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Fahrgastverband PRO BAHN fordert: Elektrifizierungslücken schließen – Franken-Sachsen-Magistrale jetzt voranbringen!

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Fahrgastverband PRO BAHN fordert: Elektrifizierungslücken schließen – Franken-Sachsen-Magistrale jetzt voranbringen!

Bundesverbandstag in Hof verabschiedet Resolution zur beschleunigten Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat auf seinem Bundesverbandstag in Hof (Saale) eine Resolution zur beschleunigten Schließung der großen Elektrifizierungslücken im deutschen Schienennetz verabschiedet. Im Mittelpunkt steht die Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg, Marktredwitz und Hof sowie die grenzüberschreitende Anbindung nach Cheb in Tschechien.

„Wir tagen hier in Hof an einer der eklatantesten Elektrifizierungslücken des gesamten deutschen Schienennetzes", erklärte Marco Kragulji, Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN in Bayern. Rund 180 Kilometer zwischen Nürnberg und Hof bzw. Schirnding seien nicht elektrifiziert – obwohl die Strecke zum transeuropäischen Kernnetz gehöre, dort sowohl für den Personen- als auch den Güterverkehr vorgesehen sei und zudem zum europäischen Grundnetz der militärischen Mobilität zähle. „Auf sächsischer und tschechischer Seite hängt längst der Fahrdraht. Die Lücke liegt allein bei uns."

Der Verband fordert den Bund auf, der DB InfraGO unverzüglich den Planungsauftrag für die Elektrifizierung zu erteilen. Das positive Nutzen-Kosten-Verhältnis liege seit 2025 vor, ein weiterer Planungsstopp sei nicht hinnehmbar. Die ab 2029 vorgesehene Erneuerung der maroden Pegnitztal-Brücken müsse zwingend mit der Elektrifizierung gebündelt werden. Ebenso müssten Bund und Tschechische Republik die Elektrifizierung des Grenzübergangs Schirnding–Cheb bilateral vorantreiben.

Neben der Franken-Sachsen-Magistrale fordert PRO BAHN ein gesetzlich verankertes Elektrifizierungsziel von mindestens 80 Prozent bis 2035. Derzeit seien nur 62 Prozent des Bundesschienennetzes elektrifiziert – weniger als in vielen Nachbarländern. Der Wirtschaftlichkeitsnachweis für Elektrifizierungsmaßnahmen an Bestandsstrecken müsse grundsätzlich entfallen, und alle Schienen-Grenzübergänge seien prioritär zu elektrifizieren.

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