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24.09.2002 – 12:03

Kinderschutz-Zentren

Hilfe für traumatisierte Kinder

    Köln (ots)

Am Mittwoch, den 25. September 2002 wird die Jugendministerin des Landes Nordrhein-Westfalen Birgit Fischer in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf das 4. Kinderschutzforum eröffnen.          Danach werden rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland ihre Arbeit aufnehmen, um Richtlinien und Handlungsstrategien für die Traumaarbeit mit Kindern zu entwickeln.          Es ist den Veranstaltern gelungen, den größten nicht-medizinischen Fachkongress zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum zu organisieren.          Mehr als 80 ReferentInnen haben das Kongressthema aufbereitet. Diese große Resonanz zeigt den Bedarf nach fachlicher Kompetenz im Umgang mit traumatisierten Kindern.          Dabei geht es den Veranstaltern nicht um die Aufarbeitung der Katastrophen der letzten Wochen. Traumaarbeit im Kinderschutz bedeutet, wesentlich komplexere Zusammenhänge zu betrachten, damit konkrete und wirksame Hilfen entwickelt werden können.          Häufig wird übersehen, dass nicht nur ein gewaltsames Ereignis bzw. Erlebnis zu einem Trauma führen kann, sondern durch eine dauerhafte Erschütterung des Grundvertrauens eines Menschen, durch Erniedrigung, Misshandlung oder Missbrauch.          Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass rund 45% der Männer und fast 68% der Frauen, die in ihrer Kindheit schwere Misshandlungen und sexuellen Missbrauch erlebt haben, unter so genannten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Bis heute wird das Ausmaß dieser Störungen verkannt und findet meistens nur in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Beachtung.          Aus Sicht der Kinderschutz-Zentren ist es jedoch dringend erforderlich, dass auch die Facheinrichtungen der Jugendhilfe - Kinderschutz-Zentren, Therapie- und Beratungseinrichtungen sowie Schulpsychologen - ihre Kompetenz in diesem wichtigen Arbeitsfeld ausweiten.          Häufig entstehen hier die ersten Kontakte mit den Hilfesuchenden.          Falsche Beratung, fehlende Kenntnis und mangelnde Kooperation der Institutionen können sich dann  zum Nachteil für die Hilfesuchenden auswirken.          Nur durch die Qualifizierung der MitarbeiterInnen und durch die Verbesserung der Netzwerkstrukturen zwischen dem medizinischen Bereich auf der einen und der Jugendhilfe auf der anderen Seite kann gesichert werden, dass die Klienten die Hilfe bekommen, die sie wirklich benötigten.          Die Kinderschutz-Zentren als Veranstalter vertreten bundesweite Einrichtungen, die an dieser Schnittstelle arbeiten. Sie  bieten Hilfen und Unterstützung durch Beratung und Therapie für schwer gewaltbelastete Kinder und deren Familien an. Jugendliche können sich auch über das Internet unter YoungAvenue.de direkt und anonym an die Kinderschutz-Zentren wenden.                 4. Kinderschutzforum 2002          Trauma und Traumafolgen -

    Ein Thema für die Jugendhilfe
        
    25.-27.09.2002
    
    Heinrich - Heine - Universität Düsseldorf
        
    Unterstützt durch:
    
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    
    und
    
    Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes
    NRW
        
    
    Nähere Informationen zum Kinderschutzforum im Internet unter
www.kinderschutz-zentren.org/kinderschutzforum
    
    
ots Originaltext: Die Kinderschutz-Zentren
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:

Die Kinderschutz-Zentren
Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer
Spichernstr. 55
50672 Köln
Tel.: 0221/569753
E-Mail: kroehnert@kinderschutz-zentren.org

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