kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

KBV zu neuen Substitutions-Richtlinien
Bundesgesundheitsministerium hat im Sinne von Patienten und Ärzten gehandelt

    Berlin (ots) - Die Änderung der Substitutions-Richtlinien des
Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen hat Dr. Manfred
Richter-Reichhelm begrüßt. Der Erste Vorsitzende der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV) erklärte heute in Berlin: "Ich freue mich,
dass sich das Bundesgesundheitsministerium auf die Seite der Ärzte
und Patienten gestellt und die Änderung im Rahmen einer
Ersatzvornahme auf den Weg gebracht hat." Die Krankenkassen hatten
sich im Bundesausschuss gegen die neue Regelung gewehrt.
    
    Richter-Reichhelm weiter: "Ziel der Ärzte ist es immer, die
Qualität der Behandlung zu verbessern und bürokratische Hürden
abzubauen. Die neuen Richtlinien leisten dazu einen wichtigen
Beitrag." Besonders lobte der KBV-Chef, dass eine Substitution eines
Opiats durch Methadon nun unabhängig davon erwogen werden darf, ob
eine gravierende Begleiterkrankung vorliegt. Richter-Reichhelm
zusammenfassend: "Die Richtlinie berücksichtigt alle Erkenntnisse,
die für die Indikationsstellung und Substitution wesentlich sind. Ich
bin hoffnungsvoll, dass wir nun mehr Menschen dauerhaft von Drogen
abbringen und somit mittelfristig die Häufigkeit von
Folgeerkrankungen senken können."
    
    
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