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Medien-Info: Tarifrunde Seehäfen: Arbeitgeber legen nach intensiven Verhandlungen neues Angebot vor – ver.di startet einwöchige Rückkopplung mit Beschäftigten

Tarifrunde Seehäfen: Arbeitgeber legen nach intensiven Verhandlungen neues Angebot vor – ver.di startet einwöchige Rückkopplung mit Beschäftigten

In die Tarifrunde für die 11.000 Beschäftigten der deutschen Seehäfen kommt Bewegung. Nach zwei intensiven Verhandlungstagen in Bremerhaven haben die Arbeitgeber, organisiert im Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), auf die Forderungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nach höheren Lohnzuwächsen reagiert und ein zumindest in Teilen verbessertes Angebot vorgelegt. „Wir erkennen das als Zeichen an, dass auch die Arbeitgeber an einer seriösen Tarifrunde interessiert sind“, sagte Sylvi Krisch, ver.di-Verhandlungsführerin gemeinsam mit Francisca Bier, am Freitag. Entschieden sei aber noch nichts.

Das Angebot der ZDS sieht für die Beschäftigten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven nunmehr Lohnerhöhungen von 5,1 Prozent rückwirkend ab dem 1. August 2026 vor. Damit gäbe es keine Nullmonate, also Phasen ohne Erhöhungen – die Arbeitgeber sonst oft fordern, um Kosten zu senken. Auch das Urlaubsgeld soll für alle Beschäftigten ab Januar 2027 um pauschal 300 Euro erhöht werden: Dies würde insbesondere die unteren Entgeltgruppen stützen, weil der Zuwachs hier anteilig höher ausfällt. Das Angebot sieht zudem eine um 460 Euro erhöhte Zulage für die Beschäftigten der umsatzstarken Containerbetriebe („A-Betriebe“) vor. Die Laufzeit soll 19 Monate (bis Ende Februar 2028) betragen.

Gewerkschafterin Krisch kündigte an, dass dieses Angebot, das die Arbeitgeber am Donnerstag als „final“ gekennzeichnet hätten, nun erneut intensiv mit den Beschäftigten diskutiert und bewertet werde. Die Rückkopplung in den Häfen laufe bis zum kommenden Freitagmorgen (14. August). Im Anschluss berät und entscheidet die ver.di-Bundestarifkommission, wie es weitergeht. „Wir werden sehr genau hinhören, was die Beschäftigten wollen“, erklärte Krisch. Das Ergebnis sei derzeit offen. „Wir werden sehen, ob sich eine Mehrheit für die Annahme ausspricht – oder dafür, in den Arbeitskampf für ein besseres Ergebnis zu gehen.“

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
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Tel.: 030/6956-1011, -1012
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