Oswald Transportgeräte setzt auf kurze Hubwagen für den Lkw
Nicht jede Lieferung endet an einer perfekt ausgestatteten Laderampe. Gerade bei Direktbelieferungen, auf Baustellen oder bei der Belieferung von Gastronomie, Bäckereien und Getränkemärkten fehlen vor Ort häufig geeignete Flurförderzeuge oder Personal für die Entladung. OSWALD Transportgeräte sieht deshalb einen zunehmenden Bedarf an kompakten Hubwagen, die direkt im Lkw mitgeführt werden können. Mit Modellen mit Gabellängen zwischen 600 und 900 Millimetern bietet das Unternehmen eine Alternative zum klassischen Standard-Hubwagen mit 1.150-Millimeter-Gabel.
600 statt 1.150 Millimeter Gabellänge: Kurze Hubwagen sollen Lieferfahrzeuge unabhängiger von der Ausstattung an der Entladestelle machen
Bad Nenndorf. Nicht jede Lieferung endet an einer perfekt ausgestatteten Laderampe. Gerade bei Direktbelieferungen, auf Baustellen oder bei der Belieferung von Gastronomie, Bäckereien und Getränkemärkten fehlen vor Ort häufig geeignete Flurförderzeuge oder Personal für die Entladung. OSWALD Transportgeräte sieht deshalb einen zunehmenden Bedarf an kompakten Hubwagen, die direkt im Lkw mitgeführt werden können. Mit Modellen mit Gabellängen zwischen 600 und 900 Millimetern bietet das Unternehmen eine Alternative zum klassischen Standard-Hubwagen mit 1.150-Millimeter-Gabel.
Der Vorteil zeigt sich vor allem dort, wo wenig Platz zur Verfügung steht. Ein klassischer Hubwagen benötigt beim Rangieren entsprechend viel Bewegungsraum. Auf einer Lkw-Ladefläche oder in einem engen Kofferaufbau kann das zum Problem werden: Der Wendekreis ist groß, die Palette lässt sich teilweise nur schwer ausrichten und die langen Gabelzinken benötigen zusätzlichen Platz.
Kurze Hubwagen setzen genau hier an. Mit 600, 800 oder 900 Millimeter langen Gabeln lassen sie sich auf begrenztem Raum leichter manövrieren. OSWALD Transportgeräte führt inzwischen verschiedene Modelle dieser Bauart. Das besonders kompakte Modell HU6S verfügt beispielsweise über eine Gabellänge von lediglich 600 Millimetern, eine Tragkraft von bis zu 2.500 Kilogramm und ein Eigengewicht von 56,8 Kilogramm.
Hubwagen wird Teil der Fahrzeugausstattung
Aus Sicht von OSWALD Transportgeräte verändert sich damit auch die Rolle des Hubwagens. Statt ausschließlich zur Ausstattung eines Lagers zu gehören, kann ein kompaktes Modell als Arbeitsgerät direkt im Lieferfahrzeug mitgeführt werden.
„Wer einen eigenen Hubwagen im Fahrzeug hat, ist bei der Anlieferung deutlich weniger davon abhängig, welche Bedingungen er vor Ort vorfindet“, sagt Christian Oswald, Geschäftsführer der OSWALD Transportgeräte GmbH. „Gerade bei Direktlieferungen kostet es Zeit, wenn zunächst ein Hubwagen oder Stapler organisiert werden muss oder niemand an der Entladestelle verfügbar ist. Wir sehen deshalb großes Potenzial in kompakten Modellen, die zur festen Fahrzeugausstattung werden.“
Das betrifft insbesondere Lieferverkehre mit vielen unterschiedlichen Entladestellen. Baustellen verfügen beispielsweise nicht zwangsläufig über eine Rampe oder geeignete Flurfördertechnik. Ähnliches gilt für kleinere Handels-, Gastronomie- oder Handwerksbetriebe. Bei Lieferungen außerhalb regulärer Öffnungs- oder Personalzeiten kann die eigene Transporttechnik ebenfalls von Vorteil sein.
600 Millimeter statt Standardlänge
Entscheidend ist dabei nicht allein die Tragkraft, sondern die Dimensionierung für den jeweiligen Einsatzzweck. Während Standard-Hubwagen typischerweise mit langen Gabelzinken für klassische Europaletten ausgelegt sind, steht bei den kompakten Modellen die Manövrierfähigkeit im Vordergrund.
OSWALD bietet aktuell kurze Hubwagen unter anderem mit 600, 800 und 900 Millimeter Gabellänge und Tragfähigkeiten von bis zu 2,5 Tonnen an.
Die verkürzten Gabeln bedeuten allerdings auch, dass die Last passend aufgenommen und korrekt positioniert werden muss. Insbesondere bei Europaletten ist darauf zu achten, dass die kürzeren Gabelzinken die Palette nicht vollständig unterfahren. Der Einsatzbereich sollte deshalb vorab auf Palette, Last und Arbeitsumgebung abgestimmt werden.
„Kürzer ist nicht automatisch für jede Anwendung besser“, betont Oswald. „Entscheidend ist, dass Hubwagen, Palette und Einsatzbereich zusammenpassen. Auf einer engen Ladefläche können 600 oder 800 Millimeter jedoch einen erheblichen Unterschied bei der Manövrierfähigkeit machen.“
Weniger Abhängigkeit an der letzten Entladestelle
Der Trend zu kompakter Transporttechnik fügt sich für OSWALD in eine größere Entwicklung der Logistik ein: Warenströme werden kleinteiliger und Lieferketten reichen zunehmend direkt bis zum gewerblichen Endkunden oder zur Baustelle. Damit wächst die Zahl der Entladestellen, die nicht über die Infrastruktur eines klassischen Logistikzentrums verfügen.
Für Fahrer und Lieferunternehmen wird die Frage, wie die Ware die letzten Meter vom Fahrzeug zum Empfänger zurücklegt, damit zunehmend relevant. Ein kompakter Hubwagen an Bord kann dabei eine vergleichsweise einfache Lösung sein: Er benötigt wenig Platz im Fahrzeug und steht unabhängig von der Infrastruktur am Zielort zur Verfügung.
Weitere Infos: www.hubwagen.de
Sandra Eichner
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