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Der Tagesspiegel: Bahn will eine halbe Milliarde Euro in Hamburg investieren Umzug soll auch Stellenabbau ermöglichen - Aufsichtsrat rechnet mit Umzug

    Berlin (ots) - Die Deutsche Bahn will sich beim geplanten Umzug ihrer Zentrale auf Investitionen in Hamburg in Höhe von einer halben Milliarde Euro verpflichten. Dies geht nach Informationen des "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe) aus dem Entwurf einer Vereinbarung zwischen der Bahn und der Hansestadt hervor. Das Geld werde auch in den Neubau einer Zentrale fließen. Die Hansestadt werde der Bahn erst die Beteiligungen an der Hamburger Hochbahn und an der größten Hafengesellschaft HHLA anbieten, wenn die Umzugsentscheidung gefallen und die Investitionen zugesagt seien. Die Bahn hoffe, bei dem Umzug auch den ohnehin angestrebten Stellenabbau leichter verwirklichen zu können.

    Der Aufsichtsrat der Bahn will sich am 7. Dezember mit dem Thema beschäftigen. Widerstand gegen den Umzug ist nicht zu erwarten, da er in dem Gremium nicht als zustimmungspflichtig angesehen wird. "Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass es nach Hamburg geht", hieß es in Aufsichtsratskreisen. Der Chef des Gremiums, Werner Müller, sei seit etwa 14 Tagen in die Pläne eingeweiht.

    Von anderer Stelle in dem Unternehmen hieß es, das persönliche Verhältnis zwischen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit sei Mitursache der Entscheidung. "Mehdorn und Wowereit schenken sich nichts und sind in tiefster Abneigung einander zugetan." Dass die Umzugspläne am vergangenen Freitag bekannt wurden, sei kein Zufall gewesen. Der Abend des Bundespresseballs am Vortag des SPD-Landesparteitags in Berlin sei mit Blick auf Wowereit gewählt worden.

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