ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Einigung zwischen Arbeitnehmervertretern und Commerzbank: Beschäftigungssicherung ist zentraler Bestandteil der Strategie-Anpassung
Einigung zwischen Arbeitnehmervertretern und Commerzbank: Beschäftigungssicherung ist zentraler Bestandteil der Strategie-Anpassung
Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben im Rahmen der Strategie-Anpassung kurzfristig Verhandlungen mit der Unternehmensleitung aufgenommen und konnten wichtige Schutzregelungen für die Beschäftigten vereinbaren. Zentraler Bestandteil der Regelung ist der faktische Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sowie faire und attraktive Programme für freiwillige Austritte. „Für uns ist klar: Niemand darf seinen Job gegen seinen Willen verlieren. Deshalb sind die getroffenen Vereinbarungen wichtig, damit niemand ins Bodenlose fällt“, erklärt Kevin Voß, Commerzbank-Unternehmensbetreuer bei ver.di.
Darüber hinaus wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um langfristig gute und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu erhalten. „Die Strategie der Commerzbank wird nur dann funktionieren, wenn sie sozial abgesichert ist. Gute Arbeit und sichere Perspektiven für die Beschäftigten müssen dabei oberste Priorität haben“, so Voß weiter. Mit Blick auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz betont ver.di: Neue Technologien dürfen nicht ausschließlich zum Stellenabbau genutzt werden. Sie müssen auch dazu beitragen, die Arbeit der Beschäftigten spürbar zu erleichtern und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Zugleich bekräftigt ver.di ihre ablehnende Haltung zu einer möglichen Übernahme durch UniCredit. Die Gewerkschaft unterstützt weiterhin eine eigenständige Commerzbank. Eine Übernahme durch UniCredit würde aus Sicht von ver.di erhebliche Risiken für Beschäftigung und Standorte mit sich bringen. Kevin Voß: „UniCredit-Chef Andrea Orcel hat jegliches Vertrauen verspielt. Eine Übernahme würde bei der Commerzbank und der bereits übernommenen HypoVereinsbank (HVB) bis zu 15.000 Arbeitsplätze kosten und keinerlei Mehrwert für Kundschaft und Wirtschaft mit sich bringen.“
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