Statistisches Bundesamt

Starke Zunahme bei Containertransporten auf Binnenschiffen

    Wiesbaden (ots) - Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes betrugen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres die Containertransporte auf deutschen Binnenwasserstraßen 1,58 Millionen TEU. Ein TEU (=Twenty-foot-Equivalent-Unit) entspricht dabei einem 20-Fuß-Container mit den Maßen 6,1 mal 2,4 mal 2,6 Meter. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Zuwachs von 126 000 TEU oder 8,6%.

    Mit diesem Anstieg wachsen die Containertransporte weiterhin stärker als der Transport in der Binnenschifffahrt insgesamt. Von Januar bis September 2005 nahm die auf deutschen Binnenwasserstraßen beförderte Gütermenge um 3% auf 181,4 Millionen Tonnen zu, das waren 5,4 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahreszeitraum. Verglichen mit 2004 ist im laufenden Jahr der innerdeutsche Verkehr mit einem Plus von 6,8% am stärksten gewachsen, gefolgt vom Durchgangsverkehr mit 5,5% und dem Versand ins Ausland mit 5,0%. Beim Empfang aus dem Ausland ist dagegen ein geringfügiger Rückgang von 0,4% zu verzeichnen.


                        Güterbeförderung der Binnenschifffahrt
        nach Containern (in 1 000 TEU) und Hauptverkehrsbeziehungen
                                  in Millionen Tonnen


                                          1. bis 3.        1. bis 3.
  Verkehrsbeziehung              Quartal          Quartal      Veränderung
                                              2005                2004                in %


Container                                1 584            1 458            + 8,6


Güterbeförderung insgesamt    181,4            176,0            + 3,0
davon:
Innerdeutscher Verkehr          43,3              40,5            + 6,8
Versand in das Ausland          40,5              38,6            + 5,0
Empfang aus dem Ausland         78,3              78,6            – 0,4
Durchgangsverkehr                  19,3              18,3            + 5,5

    Differenziert nach Gütern zeigen sich gegenüber dem Ergebnis der ersten drei Quartale 2004 die größten Zunahmen mit knapp 39% bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und etwas über 10% bei Halb- und Fertigerzeugnissen. Ebenfalls einen starken Anstieg gab es bei chemischen Erzeugnissen, deren Transportmenge sich um über 8% erhöht hat. Bei weiteren vier Güterabteilungen sind geringere Zunahmen zwischen 0,3% (Andere Nahrungs- und Futtermittel) und 5,3% (Mineralölerzeugnisse und ähnliche) zu verzeichnen, bei drei Güterabteilungen Rückgänge von 0,9% (Düngemittel), 1,1% (Steine und Erden) beziehungsweise 5,2% (Erze, Metallabfälle).


            Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
                            nach Güterabteilungen
                              in Millionen Tonnen


    Güterabteilung            1. bis 3.  1. bis 3.      Veränderung
                                         Quartal      Quartal              in %
                                          2005          2004
Landwirtschaftliche
  Erzeugnisse u. ä.                8,7          6,3              + 38,9
Andere Nahrungs- und
  Futtermittel                      11,7         11,6                + 0,3
Feste mineralische
  Brennstoffe                        25,8         25,4                + 1,3
Mineralölerzeugnisse
u. ä.                                    29,8         28,3                + 5,3
Erze, Metallabfälle              27,2         28,7                - 5,2
Eisen, NE-Metalle                 10,3          9,8                + 5,2
Steine und Erden                  34,3         34,7                - 1,1
Düngemittel                            4,8          4,8                – 0,9
Chemische Erzeugnisse          15,5         14,3                + 8,2
Andere Halb- und
Fertigerzeugnisse                 13,5         12,3                + 10,4

    Der starke Anstieg beim Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit dem Binnenschiff dürfte noch auf die sehr gute Ernte des Jahres 2004 zurückzuführen sein, bei der insbesondere für Getreide Rekordergebnisse vermeldet wurden. Auch per Seeschiff und mit der Eisenbahn wurden im ersten Halbjahr 2005 überdurchschnittlich viele landwirtschaftliche Erzeugnisse transportiert.

Weitere Auskünfte gibt: Manfred Crezelius, Telefon: (0611) 75-2432, E-Mail: manfred.crezelius@destatis.de

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