Marke Fehmarn wird neu gedacht: Tourismus-Service Fehmarn entwickelt zukunftsweisende Markenstrategie
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Marke Fehmarn wird neu gedacht: Tourismus-Service Fehmarn entwickelt zukunftsweisende Markenstrategie
Fehmarn, 17. Juni 2026 – Der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) arbeitet derzeit intensiv an einer neuen Markenstrategie für die Insel. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren hat sich die Hamburger Agentur Going Places im Wettbewerb um die Weiterentwicklung der Marke Fehmarn durchgesetzt. Ziel ist es, die Insel für die Herausforderungen und Chancen eines sich wandelnden Tourismusmarktes zukunftsfähig aufzustellen. Grundlage sind neben dem neuen Tourismusentwicklungskonzept (TEK) auch intensive Gespräche mit Fehmaranerinnen und Fehmaranern.
In enger Zusammenarbeitet zwischen dem Tourismus-Service Fehmarn und der Agentur Going Places wird aktuell eine neue Markenstrategie für die Insel entwickelt. Going Places erarbeitet den Markenprozess strategisch und kreativ: von Marken- und Marketingstrategie über Claim, Tonalität, visuelle Leitplanken und neues Erscheinungsbild bis zur Vorbereitung der Implementierung. Das bisherige Logo mit dem Slogan „Fehmarn – im meer mittendrin!“ wird abgelöst.
„Mit dem Tourismusentwicklungskonzept haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen und die touristische Zukunft Fehmarns strategisch ausgerichtet. Die Markenentwicklung ist ein wesentlicher Baustein dieser Gesamtstrategie. Dank der umfangreichen Vorarbeit im Rahmen des TEK konnten wir nun auf einer fundierten Basis aufbauen und die Marke konsequent weiterdenken“, so Tourismusdirektor Oliver Behncke.
Die Entwicklung der neuen Marke erfolgt dabei bewusst aus der Insel heraus.
Berücksichtigung verschiedener Wahrnehmungen der Insel
In einem gemeinsamen Workshop von Project M und Going Places wurden zentrale Erkenntnisse gebündelt und weiterentwickelt. Aufbauend darauf analysierte Going Places im ersten Schritt des Markenprozesses sowohl den bisherigen Markenauftritt des TSF als auch die Positionierung relevanter Wettbewerber. Dafür kamen moderne Analyse- und Beteiligungsmethoden zum Einsatz: Es wurden öffentlich zugängliche Daten aus Gesprächen, Trends und Meinungen über Fehmarn in sozialen Medien und weiteren Online-Kanälen ausgewertet. Ergänzend führte Going Places strukturierte Gespräche mit Menschen, die Fehmarn prägen – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Wassersport, Camping, Hotellerie, Freizeitwirtschaft, Gastronomie, Beherbergung, Landwirtschaft, Kultur und Inselgesellschaft. In diesen Gesprächen wurden zentrale Annahmen zur künftigen Markenrichtung kritisch gespiegelt und geschärft.
I nterviews mit den Menschen vor Ort
Grundlage der Markenentwicklung sind neben dem TEK auch intensive Gespräche mit den Menschen, die Fehmarn prägen und gestalten. Insgesamt wurden 32 Fehmaranerinnen und Fehmaraner interviewt – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Wassersport, Camping, Hotellerie, Freizeitwirtschaft, Gastronomie, Beherbergung etc.
„Wir entwickeln keine Marke über Fehmarn, sondern aus Fehmarn heraus. Unsere Analyse und die Gespräche auf der Insel zeigen, wo die wirklichen Stärken liegen: im Draußensein, in Wind, Wasser, Wegen, Höfen und den Menschen, die Fehmarn prägen. Daraus entsteht eine Markenlogik, die Fehmarn klarer, digital sichtbarer und wiedererkennbarer macht,“ so Jürgen Rahlff-Lindner, federführender Marken- und Marketingstratege im Fehmarn-Projektteam von Going Places.
Klare Positionierung für eine neue Zeit
Die Rahmenbedingungen für touristische Destinationen haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Gesellschaftliche Entwicklungen, die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, steigende Mobilitätskosten, neue Reisegewohnheiten sowie die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern Erwartungen und Entscheidungsprozesse von Gästen nachhaltig.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die neue Markenstrategie das Ziel, Fehmarn im Wettbewerb der Destinationen klarer zu positionieren, das Profil der Insel deutlich zu schärfen und eine unverwechselbare Rolle einzunehmen.
„Eine Marke ist weit mehr als ein Logo oder ein Slogan. Sie beschreibt, wofür eine Destination steht und welchen Platz sie in den Köpfen der Menschen einnimmt. Fehmarns Stärke liegt nicht in einem einzelnen Motiv, sondern in der Möglichkeit, draußen auf viele unterschiedliche Arten aktiv zu sein, zur Ruhe zu kommen und die Insel im eigenen Rhythmus zu erleben. Genau dieses Profil wollen wir künftig klarer und wiedererkennbarer herausarbeiten. Insel und Sonne allein reichen heute nicht mehr aus, um sich nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben“, so Almut Wiemold, Marketingleitung beim Tourismus-Service Fehmarn.
Auch die Wettbewerbsanalyse habe gezeigt, dass gerade eine präzise Positionierung entscheidend sei. „Im Verlauf des Prozesses wurde deutlich, dass Fehmarn die Chance hat, eine klare Nische zu besetzen, die bislang in dieser Form kaum besetzt ist. Daraus entsteht die Möglichkeit, sich stärker zu profilieren und von anderen Destinationen abzugrenzen“, so Almut Wiemold weiter.
Grundlage für die künftige Marketingstrategie
Die Ergebnisse der Markenstrategie bilden künftig die Grundlage für die Weiterentwicklung der touristischen Kommunikation sowie der Marketingstrategie des Tourismus-Service Fehmarn. Ziel ist es, die Stärken der Insel authentisch sichtbar zu machen und Fehmarn langfristig erfolgreich im touristischen Wettbewerb zu positionieren. Im nächsten Schritt werden Claim, Tonalität, visuelle Leitplanken und das neue Erscheinungsbild entwickelt. Erste Ergebnisse sollen im Laufe des Sommers vorgestellt werden.
Fehmarn lockt jährlich etwa 420.000 Touristen mit fast 3 Millionen Übernachtungen zu einem Urlaub auf die Sonneninsel in der Ostsee. Der 78 Kilometer lange Küstenstreifen wird von feinen Sandstränden sowie von Naturstränden, Binnenseen und Steilküsten gesäumt. Das Landesinnere lädt mit seinen weitläufigen Wiesen und Feldern zu ausgiebigen Spaziergängen und Fahrradtouren ein. Mit einer Fläche von 185 Quadratkilometern ist Fehmarn die drittgrößte Insel Deutschlands und gehört als einzige der Ostseeinseln zum Bundesland Schleswig-Holstein. Das Wahrzeichen der Insel – die Fehmarnsundbrücke – verbindet seit 1963 den Süden Fehmarns mit dem schleswig-holsteinischen Festland und ist somit Teil der „Vogelfluglinie“, der direkten Verkehrsverbindung zwischen den Großräumen Kopenhagen und Hamburg. Ergänzt wird diese durch eine 19 Kilometer lange Fährverbindung von Puttgarden im Norden Fehmarns bis ins dänische Rødby. Seit Sommer 2020 entsteht im Fehmarnbelt der längste Absenktunnel der Welt, der den Norden Fehmarns mit der dänischen Insel Lolland verbindet. Die Fertigstellung ist für 2029 geplant. Sportliche Aktivitäten, familienfreundliche Freizeitbeschäftigungen sowie etablierte Veranstaltungen zeichnen Fehmarn aus.
Der Tourismus-Service Fehmarn ist ein Eigenbetrieb der Stadt Fehmarn und der größte und wichtigste touristische Dienstleister auf der Insel. Die rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich aktiv um Gäste, Einheimische und die lokale (Tourismus-)Wirtschaft und entwickeln, gestalten und verwalten so die Zukunft von Fehmarn als einzigartige Urlaubsinsel. So versteht sich der Tourismus-Service Fehmarn als „Urlaubsmacher“ für seine Gäste, als „Inselförderer“ für Partner und die lokale Wirtschaft und als „Ideenentwickler“ für eine erfolgreiche touristische Zukunft der Insel Fehmarn.
Tourismus-Service Fehmarn Zur Strandpromenade 4 23769 Fehmarn Tel. 04371/506-300 Fax 04371/506-390 www.fehmarn.de info@fehmarn.de
Der Tourismus-Service Fehmarn ist ein Eigenbetrieb der Stadt Fehmarn nach der schleswig-holsteinischen Landesverordnung über Eigenbetrieb der Gemeinden (Eigenbetriebsverordnung - EigVO). Gesetzlicher Vertreter der Stadt Fehmarn ist Bürgermeister Jörg Weber; Werkleiter: Oliver Behncke; USt.-Nr. 22 299 06264 Finanzamt Lübeck