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24.02.2005 – 08:30

Statistisches Bundesamt

Statistisches Bundesamt: Positive Unfallbilanz für 2004: 12% weniger Verkehrstote

    Wiesbaden (ots)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2004 auf Deutschlands Straßen bei Verkehrsunfällen 5 844 Verkehrsteilnehmer getötet, das waren 11,6% weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verkehrsopfer ist – seit Einführung der Straßenverkehrsunfallstatistik im Jahr 1953 – so niedrig wie nie zuvor; trotzdem verunglückte immer noch fast alle 90 Minuten ein Straßenverkehrsteilnehmer tödlich. Auch die Zahl der Personen, die bei Straßenverkehrsunfällen im Jahr 2004 verletzt wurden, ist um 4,9% auf 439 500 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

    Nahezu konstant geblieben ist die Zahl der Straßenverkehrsunfälle insgesamt. Die Polizei registrierte im vergangenen Jahr 2,25 Mill. Unfälle (– 0,2% gegenüber 2003); darunter 338 800 Unfälle mit Personenschaden (– 4,4%) und 120 100 schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden (– 3,8%).

    Deutlich weniger Verkehrstote gab es im Jahr 2004 insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern (– 27%), in Thüringen (– 23%), in Rheinland- Pfalz (– 19%), in Hessen (– 16%) sowie in Brandenburg und Sachsen- Anhalt (jeweils – 15%). Die hohe Veränderungsrate in Bremen (– 65%) ergibt sich aufgrund der sehr kleinen Fallzahlen. Mehr Verkehrsteilnehmer kamen in Hamburg (+ 4,5%) und in Schleswig- Holstein (+ 3%) ums Leben. Gemessen an den Einwohnerzahlen lag der Bundesdurchschnitt 2004 bei 71 Getöteten im Straßenverkehr je 1 Mill. Einwohner. Im Vergleich zum Durchschnitt wurden in den Stadtstaaten Bremen (11), Berlin (21) und Hamburg (27) wesentlich weniger Personen bei Straßenverkehrsunfällen getötet. Die Werte in Mecklenburg-Vorpommern lagen mit 119, in Brandenburg mit 109 und in Sachsen-Anhalt mit 103 weit über dem Durchschnitt. Die Zahl der Getöteten je 1 Mill. Einwohner für diese Länder ist jedoch gegenüber dem Höchststand im Jahr 1991 stark gesunken: Damals gab es z.B. in Sachsen-Anhalt 245 und in Brandenburg 363 Verkehrstote je 1 Mill. Einwohner.

    Im Dezember 2004 erfasste die Polizei in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 207 100 Straßenverkehrsunfälle (+ 3% gegenüber Dezember 2003). Bei 26 700 Unfällen mit Personenschaden (+ 4%) wurden 515 Verkehrsteilnehmer getötet (+ 2%) und 35 300 (+ 5%) verletzt.

    Weitere Zahlen zu den Straßenverkehrsunfällen zeigen die nachfolgenden Tabellen:


                         Straßenverkehrsunfälle 2004 in Deutschland*)


                                                                                         Veränderung
Gegenstand der Nachweisung            2004              2003                in %


Polizeilich erfasste Unfälle
  insgesamt                                 2 254 083    2 259 567         - 0,2
davon:
  Unfälle mit Personenschaden        338 794        354 534         - 4,4
  Schwerwiegende Unfälle
  mit Sachschaden                          120 139        124 823         - 3,8
  Übrige Sachschadenunfälle        1 795 150    1 780 210         + 0,8


Verunglückte insgesamt                  445 352        468 783         - 5,0
davon:
  Getötete                                         5 844          6 613        - 11,6
  Verletzte                                    439 508        462 170         - 4,9

    *) Vorläufiges Ergebnis.


                              Bei Straßenverkehrsunfällen 2004
                        Verunglückte und Getötete nach Ländern*)


                                                 Verunglückte
                                                                      darunter: Getötete
                                          Veränderung                 Veränderung      je
      Land            insgesamt    gegenüber    insge-      gegenüber    1 Mill.
                                                2003          samt          2003            Ein-
                                                                                                      woh-
                          Anzahl          in %                 Anzahl         in %    ner


Baden-
Württemberg        54 632         - 2,5          698      – 77      - 9,9      65
Bayern                 77 866         - 6,3        1 122    – 147    - 11,6      90
Berlin                 16 602         – 1,0            70        - 7      - 9,1      21
Brandenburg         13 135         – 8,5          280      - 50    - 15,2    109
Bremen                  3 751         – 1,2              7      – 13    - 65,0      11
Hamburg                11 232         - 2,2            46        + 2      + 4,5      27
Hessen                 33 822         - 3,8          422      - 82    - 16,3      69
Mecklenburg-
Vorpommern          9 819         – 8,5          207      - 77    - 27,1    119
Niedersachsen      44 494         - 7,9          720      - 54      - 7,0      90
Nordrhein-
Westfalen          85 403         - 4,2          856      - 86      - 9,1      47
Rheinland-Pfalz  22 861         - 8,0          292      - 68    - 18,9      72
Saarland                6 729         - 1,3            76        - 3      - 3,8      72
Sachsen                20 524         – 9,0          319      – 33      - 9,4      74
Sachsen-Anhalt    13 407         - 6,3          260      - 44    - 14,5    103
Schleswig-
Holstein            16 704         - 6,9          210        + 6      + 2,9      74
Thüringen            12 451         - 6,9          228      - 67    - 22,7      96


Deutschland 1)  445 352         - 5,0        5 844    - 769    - 11,6      71

    *) Vorläufiges Ergebnis. 1) Einschl. derzeit nach Ländern noch nicht aufteilbarer Korrekturen.

Weitere Auskünfte gibt: Ingeborg Vorndran, Telefon: (0611) 75-4547, E-Mail: verkehrsunfaelle@destatis.de

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