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BÜRGEL Wirtschaftsinformationen: 2002 startet mit neuem Insolvenzrekord
Chance auf "Re-Start" durch Insolvenz

    Hamburg (ots) - Bereits im ersten Vierteljahr 2002 wurden in
Deutschland 7.710 Insolvenzverfahren eröffnet. Bürgel
Wirtschaftsinformationen, Hamburg,  schätzt daher die Höhe der in den
ersten drei Monaten beantragten Insolvenzen auf etwa 14.500. "Seit
der Einführung des novellierten Insolvenzrechts Anfang 1999 pendelte
sich der Anteil der eröffneten Insolvenzverfahren an allen Anträgen
auf rund 45 Prozent ein", sagt Dr. Tilman Bettendorf, Geschäftsführer
der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Im Jahr 2001 wurden von den 32.278
Unternehmensinsolvenzen 15.262 (47,3 %) in ein ordentliches Verfahren
überführt, während 57,3 % (17.016) der Insolvenzanträge mangels Masse
abgelehnt werden mussten.
    
    "Derzeit erleben wir die konjunkturelle Talsohle der Insolvenzen.
Diese Entwicklung deutete sich bespielsweise im Bereich e-Commerce
bereits im vergangenen Jahr an. Der Trend wird im Laufe des Jahres
abflachen, wir rechnen allerdings insgesamt für dieses Jahr mit rund
43.500 Firmeninsolvenzen."Dass nicht jede Pleite sofort das endgültig
Aus bedeutet, zeigt die derzeitige Diskussion, die die vielfältigen
Möglichkeiten und die Vorteile des geltenden Insolvenzrechts in den
Vordergrund rückt.
    
    "Ziel der Insolvenzrechts-Novelle war es, Unternehmen zu sanieren
statt nur zu liquidieren." So verlagert das Recht die Möglichkeit des
Insolvenzantrags auf einen früheren  Zeitpunkt: Konnte bis dahin ein
Insolvenzverfahren erst beantragt werden, wenn die
Zahlungsunfähigkeit feststand, ist dies seit 1999 schon bei
"drohender Zahlungsunfähigkeit" möglich. In der Regel verfügt auch
ein angeschlagenes Unternehmen dann noch über genügend Kapital für
ein ordentliches Verfahren.
    
    "Betriebswirtschaftlich bedingte Insolvenzen haben die größte
Chance auf eine Sanierung, den Erhalt der Arbeitsplätze und einen
anschließenden Re-Start." Das Recht fördert Fortführungslösungen wie
beispielsweise die Sanierung durch Eigenverwaltung, wie im Fall der
Kirch-Media, die Bildung von Auffanggesellschaften oder den Verkauf
gesunder Unternehmensteile. Um das Unternehmen wieder fit zu machen
oder zu stabilisieren, hat der eingesetzte Insolvenzverwalter größt
möglichen Spielraum. Ungünstige Verträge können aufgelöst werden,
ertragsreiche Teile ausgegliedert, Verlustbringer stillgelegt. Das
Ziel heißt Unternehmens-Fortbestand ("going concern"). Ob nach der
"Notfall-Chirurgie" des Insolvenzverwalters tatsächlich eine
"Heilbehand-lung" möglich ist, entscheidet sich im Laufe des
Verfahrens. "Das Insolvenzrecht bietet Unternehmen gute Chancen auf
Rettung und einen anschließenden Neuanfang", sagt Bettendorf. "Ein
Konkurs sollte daher nicht als Makel, sondern als Chance auf
Gesundung eines Unternehmens betrachtet werden."
    
    Den Pressetext sowie eine pdf.-Tabelle "Insolvenzeröffnungen 1995
- 2001" finden Sie unter www.buergel.de/presseservice.html
    
    
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