttgart (ots) - Äußerungen des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering zur FDJ- Vergangenheit der Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel sorgen für politische Verstimmung. Beim „treffpunkt foyer“ der Stuttgarter Nachrichten hatte Müntefering am Donnerstagabend einen Vergleich zwischen Merkel und dem Ex-SPD-Chef und heutigen Spitzenkandidaten der Linkspartei, Lafontaine, angestellt: „Lafontaine sechs Jahre nach seinem Rücktritt in Verbindung mit der SPD zu bringen ist so, als würde man Frau Merkel ihre FDJ-Zugehörigkeit vorwerfen.“ Dafür war er vom Publikum ausgebuht worden.

    Der frühere Bürgerrechtler und spätere DDR-Außenminister Markus Meckel (SPD) sagte dem Blatt (Samstagausgabe): „Müntefering hat einen gelungenen Vergleich angestellt, weil er deutlich macht, wie sinnlos es ist, mit der persönlichen Vergangenheit von Politikern zu argumentieren.“ Der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maiziere (CDU) nannte Münteferings Vergleich unpassend: „Lafontaine war Vorsitzender der Partei Bebels und Brandts. Die SPD muss ihn sich schon vorwerfen lassen. Angela Merkel dagegen hätte ohne FDJ- Zugehörigkeit nicht studieren dürfen.“ Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sagte: „Wenn wir uns nicht mehr mit Sachthemen beschäftigen und uns menschlich verletzen, dann ist der Wahlkampf abgeglitten.“

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