Deutsche Umwelthilfe e.V.

BUND, Deutsche Umwelthilfe und HOLZABSATZFONDS : Jetzt mehr mit Holz heizen
Orkan Lothar als Chance für den Ausbau der regenerativen Energieversorgung nutzen

    Stuttgart (ots) - Gemeinsam machen sich Naturschützer und
Forstwirtschaft für die verstärkte energetische Nutzung von Holz
stark. In modernen Holzheizungen könnten die riesigen Mengen an
Bruchholz, welche Orkan Lothar in den baden-württembergischen Wäldern
hinterließ, klimaneutral und emissionsarm verfeuert werden . "Lothar
bietet eine riesige Chance für den Ausbau der regenerativen
Energieversorgung in Baden-Württemberg", erklärte Hans-Christoph
Neidlein, BUND-Projektleiter Heimisches Holz. Wenn von dem Sturmholz
nur zehn Prozent energetisch genutzt würden, ersetze dies 80
Millionen Liter Heizöl.
    
    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die
Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der HOLZABSATZFONDS stellten nun ein
neue Informationsbroschüre "Energie aus lebendigen Wäldern" vor.
"Wir  wollen hiermit einen Beitrag zur verstärkten Aufklärung über
die Vorteile des Heizens mit Holz leisten",  betonte Jörg
Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der DUH. Chancen für eine
vermehrte Holznutzung sehen die Naturschützer und die Forstwirschaft
vor allem im kommunalen Bereich. Mit Hackschnitzel-Feuerungsanlagen
können in vielen Fällen größere öffentliche Gebäude und angrenzende
Wohngebiete beheizt oder gar mit Strom versorgt werden.
    
    Auch sei zu prüfen, inwieweit landeseigene Einrichtungen auf
Holzfeuerung umgestellt werden können. Moderne Holzöfen sind keine
Dreckschleudern mehr. Denn die Verbrennungstechnik ist ständig
verbessert worden.  BUND und DUH fordern deshalb, daß Holzheizungen
von kommunalen Verbrennungsverboten in Baugebieten befreit werden.
"Baden-Württemberg muss in Sachen Holzenergie das Musterländle in
Mitteleuropa werden",  erklärte Neidlein.  Dies schaffe Arbeitsplätze
und schone die Umwelt.  Das Förderprogramm Holzenergie der
Landesregierung sei hierfür ein erster wichtiger Schritt, dem nun
weitere folgen müßten.
    
    Voraussetzung für eine verstärkte Holznutzung ist nach Ansicht der
Naturschützer jedoch eine bodenschonende Holzernte sowie die
Förderung eines naturnäheren Waldaufbaus. Auch dürfen die Wälder
nicht total leergeräumt werden. Es muss ausreichend stehendes und
liegendes Totholz im Wald bleiben, damit seltene Pflanzen- und
Tierarten wie der Schwarzstorch oder die Wildkatze wieder eine Chance
haben.
    
ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe
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Für Rückfragen:

- Hans-Christoph Neidlein, BUND-Landesverband B.W., T.07732/150721,
Mobil: 0170 8338580
- Jörg Dürr-Pucher, Deutsche Umwelthilfe, T. 07732/999515, Mobil:
0171 5850813
- Claudia Körber-Ziemer, HOLZABATZFONDS, T. 0228/3083817

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