Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauindustrie weist Bahnvorwürfe zurück

    Berlin (ots) -
    
    - Nachträge berechtigt! Vorwurf des Abkassierens haltlos!
    - Genehmigungs- und Ausführungsplanung verbessern!
    - Scheinwettbewerbe beenden!
    
    "Die deutsche Bauindustrie weist alle Vorwürfe, die Bauunternehmen
wollten über ungerechtfertigte Nachforderungen die Bahn und damit
letztlich die Steuerzahler abkassieren, als haltlos zurück." Mit
diesen Worten reagierte heute in Berlin der Hauptgeschäftsführer des
Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, auf
einen Beitrag des Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG, Hartmut
Mehdorn, in der neuesten Ausgabe der "Bahnzeit", der bahneigenen
Mitarbeiterzeitschrift. Statt die Bauunternehmen als "Abkassierer" zu
diffamieren, sollte die Deutsche Bahn AG all ihre Kraft darauf
verwenden, die Ursachen für die "Nachtragsexplosion" zu beseitigen.
Knipper: "Wenn die Bahn nicht in der Lage ist, qualifizierte
Planungsunterlagen vorzulegen, dann darf sie sich später nicht
beklagen, wenn die Firmen Nachträge schreiben, ja schreiben müssen.
Die Bahn muss endlich ihre in den letzten Jahren durch Personalabbau
verlorengegangene Bauherrenkompetenz zurückgewinnen. Im Übrigen muss
die Vergabe zu Dumping-Preisen ein Ende haben."
    
    Auch den Vorwurf, die DB AG organisiere Scheinwettbewerbe zu
Lasten des bauindustriellen Mittelstandes, werde die deutsche
Bauindustrie nicht zurücknehmen, erklärte Knipper. Nach wie vor gebe
es viele Hinweise, dass die Bahn Aufträge lediglich zur Ermittlung
von Marktpreisen ausschreibe, den Auftrag aber im Rahmen eines
sogenannten "Last-Call-Verfahrens" an eigene Tocherfirmen vergebe.
Der Hauptverband prüfe derzeit alle Vergabeverfahren, in denen
Bahnbaubetriebe "abgeschlagen auf hinteren Plätzen gelandet" seien,
den Auftrag aber dennoch erhalten hätten. Knipper: "Diese unhaltbare
Vergabepraxis muss so schnell wie möglich abgestellt werden. Am
besten durch Privatisierung der Bahnbaubetriebe. Schließlich ist die
DB AG ein Verkehrsunternehmen und kein Bauunternehmen."
    
    Im Kampf gegen die Korruption sagt die Bauindustrie Bahnchef
Mehdorn jedoch "volle Unterstützung" zu. Auch die Bauindustrie sei
daran interessiert, dass kriminelle Machenschaften aufgedeckt und
geahndet werden. Dennoch sei es falsch, erst dann zu reagieren, wenn
"das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist". Die beste Prävention
sei immer noch die Vergabe der Aufträge nach VOB - und zwar mit
förmlichem Eröffnungstermin und ohne die Intransparenz eines
Verhandlungsverfahrens. Knipper: "Korruption ist nicht nur ein
unentschuldbarer Rechtsbruch; es schädigt auch die vielen seriösen
Anbieter am Markt!"
    
    
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