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Beschluss der ARD-Intendanten zum Fall Boßdorf

    Köln (ots) - Die Intendantin und Intendanten der ARD-Landesrundfunkanstalten haben in ihrer internen Sitzung in Köln die Ergebnisse des Gutachtens des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin und eine hierzu vorliegende persönliche Stellungnahme von Hagen Boßdorf ausführlich diskutiert. Hierbei wurde festgestellt, dass die von Herrn Boßdorf bei seiner Berufung zum Koordinator Sport im Jahr 2002 erteilten Auskünfte unvollständig waren. Dies haben die Intendantin und die Intendanten ausdrücklich missbilligt. Herr Boßdorf hat erklärt, er bedaure, dass die ARD durch ihn in die Diskussion über seine Vergangenheit geraten sei. Er habe sich für seine abqualifizierenden Äußerungen gegenüber der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Frau Marianne Birthler, zwischenzeitlich entschuldigt. Außerdem hat Herr Boßdorf den ARD-Vorsitzenden gebeten, ihn von seinen Aufgaben im Rahmen der Berichterstattung bei den Olympischen Winterspielen in Turin und der kommenden Tour de France zu entbinden, um der ARD weitere öffentliche Diskussionen zu ersparen. Die ARD hat diesem Wunsch stattgegeben. Der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, Dr. Günter Struve, ist von den Intendanten beauftragt worden, arbeitsrechtliche Konsequenzen zu ergreifen. An eine vorzeitige Beendigung des mit Hagen Boßdorf bis 31.03.2007 bestehenden Vertragsverhältnisses ist beim derzeitigen Erkenntnisstand nicht gedacht.

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