Mitteilung vom 21. Mai 2026
Datenangebot zur Rentendebatte
Wiesbaden (ots)
Angesichts der aktuellen Debatte über die Reform des Rentensystems weist das Statistische Bundesamt (Destatis) auf seine Sonderseite zum Thema Rente (www.destatis.de/rente) im eigenen Webangebot hin. Dort sind relevante Ergebnisse zu den Bereichen Demografie, Erwerbstätigkeit, Einkommen und Staatsaushalt gebündelt, unter anderem mit diesen Inhalten:
Bevölkerung im Rentenalter nimmt zu
16,7 Millionen Personen im Rentenalter ab 67 Jahren gab es im Jahr 2024 in Deutschland. Nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wächst diese Zahl - je nach Entwicklung der Lebenserwartung - bis Ende der 2030er-Jahre um weitere vier bis fünf Millionen auf mindestens 20,5 Millionen. Der Anteil der Personen im Rentenalter an der Gesamtbevölkerung wird je nach Berechnungsvariante in diesem Zeitraum von 20 % auf 25 bis 27 % zunehmen. Ein Grund dafür ist der Übergang der Generation der Babyboomer vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrgänge. Mit Hilfe der animierten Bevölkerungspyramide lässt sich zudem ablesen, wie viele Menschen der Vorausberechnung zufolge beispielsweise im Jahr 2060 im Erwerbsalter sein werden - und wie viele mindestens 70 Jahre alt. (https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!)
Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig
Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig als früher. 2025 waren nach Erstergebnissen des Mikrozensus 19,9 % der 67-Jährigen erwerbstätig, 2015 lag die Quote in der Altersgruppe bei 13,3 %. Nach wie vor gehen viele von ihnen vorzeitig in den Ruhestand: 2025 waren 60,9 % der 63-Jährigen erwerbstätig. Allerdings ist die Quote in der Altersgruppe gestiegen: 2015 lag sie noch bei 38,9 %. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von gesundheitlichen Einschränkungen über versicherungsrechtliche Besonderheiten wie langjährige Beitragszahlungen oder Frühverrentungsangeboten von Unternehmen bis hin zum Wunsch nach mehr Freizeit.
18 % der Staatsausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung
Für die Geldleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gab der Staat im Jahr 2024 knapp 394,7 Milliarden Euro aus. Das waren 18,4 % der Staatsausgaben insgesamt. Der Anteil ist im Zehn-Jahres-Vergleich gesunken: 2014 hatte er noch bei 19,7 % gelegen (261,2 Milliarden Euro).
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