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10.10.2002 – 16:15

Aral AG

Aral beteiligt sich an der Entwicklung alternativer Kraftstoffe: Fast 20 Jahre Erfahrung mit Wasserstoff

    Bochum/Hamburg    Bochum/Hamburg (ots)

Obwohl die bereits sicher nachgewiesenen
Welterdöl-Reserven ausreichen um den Bedarf von mindestens vier
weiteren Generationen zu decken, erforschen Wissenschaft und
Industrie schon heute intensiv die Alternativen. Aral leistet dazu
seit rund 20 Jahren entscheidende Beiträge:
    
    Mitte der 1980er Jahre errichtete Aral in Berlin die erste
öffentliche Wasserstoff-Tankstelle der Welt. In einem dreijährigen
Langzeitversuch erprobte das Bochumer Unternehmen dort die Betankung
wasserstoffbetriebener Fahrzeuge mit gasförmigem Wasserstoff. Aral
führte das Projekt zusammen mit dem Bundesforschungsministerium und
der Automobilindu-strie durch. Das Ziel: Die prinzipielle
Praxistauglichkeit der Wasserstoffantriebs- und Betankungstechnik
nachzuweisen.
    
    Im September 1997 legte Aral gemeinsam mit weiteren 13
Kooperationspartnern der Industrie im Rahmen des Projekts ARGEMUC
(http://www.hydrogen.org/h2muc/intro.html) den Grundstein für die
weltweit erste Tankstelle mit robotergesteuerter
Flüssigwasserstoff-Betankung.
    
    Im Mai 1999 war es soweit: Am Münchner Flughafen nahm die
öffentliche Tankstelle, an der Pkw flüssigen Wasserstoff erhalten,
ihren Betrieb auf. Außer Pkw im Praxistest - wie 7er BMW - und dem
DaimlerChrysler Brennstoffzellenfahrzeug NECAR 4 (New Electric Car) -
tanken dort in München eingesetzte Flughafen-Vorfeldbusse
komprimierten Wasserstoff. Der Preis je Liter Wasserstoff beträgt
hier 0,56 Euro. Dabei handelt es sich jedoch um die reinen
Produktkosten. Vom Energiegehalt entspricht ein Liter flüssiger
Wasserstoff dem Äquivalent von rund 0,3 Liter konventionellem
Ottokraftstoff.
    
    Ein wichtiges Ziel des Münchner Projekts ist es, Wasserstoffautos
sowie die Tanktechnik unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit zu
optimieren. Dazu erfassen die Projektpartner sowohl die
Erzeugungskosten für den umweltfreundlichen Kraftstoff als auch den
Verbrauch der Fahrzeuge im Alltagsbetrieb und werten diese Ergebnisse
aus.
    
    Aral erstellte in München die Tankstellen-Infrastruktur und ist
gemeinsam mit BMW und Linde für die Entwicklung des Tankroboters
verantwortlich. Der Roboter braucht für die vollautomatische
Betankung eines speziell ausgerüsteten Pkw (120 Liter Tank) mit
flüssigem, auf minus 253 Grad Celsius tiefgekühltem Wasserstoff rund
fünf Minuten.
    
    Im Mai 1998 gründete Aral zusammen mit sieben weiteren
Unternehmen der Mineralöl- und Automobilindustrie sowie der
Bundesregierung - vertreten durch das Verkehrsministerium - das
Partnerschaftsprojekt Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES).
Ziel der VES war die Auswahl von einem oder maximal zwei
zukunftsfähigen alternativen Energieträgern und die Erarbeitung einer
Strategie für deren Einführung in den Verkehrsbereich. Die VES sieht
langfristig in Wasserstoff den zukunftsfähigsten alternativen
Energieträger.
    
    Im Juni 2002 besiegelte Aral zusammen mit acht weiteren
Unternehmen aus der Mineralöl- und Autoindustrie die Clean Energy
Partnership (CEP). Ab 2003 wollen sie gemeinsam die
Alltagstauglichkeit von Wasserstoff im Straßenverkehr erproben und
die Kundenakzeptanz bei neuen Betankungstechnologien testen. Ein
wichtiger Schritt für die CEP ist die Wasserstoff-Tankstelle, die
Aral 2003 in der Hauptstadt eröffnen wird.
    
ots Originaltext: Aral Aktiengesellschaft
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Aral Aktiengesellschaft / Bereich Presse
Rückfragen bei: Detlef Brandenburg
Tel.: (0234) 315-2664
Fax: (0234) 315-2319
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