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WohnBarometer Q1 2026: Druck auf den Mietmarkt nimmt ab

WohnBarometer Q1 2026: Druck auf den Mietmarkt nimmt ab
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WohnBarometer | 1. Quartal 2026

Druck auf den Mietmarkt nimmt ab

  • Nachfrage nach Mietwohnungen sinkt im ersten Quartal um 3 bis 4 Prozent – in kreisfreien Städten, dem Umland der Metropolen und im ländlichen Raum.
  • Angebotsmieten steigen bundesweit moderat: im Bestand um +1,3 Prozent, im Neubau um +0,8 Prozent.
  • Mietwachstum bei Bestandswohnungen in Großstädten flacht ab – meist unter 1 Prozent, Ausnahme Frankfurt am Main mit +1,4 Prozent.
  • Zuwächse bei Neubaumieten vor allem in München, Düsseldorf und Leipzig (jeweils über 1 Prozent) – in den übrigen Großstädten kaum Veränderung.

Im ersten Quartal 2026 geht die Nachfrage nach Mietwohnungen weiter leicht zurück, während sich die Angebotsmieten bundesweit und in den Metropolen kaum verändern. Wirtschaftliche Unsicherheit sorgt dabei für mehr Zurückhaltung bei Mietsuchenden. Das zeigt das aktuelle WohnBarometer von ImmoScout24.

„Der Druck auf den Mietmarkt lässt nach, auch weil viele Suchende aktuell zurückhaltender agieren. Dennoch bleiben Nachfrage und Bedarf hoch“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Zugleich zeigt sich: Wird ein bestimmtes Mietniveau überschritten, geht die Nachfrage deutlich zurück. Mehr Angebot und weniger Nachfrage führen dazu, dass die Mieten langsamer steigen und klassische Marktmechanismen greifen.“

Nachfrage sinkt – bleibt aber auf hohem Niveau

Nach dem deutlichen Rückgang im vierten Quartal 2025 setzt sich die Abschwächung der Mietnachfrage zu Jahresbeginn fort. Im Vergleich zum Vorquartal sinkt die Nachfrage in kreisfreien Städten und im ländlichen Raum um jeweils 3 Prozent, im Umland der Metropolen um 4 Prozent. In den acht Metropolen zeigt sich hingegen eine leichte Belebung (+1 Prozent).

Im Jahresvergleich bleibt der Rückgang deutlich: In den Metropolen liegt die Nachfrage 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau, im Umland 12 Prozent und in kreisfreien Städten 11 Prozent. Im ländlichen Raum beträgt das Minus 7 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bewegt sich die Nachfrage weiterhin deutlich über dem Niveau von vor fünf Jahren. So ist die Nachfrage in den Metropolen 43 Prozent höher als im ersten Quartal 2021.

Bei zu hoher Miete bricht Nachfrage ein

Ab einer gewissen Miete pro Quadratmeter geht die Nachfrage erheblich zurück. Das zeigt eine Auswertung am Beispiel München. Wohnungen, die in der bayrischen Landeshauptstadt für 20 Euro pro Quadratmeter angeboten werden, erhalten 10 Prozent weniger Anfragen als Wohnungen, die für 16 Euro pro Quadratmeter zu vermieten sind. Bei einem Quadratmeterpreis von 27 Euro sind es bereits 49 Prozent weniger Anfragen.

Angebotsmieten für Bestandswohnungen entwickeln sich in den Metropolen seitwärts

Die Angebotsmieten für Bestandswohnungen steigen im ersten Quartal 2026 bundesweit um 1,3 Prozent auf durchschnittlich 9,00 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 4,5 Prozent.

In den acht größten deutschen Metropolen fällt die Dynamik schwächer aus: München bleibt mit 20,01 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt, verzeichnet jedoch mit +0,4 Prozent den geringsten Anstieg der Angebotsmieten. Stuttgart folgt mit 15,23 Euro pro Quadratmeter und einem Quartalszuwachs von 0,5 Prozent. Frankfurt am Main landet mit 15,08 Euro pro Quadratmeter und einem Plus von 1,4 Prozent auf Platz drei. Damit zeigt die Main-Metropole ein überdurchschnittliches Mietwachstum.

In den anderen fünf Metropolen bewegen sich die Angebotsmieten mit einem Plus von 0,5 bis 0,9 Prozent seitwärts. Im Jahresvergleich legen sie – wie schon im Quartalsvergleich – in Frankfurt am Main am stärksten zu (+5,2 Prozent). Köln (13,12 Euro/m2) und Stuttgart (15,23 Euro/m²) verzeichnen mit 4,6 beziehungsweise 4,3 Prozent Jahressteigerungen auf dem Niveau der bundesweiten Entwicklung.

Neubaumieten steigen in München, Düsseldorf und Leipzig

Bei Neubauwohnungen steigen die Angebotsmieten bundesweit im Quartalsvergleich um 0,8 Prozent auf 13,21 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich bedeutet das ein Plus von 3,0 Prozent.

München legt um 1,8 Prozent zu. Die Angebotsmiete für eine Wohnung im Neubau liegt nun bei 27 Euro pro Quadratmeter. Weiterhin teuer ist es auch in Berlin, das nach einem minimalen Rückgang von 0,1 Prozent knapp unter der 21-Euro-Marke landet. Frankfurt am Main verzeichnet einen leichten Anstieg von +0,6 Prozent und landet mit 18,95 Euro pro Quadratmeter wie im Bestand auf Platz drei. Die stärkste Jahresentwicklung zeigt sich in Düsseldorf mit +5,5 Prozent auf 18,34 Euro pro Quadratmeter, während Hamburg mit +1,9 Prozent den geringsten Jahresanstieg verzeichnet. Leipzig bleibt trotz Mietanstieg von 1,2 Prozent im Quartalsvergleich und 3,7 Prozent im Jahresvergleich die günstigste Metropole mit einer Angebotsmiete von 13,90 Euro pro Quadratmeter.

Die Tabellen mit alle Daten für Deutschland gesamt und die acht Metropolen finden Sie anbei und im Medienbereich von ImmoScout24 .

Das ImmoScout24 WohnBarometer – Methodik

Das ImmoScout24 WohnBarometer ist der Marktreport zur Entwicklung des Immobilienmarkts. Herausgeber ist ImmoScout24: Deutschlands führende Online-Plattform für Wohnimmobilien. Das ImmoScout24 WohnBarometer gibt die Preisentwicklung in realen Angebotspreisen wieder. Die Datenbasis umfasst über 8,5 Millionen Inserate der letzten fünf Jahre auf ImmoScout24. Die Werte werden für Referenzobjekte für den jeweils betrachteten Immobilientyp durch einen Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens ermittelt. Für Wohnungen zum Kauf wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche zugrunde gelegt. Das betrachtete Einfamilienhaus hat 140 Quadratmeter Wohnfläche und einen Grundstücksanteil von 600 Quadratmetern. Die Kategorie Neubau enthält alle Angebote mit einem Baualter von maximal zwei Jahren zum jeweiligen Bestimmungszeitpunkt. Die aktuellen Angebotskaufpreise beziehen sich immer auf den letzten Datenpunkt im Marktreport und stehen damit für den Angebotspreis im ersten Quartal 2026.

Medienkontakt

Johanna Fitschen

PR-Managerin

Telefon: +49 30 24301 1633

E-Mail: pr@immoscout24.de

www.immobilienscout24.de

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Geschäftsführung: Dr. Gesa Crockford, Daniel Hendel
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Ralf Weitz
Handelsregister: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 69108
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