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08.02.2021 – 11:24

Universität Mannheim

Universität Mannheim erhält Förderung für die Einführung des Fort- und Weiterbildungsprogramms „Cultural Innopreneurship“

Universität Mannheim erhält Förderung für die Einführung des Fort- und Weiterbildungsprogramms „Cultural Innopreneurship“

Im Rahmen der EU-Initiative „Europäische Universität“ entsteht bis 2023 an der Universität Mannheim ein neues Zertifikatsprogramm für Studierende und Berufstätige, insbesondere aus dem Kulturbereich. Gefördert wird das Programm vom Deutschen Akademischen Austauchdienst (DAAD) mit 750.000 Euro über drei Jahre.

Zum 1. November 2020 hat sich die Universität Mannheim mit sechs weiteren Universitäten aus ebenso vielen verschiedenen Ländern in der „Europäischen Hochschule“ ENGAGE.EU zusammengetan, um auf innovative Art zu lehren, forschen und die breitere Öffentlichkeit in ihre Arbeit miteinzubeziehen. Zur Umsetzung dieser Ziele erhält die Universität Mannheim nun eine zusätzliche Förderung des DAAD im Rahmen des nationalen Begleitprogramms zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“.

Gefördert wird unter anderem der Aufbau des englischsprachigen Zertifikatsprogrammes „Cultural Innopreneurship“ an der Universität Mannheim. Das Zertifikatsprogramm richtet sich sowohl an Studierende und Beschäftigte der Universität Mannheim und der ENGAGE.EU-Partneruniversitäten als auch an Externe, die zum Beispiel in Kulturbetrieben wie Museen arbeiten. Das Zertifikatsprogramm versteht sich deshalb auch als Fort- und Weiterbildungsprogramm. Es besteht aus verschiedenen zu Modulen gruppierten Microcredentials, die einzeln belegt oder zu einem Diploma of Advanced Studies kombiniert werden können. Einschreibungen für das Zertifikatsprogramm „Cultural Innopreneurship“ sollen spätestens zum Herbst-/Wintersemester 2023 möglich sein.

Das Zertifikatsprogramm bildet die Teilnehmenden in drei Schwerpunktbereichen aus: Im Bereich „Cultural Entrepreneurship“ lernen einerseits Personen, die im Kulturbereich arbeiten und für die die Selbständigkeit eine Option ist, Methoden aus der Gründerausbildung kennen. Andererseits sollen Studierende der Betriebswirtschaftslehre für eine Arbeit im Kultursektor – der mitunter ganz anders funktioniert als ein Wirtschaftsunternehmen – vorbereit werden. Im Bereich „Cultural Intrapreneurship“ liegt der Fokus auf dem Veränderungspotenzial innerhalb von bestehenden Kulturinstitutionen. Der Schwerpunkt "Cultural Innopreneurship" wiederum soll das Innovationspotenzial von sektorübergreifender Arbeit an den Schnittstellen von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur genauer in den Blick nehmen. Kooperationen mit großen Kulturinstitutionen, wie beispielsweise den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen, befördern den geplanten Austausch ebenso wie die verschiedenen Disziplinen, aus denen die Lehrenden stammen.

Prof. Hiram Kümper, Inhaber der Carl-Theodor-Stiftungsprofessur am Historischen Institut, hat die Federführung bei der Entwicklung des Zertifikatsprogramms inne. „Am neuen Zertifikatsprogramm begeistert mich, dass es strukturiert fokussiert, was schon immer ein wichtiger Teil der Mannheimer Philosophie war: dass nämlich Wirtschaft und Kultur sich jede Menge zu sagen haben“, sagt Kümper. „Diesen Ansatz leben wir schon in unseren Bachelor- und Master-Studiengängen ‚Kultur und Wirtschaft‘ seit einiger Zeit sehr erfolgreich.“ ­Mit dem neuen Fortbildungsprogramm wird jetzt ein konsequenter nächster Schritt gegangen, indem auch die berufliche Praxis mitgedacht wird. Laut Kümper „entsteht so ein echter Transfer aus der Universität heraus ins Kulturleben – aber eben auch von dort zurück in die Universität.“

Durch den DAAD gefördert wird außerdem der Ausbau der digitalen Studierendenverwaltung. Ziel dieses Teilprojekts ist es, einen ENGAGE.EU-Campus und individuelle so genannte Learners Accounts aufzubauen, um die Anrechenbarkeit und Vergleichbarkeit von Studierendenleistungen bei zunehmender internationaler Mobilität sicherzustellen.

Die „Europäische Universität“ ENGAGE.EU

ENGAGE.EU ist eine Allianz führender europäischer Universitäten in den Wirtschafts- und Sozial­wissenschaften, die über umfangreiche Erfahrungen in der Analyse gesellschaft­licher Veränderungen verfügen. Das Anliegen des Zusammenschlusses ist es, seine Studierenden dazu zu be­fähigen, als sozial engagierte europäische Bürgerinnen und Bürger zu handeln und Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes zu nehmen. Mehr Informationen zu ENGAGE.EU: https://www.uni-mannheim.de/universitaet/europaeische-universitaet/

Das nationale Begleitprogramm zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“

Im Januar 2021 sind weitere 25 deutsche Hochschulen in das nationale Begleitprogramm zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“ aufgenommen worden. Mit dem Programm unterstützt die Bundesregierung Hochschulen beim Aufbau europaweiter Hochschulnetzwerke. Dafür erhalten sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2023 rund 28 Millionen Euro zusätzlich zu den durch die EU schon vorgesehenen Mitteln. Die Umsetzung des Programms erfolgt über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Zur Pressemitteilung des DAAD: https://www.daad.de/de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/pressemitteilungen/eu-hochschulen_nationale-initiative/

Kontakt: 
Prof. Dr. Hiram Kümper
Carl-Theodor-Professur, Historisches Institut
Universität Mannheim
E-Mail: hiram.kuemper@uni-mannheim.de
Dr. Maartje Koschorreck
Stellv. Pressesprecherin
Universität Mannheim
Tel.: +49 621 181-1080
E-Mail: koschorreck@uni-mannheim.de