Verband der Chemischen Industrie e.V. Baden-Württemberg
VCI-Studie untersucht CCU-Technologien für den Mittelstand
Sehr geehrte Damen und Herren,
CCU ist kein Zukunftsthema – sondern ein strategisches Handlungsfeld für den industriellen Mittelstand. Mit der neuen Studie „CCU-Technologien: Status quo und Zukunftsperspektiven“ möchten wir als Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) zeigen, wie Carbon Capture and Utilization (CCU) konkret und für den Mittelstand umgesetzt werden könnte. Die Studie hat zum Ziel, praxisnahe CCU-Technologien zu identifizieren und deren Potenzial realistisch einzuordnen.
Die Studie, durchgeführt vom THINKTANK Industrielle Ressourcenstrategien, setzt genau hier an – und nimmt eine differenzierte Perspektive ein. Ziel war es, jene CCU-Verfahren zu identifizieren, die mittel- bis langfristig einen realistischen Beitrag zur Transformation der Chemie- und Pharmaindustrie leisten können.
Mehr dazu in der nachfolgenden Medieninformationen.
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Klimaschutz durch Innovation ermöglichen: VCI Baden-Württemberg veröffentlicht Studie zur CO2-Nutzung für den industriellen Mittelstand
Der VCI Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr eine Studie zu Carbon Capture and Utilization (CCU) in Auftrag gegeben, mit der das Potenzial dieser Technologie insbesondere für den Einsatz mittelständischer Betriebe der chemisch-pharmazeutischen Industrie beleuchtet werden soll. Gemeinsam mit dem ThinkTank Industrielle Ressourcenstrategien, der die Studie durchgeführt hat, hat der Verband die Studie nun veröffentlicht.
Unter dem Titel „CCU-Technologien: Status quo und Zukunftsperspektiven“ werden insbesondere Lösungen untersucht, die dezentral einsetzbar sowie regional integrierbar sind und ohne spezialisierte Wasserstoff-Infrastruktur auskommen. Denn genau hier liegt für mittelständische Unternehmen bislang häufig ein zentrales Hemmnis.
„Die Studie liefert eine Einordnung von CCU-Optionen aus mittelständischer Perspektive und schließt dadurch eine Lücke in der bisherigen Diskussion. Es wird deutlich, wo kurz- und mittelfristig Marktchancen möglich sind und welche Innovationspotenziale sich entlang regionaler Wertschöpfungsketten erschließen lassen“, erläutert der Hauptgeschäftsführer des VCI Baden-Württemberg André Olveira-Lenz das Projekt und kommt zum Schluss: „Die zentrale Botschaft lautet, dass CCU kein weit entferntes Zukunftsthema ist, sondern ein strategisches Handlungsfeld der Gegenwart – insbesondere für den industriellen Mittelstand.“
Auf Basis von KI-gestützten Technologierecherchen in Fachliteratur und Patenten sowie der intensiven Einbindung von Experten identifiziert die Studie neun prioritäre Technologiepfade, die biologische, elektro- und photochemische sowie mineralische und thermochemische Verfahren abdecken. Überraschend dabei ist, dass viele der ermittelten Lösungen gänzlich ohne Wasserstoff auskommen und somit für den Mittelstand besonders kurzfristig realisierbare Einstiegspfade darstellen.
Mehr als die Hälfte der priorisierten Technologien weisen zudem bereits heute einen hohen Technologiereifegrad auf, sodass Prototypen in realer Einsatzumgebung existieren. Welche spezifischen Verfahren das sind und wie sie im Detail funktionieren, wird in übersichtlichen Steckbriefen für die Praxis beleuchtet.
Die Studie downloaden
Die vollständige Studie „CCU-Technologien: Status Quo und Zukunftsperspektiven“ steht ab sofort auf der Webseite des VCI Baden-Württemberg zum Download bereit:
Studie „CCU-Technologien: Status quo und Zukunftsperspektiven“
Über den THINKTANK Industrielle Ressourcenstrategien
Der THINKTANK Industrielle Ressourcenstrategien berät Politik und Industrie in zentralen Fragen der Ressourceneffizienz, -nutzung und -politik. Seine Kernaufgabe besteht darin, wissenschaftlich fundierte Informationen für Entscheidungsträger bereitzustellen. Dabei liefert er offene, objektive und neutrale Analysen, die faktenbasierte Entscheidungen unterstützen.
Ziel ist dabei, das produzierende Gewerbe und den Industrialisierungsgrad in Deutschland zu erhalten, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit den Wirtschaftsstandort zu stärken und neue Märkte zu erschließen. Dies geschieht im Einklang mit den gesellschaftlichen Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit, indem er zur Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum beiträgt.
Über den VCI Baden-Württemberg
Der Verband der Chemischen Industrie e.V. Baden-Württemberg (VCI BW) vertritt insgesamt 316 Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg mit einem Gesamtumsatz von 31,6 Mrd. Euro (2025) und landesweit 76.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (2025). Der VCI hat mit dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie zwei eigenständige Fachverbände, welche die Interessen der Unternehmen in den jeweiligen Teilbranchen vertreten. Vorsitzender des VCI BW ist Thomas Reith.
Daniel Cornicius
Pressesprecher Verband der Chemischen Industrie e. V. Baden-Württemberg
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