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18.05.2004 – 12:24

Deutsche Bahn AG

Bahn ist zu Beschäftigungsbündnis mit den Gewerkschaften bereit

    Berlin (ots)

    Voraussetzung sind wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen,     die Nachteile der Bahn in den Personalkosten gegenüber den     Wettbewerbern ausgleichen

    Die Deutsche Bahn würde den Gewerkschaften anbieten, das bis Ende
2004 gültige Beschäftigungsbündnis bis 2008 zu verlängern.
Voraussetzung dafür ist, dass die Gewerkschaften einem
Flächentarifvertrag mit wettbewerbsfähigen und zukunftsfähigen
Beschäftigungsbedingungen für schienengebundene Unternehmen und für
Verkehrsinfrastrukturunternehmen zustimmen. Er sichert zugleich
Mindestbeschäftigungsbedingungen für den Schienenverkehr.
    
    Die Bahn fordert bereits seit 2001 die Gewerkschaften auf,
wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen zur Sicherung von
wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen im DB Konzern zu verhandeln.
Personalvorstand Dr. Norbert Bensel: "Notwendig ist eine neue
Tarifpolitik, die das Thema Wettbewerbsfähigkeit sowohl national wie
international angemessen berücksichtigt.
    
    Denn ohne Beschäftigungsbedingungen, die im Interesse aller die
Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt, kann es kein neues
Beschäftigungsbündnis bei der Bahn geben". Bensel weiter: "Nur
wettbewerbsfähige Arbeitsplätze sind sichere und attraktive
Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter." Nicht wettbewerbsfähige
Arbeitsplätze würden dafür sorgen, dass die Bahn Kunden, Aufträge und
Ausschreibungen verliert. Im Personen- und Güterverkehr konkurriert
die Bahn mit dem Verkehr auf der Straße, in der Luft und auf dem
Wasser. Bei jeder Ausschreibung im Regionalverkehr sind die
Wettbewerber andere schienengebundene Unternehmen, sehr oft auch
Betriebe großer ausländischer Bahnunternehmen. Und gerade in der
Konkurrenz mit anderen schienengebundenen Unternehmen wird der
Wettbewerb oft über Personalkosten entschieden. Die Bahn hat
gegenüber ihren Konkurrenten wesentliche Nachteile bei den
Personalkosten - niedrigere Produktivität, höheres Entgeltniveau,
höhere Zulagen und niedrigere produktive Jahresarbeitszeit. Sie
braucht daher eine Annäherung an die Personalkosten der Wettbewerber
und bei Ausschreibungen im Regionalverkehr ein vergleichbares
Tarifniveau, um nicht weitere Ausschreibungen zu verlieren. Die Bahn
hat deshalb die Gewerkschaften in den bereits begonnenen Gesprächen
aufgefordert, mit ihr einen wettbewerbsfähigen und
zukunftsorientierten Flächentarifvertrag für alle schienengebundenen
Unternehmen und für Verkehrsinfrastrukturunternehmen zu verhandeln.
    
    Konkret fordert die Bahn im Rahmen des Flächentarifvertrages:
    
    - Erhöhung der Regeljahresarbeitzeit von 1.984 auf 2.088 Stunden
    
    - Einführung von Arbeitszeitkorridoren von +/-10 Prozent zur
        temporären Anpassung der Arbeitszeit bei wirtschaftlichen und
        regionalen Erfordernissen
    
    - Reduzierung der Anrechnung unproduktiver Zeiten (u.a. Pausen,
        Tätigkeitsunterbrechungen)
    
    - Umwandlung von fixen in variable Entgeltbestandteile im Rahmen
        einer neuen Vergütungssystematik
    
    - Reduzierung und Pauschalisierung der Zulagen und Zuschläge

      Eine Reduzierung des monatlichen Tabellenentgelts ist nicht
beabsichtigt.
    
      Dr. Norbert Bensel sieht eine zwingende Notwendigkeit in der
Verknüpfung von Beschäftigungssicherung und wettbewerbsfähigen
Beschäftigungsbedingungen: "Wir brauchen eine neue Tarifpolitik bei
der Bahn, die im Interesse aller die Wettbewerbsfähigkeit in den
Mittelpunkt stellt. Nur dann kann es ein neues Beschäftigungsbündnis
bei der Bahn geben. Wir wollen dieses Beschäftigungsbündnis im
Interesse der Bahn. Wir wollen es aber auch als Zeichen für
Deutschland, dass Beschäftigungssicherung durch intelligente Lösungen
der Tarifpartner möglich ist. Aber wir als Bahnkonzern können dafür
nicht zweimal zahlen: einmal, indem wir - wie kaum ein anderes
deutsches Großunternehmen - weitgehende Verpflichtungen zur
Beschäftigungssicherung eingehen, und ein zweites Mal, indem wir
dafür auch noch mit nicht wettbewerbsfähigen
Beschäftigungsbedingungen und Personalkosten zahlen. Sonst würden wir
Kunden, Aufträge und insbesondere Ausschreibungen verlieren. Eine
solche Rechnung kann nicht aufgehen."
    
  
ots Originaltext: Deutsche Bahn AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Werner W. Klingberg
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