Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM)
Staatsekretär Stefan Schnorr nimmt Gewichtskontrollstelle "Rur-Scholle-Süd" (A4) in Betrieb
Köln/Düren (ots)
Staatssekretär Stefan Schnorr hat am 30. Juli auf dem Pilotstandort Rastanlage Rur-Scholle-Süd an der A4 bei Düren eine moderne Gewichtskontrollstelle für Lkw in Betrieb genommen.
Ziel der innovativen Gewichtskontrollstelle ist der Schutz der Straßeninfrastruktur und die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Besonders der stetig zunehmende Schwerlastverkehr stellt eine erhebliche Belastung für Straßen und Brücken dar. Gebaut und betrieben werden die Gewichtskontrollstellen von der Autobahn GmbH. Genutzt werden sie vom Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) im Rahmen von Verkehrskontrollen.
Der Standort zwischen Aachen und Köln wurde gewählt, da über die A4 große Mengen des Güterverkehrs aus den Häfen von Antwerpen und Rotterdam transportiert werden. Mit Köln-Eifeltor befindet sich zudem Deutschlands größter Container-Güterbahnhof in unmittelbarer Nähe.
Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr: "Dieses innovative Pilotprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Infrastruktur und der Sicherheit unserer Autobahnen, insbesondere der Brücken. Mit den digitalen Lkw-Gewichtskontrollstellen haben wir ein wirksames Instrument, um die Kontrollen gezielter, schneller und mit weniger Eingriffen in den Verkehrsfluss durchzuführen. Diese Anlage ist die erste von insgesamt 16 Anlagen, die in den nächsten Jahren deutschlandweit errichtet werden."
Christian Hoffmann, Präsident des BALM: "Die neuen Gewichtskontrollstellen tragen unmittelbar zur Verkehrssicherheit bei, sie sichern die nachhaltige Nutzung unserer Straßeninfrastruktur und sie sorgen für Wettbewerbsgerechtigkeit, da entsprechende Verstöße systematisch aufgedeckt und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben mit Nachdruck eingefordert werden."
Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes: "Die neue Gewichtskontrollstelle wurde von der Autobahn GmbH geplant und gebaut, weil es unser gesetzlicher Auftrag ist, unsere Verkehrsinfrastruktur mit größtmöglicher Sicherheit zu betreiben. Wir können damit künftig noch effizienter und umfangreicher als zuvor den Schwerverkehr überprüfen und überladene sowie falsch beladene Fahrzeuge identifizieren. Langfristig wird es ein bundesweites Netz solcher Gewichtskontrollstellen geben.".
Die neuen Gewichtskontrollstellen detektieren bereits im fließenden Verkehr die Achslasten und Gesamtgewichte von Fahrzeugen durch die Überfahrt der in den Fahrspuren verbauten Sensorik. Verdachtsauffällige Fahrzeuge werden dann mit Hilfe telematischer Technik auf den nachfolgenden Kontrollplatz ausgeleitet und weitere Kontrollmaßnahmen beginnen. Durch die langsame Überfahrt über eine Wiegespur erfolgt eine gerichtsfeste Nachverwiegung, deren Wiegeergebnis dokumentiert wird. Im Falle einer Überladung leitet das BALM ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und der Lkw muss sein Frachtgut abladen, bevor er die Weiterfahrt antreten darf.
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