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UNICEF zu den intensivierten Angriffen auf den Libanon und den verheerenden Auswirkungen für Kinder

UNICEF zu den intensivierten Angriffen auf den Libanon und den verheerenden Auswirkungen für Kinder
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Statement

UNICEF zu den intensivierten Angriffen auf den Libanon und den verheerenden Auswirkungen für Kinder

New York/Köln, den 10. April 2026

„Die Intensivierung der Kampfhandlungen im Libanon fordert weiterhin einen verheerenden und unmenschlichen Tribut von Kindern. Als die Nachricht über ein regionales Waffenruheabkommen landesweit kurzzeitig Hoffnung aufkeimen ließ, gab es innerhalb weniger Minuten tödliche israelische Luftangriffe auf Ziele im gesamten Libanon. Berichten zufolge wurden dabei 33 Kinder getötet und 153 verletzt.

Kinder und ihre Familien wurden von einer Welle von Bombardierungen konfrontiert, die Gemeinden mit verheerenden Auswirkungen durchriss. Seit dem zweiten März wurden im Libanon 600 Kinder getötet oder verletzt – eine erschütternde Zahl, die durch das jüngste Blutvergießen weiter steigt.

UNICEF erhält Berichte über Kinder, die aus den Trümmern geborgen werden, während andere weiterhin vermisst werden und von ihren Familien getrennt sind. Viele erleben schwere Traumata, nachdem sie Angehörige, ihre Häuser und jedes Gefühl von Sicherheit verloren haben. Landesweit wurden mehr als eine Million Menschen vertrieben, darunter schätzungsweise 390.000 Kinder – viele von ihnen bereits zum zweiten, dritten oder sogar vierten Mal.

Das humanitäre Völkerrecht ist eindeutig: Zivilistinnen und Zivilisten, einschließlich der Kinder, müssen jederzeit geschützt werden. Alle Konfliktparteien müssen alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur zu schützen, und um einen sicheren, dauerhaften und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu gewährleisten. Der Einsatz von Explosivwaffen mit großflächiger Wirkung in dicht besiedelten Gebieten ist eine tödliche Gefahr für Kinder. Er muss beendet werden.

UNICEF ist vor Ort in Beirut und behandelt viele verletzte Kinder im Rahmen des von UNICEF unterstützten Programms Assistance and Care for War-Wounded and Affected Children (ACWA). Angesichts des stark steigenden Bedarfs weitet UNICEF die Nothilfe weiter aus. Unsere Teams helfen, lebenswichtige Hilfsgüter in Notunterkünften bereitzustellen, liefern medizinische Versorgung an öffentliche Gesundheitseinrichtungen und mobile Einheiten leisten dringend benötigte Hilfe für vertriebene Familien.

Während Waffenruhebemühungen andernorts ein gewisses Maß an Erleichterung gebracht haben, ist die anhaltende militärische Aktivität im Libanon – wie der UN-Generalsekretär bereits sagte – ein ernstes Risiko für die Waffenruhe sowie für die Bemühungen um einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region. Die Kinder im Libanon dürfen nicht zurückgelassen werden.“

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Aktuelles Bildmaterial steht hier zur Verfügung:

https://weshare.unicef.org/Package/2AM4087O61SD

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Katja Sodomann, Sprecherin, 0221/93650-551 oder 0221/93650-315,  presse@unicef.de

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