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MedUni Wien und Ottobock erhalten CDG-Preis für Forschung und Innovation

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Österreichische Bundesministerin Dr. Schramböck erprobt gedankengesteuerte Prothesen

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der österreichischen Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) wurde erstmals der CDG-Preis für Forschung und Innovation verliehen. Bei einer Pressekonferenz verkündete die österreichische Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Dr. Margarete Schramböck, die Preisträger Prof. Dr. Oskar Aszmann von der Medizinischen Universität Wien gemeinsam mit Ottobock CTO Dr. Andreas Goppelt. Von 2012 bis 2019 erforschten die Preisträger im dazugehörigen CD-Labor die Lage und Arbeitsweise von Nerven und Muskeln, um Armbewegungen intuitiv zu steuern.

Die sogenannte Mustererkennung misst mittels acht Elektroden Bewegungsmuster der Muskeln im Unterarmstumpf und ordnet diese bestimmten Handbewegungen bzw. -griffen zu. Greifen PatientInnen nach einer Flasche Wasser, erkennt die Myo Plus Prothesensteuerung das zugehörige Bewegungsmuster und gibt der Prothese den Befehl, den jeweiligen Griff oder die Rotation auszuführen. Das geschieht automatisch. Ottobock versorgt seit 2019 AnwenderInnen mit der Myo Plus Mustererkennung.

Die Bundesministerin hatte die Gelegenheit, die Prothesensteuerung auszuprobieren. Der Ottobock Mitarbeiter und ehemalige Para-Athlet Patrick Mayrhofer erklärte ihr, wie sie mit den eigenen Muskelbewegungen ihres Unterarms eine bionische Handprothese bewegen kann. Außerdem sprachen die beiden über das alltägliche Leben mit einer Handprothese und wie seine beiden Kinder mit der Prothese umgehen.

Mayrhofer erlitt 2008 einen Stromunfall und entschied sich, seine linke funktionslose Hand amputieren zu lassen. Er bekam die weltweit erste bionische Handprothese namens 'Michelangelo' von Prof. Aszmann angepasst.

Bundesministerin Dr. Schramböck betonte: "Die Förderung von langfristig angelegten Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum internationalen Innovation Leader und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich." Die Ministerin wird die Preistrophäe bei der offiziellen CDG-Preisverleihung am 11. September überreichen.

Ottobock CTO Dr. Andreas Goppelt bedankte sich für die Würdigung: "Ich bedanke mich bei der CDG, die seit 25 Jahren in Österreich einen so bedeutenden Beitrag für Wissenschaft und Innovation leistet. Daher freuen wir uns umso mehr, dass unser langjähriger Partner an der MedUni Wien, Prof. Aszmann, gemeinsam mit Ottobock den CDG-Preis für Forschung und Innovation verliehen bekommt! Grundlagenforschung ist für ein innovatives Unternehmen wie Ottobock sehr wichtig, denn erst die Kenntnis über zugrundeliegende biologische Mechanismen ermöglicht die Entwicklung neuer Konzepte und Produkte, wie die Mustererkennung oder die Targeted Muscle Reinnervation (TMR) für Armprothesen. Besonders das CD-Labor ist eng verknüpft mit Ottobock Wien. Es bietet eine ideale Möglichkeit, neue Ansätze zu verfolgen, die ohne Förderung ein zu hohes wirtschaftliches Risiko darstellen würden."

Ebenfalls gratuliert der CEO von Ottobock Philipp Schulte-Noelle: "Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Bestehen! Ich bedanke mich sehr für den CDG-Preis für Forschung und Innovation. Die langjährige Zusammenarbeit mit der CDG zeigt, wie akademische Exzellenz und die Industrie erfolgreich zum Wohle mobilitätseingeschränkter Menschen forscht und AnwenderInnen die Chance gibt, ihre Bewegungsfreiheit zu erhalten oder zurück zu erlangen. Dies ist fest in unserer DNA und Zukunftsstrategie verankert und wird gemeinsam mit der CDG fortgesetzt."

Über die Christian Doppler Forschungsgesellschaft

Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft CDG ermöglicht seit 1995 intensive Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Österreich. Mehr als 400 Unternehmenspartner profitierten von Grundlagenwissen und Innovation. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zu exzellenter Wissenschaft, Innovation und zu einem starken Standort Österreich.

Über Ottobock

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt Ottobock "Wearable Human Bionics" - medizintechnische Produkte in den Bereichen Prothetik, Orthetik und Human Mobility (Rollstühle). Zudem versorgt das 1919 gegründete Unternehmen PatientInnen im Bereich Patient Care. Das Ziel: Lebensqualität und gesundheitsökonomischen Nutzen steigern. Mit den Exoskeletten unter dem Namen Paexo überträgt Ottobock seit 2012 seine Expertise in der Biomechanik auch auf Anwendungen für die Industrie. Niederlassungen in 59 Ländern bieten weltweit Qualität "Made in Germany" und beschäftigen mehr als 7000 Menschen. Die internationalen Aktivitäten des Unternehmens werden vom Hauptsitz in Duderstadt (Niedersachsen) aus koordiniert. Seit 1988 unterstützt Ottobock die Paralympischen Spiele durch sein technisches Know-how.

Petra Ullmann
Public Relations Manager
Corporate Communications
Ottobock Wien 
Petra.Ullmann@ottobock.com