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Ottobock schließt nach 410 Reparaturen seine Werkstatt im Paralympischen Dorf

Daniel Anlauf verlängert den Aluminiumrahmen eines serbischen Athleten. (Photo by Naomi Baker/Getty Images für Ottobock) Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/32079 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Otto Bock HealthCare GmbH/Naomi Baker"
Daniel Anlauf verlängert den Aluminiumrahmen eines serbischen Athleten. (Photo by Naomi Baker/Getty Images für Ottobock) Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/32079 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Otto Bock HealthCare GmbH/Naomi Baker"

PyeongChang/Duderstadt (ots) - Jubiläen, Premieren und Rekorde hinter den Kulissen

Nach gut zwei Wochen technischem Service bei den Paralympischen Spielen in PyeongChang schließt Ottobock am 20. März seine Werkstatttüren vor Ort. Was dann von den 8.000 hergebrachten Ersatzteilen nicht gebraucht wurde, wird wieder verpackt. Die Maschinen werden verladen und das 300 Quadratmeter große, weiße Zelt abgebaut. In insgesamt 2.152 Arbeitsstunden haben 23 Techniker 410 Reparaturen durchgeführt - 150 mehr als erwartet und ein Rekord bei Paralympischen Winterspielen. Kein Tag und keine Reparatur war gleich, kein Auftrag wichtiger als ein anderer. Einige Jobs werden allerdings besonders in Erinnerung bleiben: Daniel Anlauf war als einer von vier Schweißern in Korea dabei. Es war nach Rio sein zweiter Einsatz bei Paralympischen Spielen und er stand vor seiner bisher größten technischen Herausforderung. Einem serbischen Athleten wurde ein falscher Sitzski nach Korea geschickt. Der beinahe zwei Meter große Mann hatte keine Chance in dem für Frauen gefertigten Rahmen zu sitzen. In nur einem Tag baute Daniel Anlauf den Rahmen so um, dass der Athlet letztlich doch noch in seiner Disziplin Ski nordisch starten konnte. "Das war schon sehr ungewöhnlich. Ich musste den Rahmen um zwölf Zentimeter verlängern und dennoch die Stabilität gewährleisten", erklärt Anlauf.

Die Ottobock Techniker arbeiteten in drei Schichten. Täglich von 08 - 21 Uhr war die Werkstatt geöffnet. Insgesamt wurden Rollstühle, Prothesen und Orthesen von 287 Athleten aus 39 Nationen geklebt, geschweißt und repariert.

Aber nicht nur die erfolgreiche Arbeit in der Werkstatt bot Anlass zur Freude. Bereits seit 30 Jahren unterstützt Ottobock die Paralympischen Spiele mit dem technischen Reparaturservice. In diesem Jubiläumsjahr gewannen Ottobock Botschafter drei Gold, zwei Silber und zwei Bronzemedaillen. Snowboarder und Silbermedaillengewinner Patrick Mayrhofer ist Botschafter und Kollege. Der Oberösterreicher arbeitet am Standort Wien für das Medizintechnikunternehmen. Mit dem zweiten Platz in Banked Slalom ist er der erste Ottobock Mitarbeiter, der in der 99-jährigen Firmengeschichte eine Medaille bei Paralympischen Winterspielen gewonnen hat.

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