Digitale Wertschöpfung bei NOZ/mh:n-Gruppe: Studierende entwickeln KI-System zur Exklusivitätsprüfung für noz.de
Ein Kooperationsprojekt mit Studierenden der Hochschule Osnabrück verzahnt angewandte Wirtschaftsinformatik mit digitaler Medienpraxis bei der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ/mh:n-Gruppe). Die Anwendung startet ab sofort in die Live-Testphase.
Die Neue Osnabrücker Zeitung und die Hochschule Osnabrück am Campus Lingen starten im Juli eine neue Softwareplattform im operativen Redaktionsbetrieb zur automatisierten Exklusivitätsprüfung redaktioneller Inhalte. Vier Studierende des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik haben das System im Rahmen einer sechsmonatigen Kooperation eigenverantwortlich konzipiert und zum 1. Juli 2026 für den Redaktionsalltag übergeben.
Die Plattform gleicht redaktionelle Texte automatisch mit digitalen Kanälen sowie sozialen Netzwerken ab, um Fremdveröffentlichungen frühzeitig zu identifizieren. Als technologische Basis greifen mehrere Systeme Künstlicher Intelligenz ineinander, die große Datenmengen parallel analysieren.
Praxisnahe Ausbildung stärkt den regionalen Wirtschaftsstandort
Die Entwicklung ist im Wahlpflichtmodul „Webtechnologien“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ing. Benjamin Weinert verankert. Das studentische Entwicklerteam verantwortet den gesamten Prozess von der Konzeption bis zur Systemreife. Die Studierenden verfolgen dabei das Ziel, eine praxisnahe Lösung für eine reale Fragestellung aus dem Redaktionsalltag zu erarbeiten.
Auch nach dem offiziellen Abschluss des Moduls führen sie das Projekt eigenständig fort. Bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform werden die Studierenden aktiv von NOZ Digital unterstützt, dem zentralen Kompetenzzentrum für digitales Publishing innerhalb der NOZ/mh:n-Gruppe.
„Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und Unternehmen aus der Region zeigt eindrucksvoll, wie der Bachelor Wirtschaftsinformatik am Campus Lingen Lehre und angewandte Forschung durch praktische Arbeiten verzahnt“, erklärt Professor Doktor-Ingenieur Benjamin Weinert.
Fokus auf nachhaltige Netzwerkstrukturen und weitere Kooperationen
Der anschließende Live-Test dient dazu, die Leistungsfähigkeit der Plattform unter realen Bedingungen im Redaktionsbetrieb zu prüfen. Dabei erhalten Artikel, die das System als exklusiv identifiziert, auf noz.de eine entsprechende Kennzeichnung in Form eines Exklusivitäts-Buttons. Das Projektteam untersucht in den kommenden Wochen, ob diese explizit ausgewiesenen Inhalte eine höhere Leserresonanz erzielen als Beiträge ohne entsprechenden Hinweis.
Für die Neue Osnabrücker Zeitung unterstreicht dieses Vorhaben den strategischen Wert langfristiger Partnerschaften mit regionalen Wissenschaftseinrichtungen, um agil auf den technologischen Wandel zu reagieren. Durch diesen kooperativen Ansatz treibt der Verlag digitale Innovationen voran, minimiert das eigene Entwicklungsrisiko und schont interne Ressourcen im Tagesgeschäft.
“Die Arbeitsgruppe hat eigenverantwortlich eine komplexe technologische Lösung entwickelt, die unmittelbar digitalen Mehrwert stiftet“, betont Jan Golka, der als Team Lead Digital Subscription das digitale Abonnementgeschäft bei NOZ Digital verantwortet, und sagt: „Dieses Ergebnis bestätigt das hohe Potenzial unseres regionalen Netzwerks.”
Hintergrund: Das NOZ Quartier Lingen als Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis
Das Kooperationsprojekt baut auf der bestehenden Infrastruktur des Medienstandorts auf. Seit dem Bezug des „NOZ Quartiers“ im Jahr 2021 nutzt auch die Hochschule Osnabrück Räumlichkeiten innerhalb des Gebäudes. Diese unmittelbare Nachbarschaft schafft eine direkte Schnittstelle zwischen angewandter Forschung und medienwirtschaftlicher Praxis, die partnerschaftliche Innovationsprojekte auf kurzen Wegen ermöglicht.
Pressekontakt NOZ/mh:n-Gruppe: Salloa Lange Leitung Gruppenkommunikation NOZ/mh:n MEDIEN E-Mail: salloa.lange@noz.de Tel: 0171 - 5293 355
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