Deutscher Naturschutzring

DNR fordert Konsequenzen aus aktuellem Papier des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderung"

    Berlin (ots) -

    "Schröder, übernehmen Sie!"
    
    DNR-Präsident Weinzierl: Bundeskanzler muss Klimapolitik und
Nachhaltigkeitsstrategie zur Chefsache machen
    
    Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert
Weinzierl, hat heute in Berlin Bundeskanzler Gerhard Schröder
aufgefordert, im Vorfeld der Weltumweltkonferenz im Jahr 2002 in
Johannesburg die deutsche Klimapolitik und Nachhaltigkeitsstrategie
zur Chefsache zu machen. In Anbetracht der Zusage, die schädlichen
Klimagase um 25 Prozent bis zum Jahr 2005 zu reduzieren, herrsche ein
enormer Handlungsdruck, "wenn Deutschland vor der Weltfamilie
glaubwürdig bleiben will", so Weinzierl.
    
    Dies bestätigt nach Meinung des DNR-Präsidenten auch das heute vom
Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung "Globale
Umweltveränderung" (WBGU) vorgelegte Politikpapier "Die Chance von
Johannesburg. Eckpunkte einer Verhandlungsstrategie". Darin wird
hervorgehoben, dass sich die Bundesregierung wiederholt zur Übernahme
globaler Verantwortung in der Umwelt- und Entwicklungspolitik bekannt
habe.
    
    "Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind aber ganz gewaltige
Anstrengungen im Hinblick auf eine Energie- und Verkehrswende
notwendig", betonte Weinzierl, der auch Mitglied im
Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung ist. Konkret nannte er
effektive Energiesparprogramme, die stärkere Förderung regenerativer
Energien, die Senkung des Flottenverbrauchs, das 3-Liter-Auto, die
Einführung des Tempolimits und die Fortführung der Ökosteuer als
erste geeignete Maßnahmen einer konsequenten Klimapolitik.
    
    Auf internationaler Ebene gebe es mit der Forderung nach
Einführung einer Kerosinsteuer und einer Ökologisierung der
WTO-Verhandlungen entsprechende Parameter für eine nachhaltige
Umweltpolitik . Insbesondere unterstützt Weinzierl den Vorschlag des
WBGU, eine eigenständige globale Umweltorganisation ("Global
Environmental Organization - GEO") ins Leben zu rufen. "Damit wird
eine Initiative des DNR aufgegriffen", erklärte der DNR-Präsident.
Begrüßt wird außerdem, dass der WBGU die DNR-Forderung nach einem
wirksameren internationalen Schutz der Wälder mit einem
Wälderprotokoll zur Biodiversitätskonvention in sein Papier
aufgenommen hat.
    
    Weinzierl schloss sich der Einschätzung des WBGU an, dass
Deutschland im eigenen Interesse eine Vorreiterrolle in der globalen
Nachhaltigkeitsdebatte übernehmen solle. Gefragt sei dabei, so
Weinzierl, "weltfamiliäres Denken, um die Globalisierung durch
weniger verletzliche dezentrale Strukturen zu ergänzen und um weitere
Verteilungskämpfe im Nord-Süd-Verhältnis zu vermeiden."
    
    Christoph Markl-Meider, Deutscher Naturschutzring Presse
    
ots Originaltext: Deutscher Naturschutzring (DNR)
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94344 Wiesenfelden,
Tel. 0 99 66-7 77
Fax 0 99 66-4 90

Generalsekretär Helmut Röscheisen
Am Michaelshof 8-10
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