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Mehr als die Hälfte der importierten seltenen Erden kam 2025 aus China

WIESBADEN (ots)

  • Deutschland hat mengenmäßig 4,9 % mehr seltene Erden importiert als im Vorjahr
  • Die EU-Staaten importierten 46,8 % der seltenen Erden aus China

Seltene Erden sind wichtige Rohstoffe für die Herstellung vieler Hochtechnologieprodukte wie Akkus, Halbleiter oder Magnete für Elektro-Motoren. Der Abbau der darunter gefassten Elemente erfolgt allerdings kaum in Deutschland und der Europäischen Union (EU) - entsprechend groß ist die Abhängigkeit vom Import. Deutschland hat im Jahr 2025 mehr seltene Erden importiert als im Jahr zuvor: Die eingeführte Menge der begehrten Metalle stieg um 4,9 % von 5 200 Tonnen (Wert: 64,5 Millionen Euro) im Jahr 2024 auf 5 500 Tonnen (Wert: 77,6 Millionen Euro) im Jahr 2025, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt.

Damit liegt die Importmenge deutlich unter dem mengenmäßigen Höchststand der vergangenen zehn Jahre aus dem Jahr 2018. Damals wurden 9 700 Tonnen (Wert: 38,3 Millionen Euro) seltene Erden importiert. Im Jahr 2025 kamen 55,4 % der importierten Menge aus China (3 000 Tonnen). Der Anteil ging damit zurück: 2024 waren noch 65,4 % der importierten Menge aus China gekommen. Zweitwichtigstes Herkunftsland war 2025 Österreich mit einem mengenmäßigen Anteil an den Importen von 20,0 % (1 100 Tonnen). Darauf folgte Estland mit 10,9 % (600 Tonnen). In diesen beiden Ländern werden seltene Erden weiterverarbeitet, die ursprüngliche Herkunft ist statistisch nicht nachweisbar.

Die EU importiert 46,8 % der seltenen Erden aus China

Wie Deutschland importiert auch die EU seltene Erden zu einem großen Teil aus China. Insgesamt wurden im Jahr 2025 nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat 15 100 Tonnen an seltenen Erden im Wert von 124,9 Millionen Euro in die EU importiert. 46,8 % (7 100 Tonnen) dieser Importe entfielen auf China. Der zweitwichtigste Partner war Russland mit einem Anteil von 25,9 % (3 900 Tonnen), gefolgt von Malaysia mit 23,1 % (3 500 Tonnen).

Bei einzelnen seltenen Erden ist der Anteil Chinas an den Importen in die EU sehr hoch. So kamen 3 700 Tonnen von insgesamt 3 800 Tonnen der importierten Lanthanverbindungen (97,3 %) 2025 aus China.

Methodische Hinweise:

Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden unter dem Sammelbegriff seltene Erden die Warennummern WA28053010, WA28053021, WA28053029, WA28053031, WA28053039, WA28053040, WA28053080, WA28461000, WA28469040, WA28469050, WA28469060, WA28469070, WA28469030 und WA28469090.

Durch die Weiterverarbeitung von seltenen Erden in Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie Österreich oder Estland ist aus statistischer Sicht die ursprüngliche Herkunft (zum Beispiel China, Russland oder Malaysia) nicht mehr feststellbar und der Staat der Verarbeitung wird als Ursprungsland nachgewiesen.

Gegenstand der Betrachtung zum Import in die Europäische Union ist der Außenhandel der EU mit Drittstaaten außerhalb der EU (Extra-EU-Handel). Die Daten stammen von der Europäischen Statistikbehörde Eurostat.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
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