Aktuelle Umfrage zeigt: Menschen mit Adipositas sind bereit für Veränderung; der Schritt zum Arzt bleibt für viele die größte Hürde
Mainz (ots)
- Neuer Optimismus: Repräsentative Civey-Daten zeigen, dass 58 Prozent der Menschen mit Adipositas jeden Tag als eine neue Chance für positive Veränderung sehen - und widerlegen damit gängige Vorurteile über fehlende Motivation zur aktiven Gewichtsabnahme.
- Die Hürde: 21 Prozent der Betroffenen haben noch nie mit einem Arzt oder einer Ärztin über ihr Gewicht gesprochen - und mehr als die Hälfte fühlt sich schlecht über moderne Behandlungsmöglichkeiten informiert.
- Der Wunsch: Betroffene fordern ganzheitliche ärztliche Unterstützung für mehr Lebensqualität - ob in der Praxis oder online.
Menschen mit Adipositas in Deutschland zeigen eine deutlich höhere Motivation zur aktiven Gewichtsabnahme, als es gängige Vorurteile vermuten lassen. Laut einer aktuellen, repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Novo Nordisk starten ca. 58 Prozent der Befragten optimistisch in den Tag und sehen ihn als neue Chance auf positive Veränderung. Gleichzeitig bleibt der Schritt in die ärztliche Versorgung für viele eine zentrale Hürde: Jede fünfte Person mit Adipositas (ca. 21 Prozent) hat noch nie mit einem Arzt oder einer Ärztin über das eigene Gewicht gesprochen. Und selbst unter den Betroffenen in ärztlicher Behandlung fühlt sich mehr als die Hälfte (52 Prozent) schlecht über moderne Behandlungsmöglichkeiten informiert. Die Ergebnisse machen deutlich: Veränderungsbereitschaft ist da - entscheidend ist, dass Betroffene passende Unterstützung finden.
Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Adipositas[1] - für sie ist der Weg zu einem gesünderen Leben körperlich und mental eine enorme Herausforderung. Die Umfrage zeigt zugleich, was Betroffene mit Veränderung verbinden: Am meisten wünschen sie sich nicht nur eine Gewichtsabnahme (45 Prozent), sondern schlichtweg mehr Beweglichkeit (54 Prozent) und mehr Energie im Alltag (39 Prozent) - Veränderung heißt für sie vor allem, das Leben wieder aktiver und leichter gestalten zu können. Als größte Alltagsbremse für positive Veränderungen nennen die Befragten körperliche Beschwerden (23 Prozent). Sabrina Dulgeridis (34 J., aus Nürnberg) kennt die damit verbundene Frustration nur zu gut: "Jeden Morgen dachte ich: Heute schaffst du es! Und jeden Abend das Gefühl des Scheiterns - bis ich die richtige Unterstützung fand. Plötzlich war da Hoffnung, ein echter Weg nach vorne." Ihre Erfahrung verdeutlicht, warum gängige Zuschreibungen zu kurz greifen: Adipositas ist keine Frage von mangelnder Disziplin oder der simplen Formel "weniger essen, mehr bewegen". Die Ursachen sind komplex und stark von genetischen und biologischen Faktoren geprägt.[2]
Schweigen statt Sprechen: Wenn der erste Schritt ausbleibt
Trotz der hohen Veränderungsbereitschaft bleibt das Gespräch über das eigene Gewicht für viele schwierig. Die Umfrage zeigt: Jede fünfte Person mit Adipositas (ca. 21 Prozent) hat noch nie mit einem Arzt oder einer Ärztin über das eigene Gewicht gesprochen. Gleichzeitig fühlt sich mehr als die Hälfte der Betroffenen in ärztlicher Behandlung (52 Prozent) schlecht über moderne Behandlungsmöglichkeiten informiert. Wie persönlich die Gründe dafür sein können, beschreibt Sabrina Dulgeridis aus eigener Erfahrung: "Ich habe mich lange geschämt und mich zurückgezogen. Ich hatte Angst, nicht ernst genommen zu werden - und dachte, ich müsste mein Gewicht ganz allein in den Griff bekommen." Auch Ärztin Josefin Kirsch kennt dieses Muster aus ihrer Praxis im Rhein-Main-Gebiet: "Viele Patient:innen wissen gar nicht, dass Adipositas eine von der WHO anerkannte chronische Erkrankung ist, die eine genauso ernsthafte Behandlung verdient wie andere chronische Krankheiten. Aus Scham oder Unsicherheit ziehen sich manche zurück, statt sich Hilfe zu holen - dabei ist genau das der Moment, in dem ärztliche Unterstützung am meisten bewirken kann."
Mehr als nur Diät-Tipps: Der Wunsch nach echter Unterstützung
Ist der erste Schritt in die Arztpraxis geschafft, erhalten Betroffene häufig Empfehlungen zur Ernährungsumstellung (65 Prozent) und Bewegungssteigerung (64 Prozent). Doch bei einer chronischen Erkrankung wie Adipositas greifen reine Lebensstiländerungen oft zu kurz: 67 Prozent der Betroffenen wünschen sich mehr Unterstützung für ihre langfristige Gesundheit. Zugleich fühlt sich aktuell mehr als die Hälfte der Betroffenen (51 Prozent) schlecht über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei Adipositas informiert. Der Wunsch nach einfacherem Zugang zu Spezialist:innen (ca. 47 Prozent) unterstreicht den Bedarf. Eine moderne ärztlich begleitete Adipositastherapie basiert auf den Säulen der Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie und kann, individuell abgestimmt, um medikamentöse Optionen ergänzt werden.[3] Die Patient:innen-Plattform ÜBER-GEWICHT.DE kann Betroffenen als erste Anlaufstelle dienen, um sich zu informieren und ärztliche Hilfe zu finden.
"Es geht nicht nur um die Zahl auf der Waage"
Im Zentrum einer solchen Behandlung steht die Lebensqualität. Josefin Kirsch, approbierte Ärztin und Expertin für Adipositas und Ernährungsberatung, betont: "Genau das wollen wir mit einer ganzheitlichen Therapie erreichen. Es geht nicht nur um die Zahl auf der Waage, sondern um Lebensqualität." Adipositas ist eine von der WHO anerkannte chronische Erkrankung[4], deren komplexe Ursachen professionelle, medizinische Begleitung erfordern.[3] Ihre ganzheitliche Behandlung ist essenziell, um schwerwiegenden Begleiterkrankungen wie Typ 2 Diabetes[5] oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen[5] vorzubeugen.
Doch der Zugang zu Fachärzt:innen und Spezialist:innen ist für viele Patient:innen eine Hürde.[6,7] Scham, Selbstzweifel oder die Angst vor Stigmatisierung können den Schritt zur ärztlichen Hilfe zusätzlich erschweren. Neben klassischen Praxisbesuchen etablieren sich daher zunehmend auch telemedizinische Angebote als niedrigschwellige Ergänzung, um den Zugang zur ärztlichen Therapie zu vereinfachen und Stigmata abzubauen. Denn Therapietreue ist kein Selbstläufer - gerade bei einer chronischen Erkrankung wie Adipositas ist es wichtig, auch bei Rückschlägen am Behandlungsplan festzuhalten und sich bei Fragen direkt an den Arzt bzw. die Ärztin zu wenden, statt den Kontakt zu vermeiden. Wie wichtig dieser offene Austausch ist, weiß auch Sabrina D.: "Es gab auch Phasen, in denen es nicht so lief, wie ich es mir erhofft hatte. Aber genau dann war es wichtig, nicht aufzugeben und dranzubleiben." Anderen Betroffenen rät sie daher eindringlich: "Sprecht offen mit eurem Arzt oder eurer Ärztin, wenn Fragen oder Zweifel aufkommen - gerade dann helfen auch digitale Angebote, schnell und unkompliziert Unterstützung zu finden. Man muss diesen Weg nicht allein gehen."
Einladung an Journalist:innen zum Presse-Event
"Die Last von 17 Millionen. Adipositas erleben. Begreifen. Gemeinsam handeln."
Diskutieren Sie mit Expert:innen wie Prof. Dr. Meyhöfer (Leitung der Bereiche Klinische Forschung, Medizin und Zulassung bei Novo Nordisk Deutschland), Stefan Spieren (Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie), Susan Clever (Psychologin und Physiotherapeutin) und Tanja Marfo (Betroffene) über Versorgungsbarrieren und erleben Sie die Perspektive Betroffener in einer exklusiven Audio-Experience.
Wann & Wo: 24.09.2026, 10:00-15:00 Uhr, Hamburg
Bitte melden Sie sich bis zum 11.09.2026 unter novonordisk-obesity@bursonglobal.com an.
Über die Civey-Umfrage
Repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag von Novo Nordisk, Befragungszeitraum: 09.-30.07.2026; Grundgesamtheit: Deutsche Bundesbürger ab 18 Jahren (5.000); Personen mit einem BMI über 30 (2.000); Personen mit BMI über 30, die aufgrund ihres Gewichts einen Arzt aufgesucht haben (1.000).
Über Adipositas
Adipositas ist laut WHO eine chronische Erkrankung[4], die eine langfristige Behandlung erfordert. Bis 2035 könnte mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung unter Übergewicht oder Adipositas leiden. Das sind mehr als vier Milliarden Menschen.[8] Adipositas kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und mit einer verringerten Lebenserwartung einhergehen.[9] Adipositas-assoziierte Komorbiditäten umfassen unter anderem: Typ 2 Diabetes[4,5], Herzerkrankungen[5], das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom[10] und bestimmte Krebsarten.[5] Adipositas ist eine komplexe, multifaktorielle Krankheit, die durch genetische, physiologische, psychologische, sozioökonomische und Umweltfaktoren entstehen kann.[2] Weitere Informationen unter ÜBER-GEWICHT.DE.
Über Novo Nordisk Deutschland
Novo Nordisk ist ein weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen, das 1923 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Dänemark hat. Wir treiben Veränderungen voran mit dem Ziel, schwere chronische Krankheiten zu besiegen. Die Basis dafür bildet unsere langjährige Erfahrung in der Behandlung von Diabetes. Wir arbeiten an wissenschaftlichen Innovationen bis hin zur Heilung von Krankheiten, fördern den Zugang zu unseren Produkten für Patient:innen weltweit und engagieren uns aktiv für Prävention. Novo Nordisk beschäftigt rund 67.900 Menschen in 80 Ländern und vermarktet seine Produkte in rund 170 Ländern. Deutschlandweit sind circa 550 Mitarbeiter:innen für Novo Nordisk tätig, rund die Hälfte davon am Hauptsitz in Mainz. Weitere Informationen unter www.novonordisk.de und Novo Nordisk Deutschland - YouTube
Referenzen
1. DAG - Deutsche Adipositas Gesellschaft. Was wir tun. Verfügbar unter: https://adipositas-gesellschaft.de/dag/.
2. Wright SM, Aronne LJ. Causes of obesity. Abdom Imaging. 2012;37(5):730-732.
3. Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) e.V. S3-Leitlinie Adipositas - Prävention Und Therapie. Vol Version 5.0.; 2024.
4. World Health Organization. Obesity and Overweight Factsheet no. 311. Verfügbar unter: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs311/en/.
5. Guh DP, Zhang W, Bansback N, et al. The incidence of co-morbidities related to obesity and overweight: A systematic review and meta-analysis. BMC Public Health. 2009;9(1):88.
6. Pharma Fakten. Europa muss Adipositas endlich ernst nehmen. https://pharma-fakten.de/grafiken/europa-muss-adipositas-endlich-ernst-nehmen/.
7. DAG (Deutsche Adipositas Gesellschaft). Versorgungslücke Adipositas - Expert:innen fordern mehr Hilfen für Betroffene - Adipositas-Kongress 2022 in München gestartet. https://adipositas-gesellschaft.de/versorgungsluecke-adipositas-expertinnen-fordern-mehr-hilfen-fuer-betroffene-adipositas-kongress-2022-in-muenchen-gestartet/.
8. World Obesity Federation. World Obesity Atlas 2025. Verfügbar unter: https://data.worldobesity.org/publications/world-obesity-atlas-2025-v6.pdf.
9. Peeters A, Barendregt JJ, Willekens F, et al. Obesity in Adulthood and Its Consequences for Life Expectancy: A Life-Table Analysis. Ann Intern Med. 2003;138:24-32.
10. Gami AS, Caples SM, Somers VK. Obesity and obstructive sleep apnea. Endocrinol Metab Clin North Am. 2003;32(4):869-894.
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