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21.11.2018 – 10:30

Deutscher Zukunftspreis

Nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2018
Neuer Pharma-Stern an traditonellem Standort

Berlin-München (ots)

Knochenmarkstransplantationen sind komplexe medizinische Eingriffe, aber auch noch in der Zeit danach drohen dem Patienten Gefahren. Speziell ein Virus hat für Betroffene oft tödliche Folgen. Nicht nur für sie dürfte eine Entwicklung von höchster Bedeutung sein, die jetzt für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden ist.

Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff und Dr. Holger Zimmermann und ihrem Team ist es gelungen, erstmals einen Wirkstoff zu identifizieren, der effektiv vor dem Cytomegalie-Virus schützt. In einem in Wuppertal gegründeten Unternehmen entwickelten sie ein Medikament, das neue Perspektiven in der Transplantationsmedizin erschließt.

Für Patienten mit Blutkrebs ist die Transplantation von Knochenmark oft eine letzte Hoffnung. Damit die Krebszellen zerstört werden, vernichten die Ärzte das körpereigene Knochenmark, damit vorübergehend auch die Immunabwehr. Das ist ein gefundenes Fressen für Cytomegalie-Viren: Die Erreger sind weitverbreitet, jeder Zweite kann Träger sein, meist werden sie vom Immunsystem in Schach gehalten. Sind die Abwehrkräfte aber geschwächt, können diese Viren zu schweren Infektionen oder zum bis zum Tod führen. Bisherige Arzneimittel haben starke Nebenwirkungen und können auch nicht zum vorbeugenden Schutz eingesetzt werden.

Diesen ermöglicht das innovative Medikament zum ersten Mal. Der darin enthaltene Wirkstoff "Letermovir" wirkt nach einem völlig neuen Prinzip: Er greift eine Struktur des Virus an, für die es im menschlichen Körper kein Pendant gibt. Das verhindert Nebenwirkungen und macht das Mittel gut verträglich. Weil der Wirkstoff das Virus direkt attackiert, kann er eine Infektion verhindern.

Zugelassen bei Knochenmarkstransplantationen ist das Medikament in vielen Ländern bereits. Für Empfänger von Knochenmark ist es das einzige vorbeugend wirksame Medikament. Sein Potenzial ist groß, da die Zahl der Knochenmarkstransplantationen stetig steigt. Weitere Anwendungen können folgen, so für AIDS-Patienten, Neugeborene, Empfänger anderer Spenderorgane und bei weiteren Bedingungen, bei denen das Immunsystem geschwächt ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet am 28.November eines der insgesamt drei nominierten Teams mit dem Deutschen Zukunftspreis 2018 aus. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert. Die festliche Preisverleihung ist per Livestream ab 18.00 Uhr, im ZDF ab 22.15 Uhr zu verfolgen.

Videoimpressionen der Projekte, Podcast-, Text- und Bildmaterial zu den Nominierungen unter: www.deutscher-zukunftspreis.de oder auch www.facebook.com/deutscher.zukunftspreis

Pressekontakt:

Büro Deutscher Zukunftspreis
Dr. Christiane A. Pudenz
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Tel. 089-30703444
info@deutscher-zukunftspreis.de
www.deutscher-zukunftspreis.de
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