Statistisches Bundesamt

Schulden der öffentlichen Haushalte 2005 um knapp 4% gestiegen

    Wiesbaden (ots) - Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes waren die öffentlichen Haushalte (Bund und seine Sondervermögen, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Zweckverbände) zum Jahresende 2005 insgesamt mit 1 447,3 Milliarden Euro am Kreditmarkt verschuldet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 52,4 Milliarden Euro oder 3,8%. Beim Bund und seinen Sondervermögen erhöhten sich die Schulden um 27,8 Milliarden Euro (+ 3,2%), bei den Ländern stiegen sie um 25,4 Milliarden Euro (+ 5,7%), während die statistisch nachgewiesenen Kreditmarktschulden der Gemeinden/Gemeindeverbände um 0,8 Milliarden Euro (– 0,9%) gegenüber dem Stand des Jahres 2004 abnahmen.

    Neben den Kreditmarktschulden zur Deckung des Defizits zwischen Einnahmen und Ausgaben nahmen die öffentlichen Haushalte Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe auf. Diese erreichten am 31. Dezember 2005 insgesamt 40,4 Milliarden Euro und übertrafen damit den Vorjahreswert um 16,2%. Die Kassenkredite von Bund und Ländern lagen zum Jahresende 2005 bei 13,6 beziehungsweise 2,8 Milliarden Euro. Bei den Gemeinden/Gemeindeverbänden waren es insgesamt 24,0 Milliarden Euro (+ 4,0 Milliarden Euro und damit über ein Fünftel mehr als 2004). Die wachsende Bedeutung der Kassenkredite bei den Gemeinden/Gemeindeverbänden zeigt sich auch im Verhältnis der Kassenkredite zu den Kreditmarktschulden, dieses stieg von 8,3% (Ende 2000) auf 28,7% Ende 2005.

    Endgültige detaillierte statistische Daten werden voraussichtlich Mitte des Jahres in der Fachserie 14, Reihe 5 "Schulden der öffentlichen Haushalte 2005" sowie in der Zeitschrift "Wirtschaft und Statistik" des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht.

Weitere Auskünfte gibt: Christian Kickner, Telefon: (0611) 75-4203, E-Mail: schulden@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de

Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Statistisches Bundesamt

Das könnte Sie auch interessieren: