Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Bär Bruno zeigt: Deutsche hoffen auf die Rückkehr des Braunbären
VIER PFOTEN und Stiftung für Bären fordern Managementplan für Bayern

    Hamburg / Worbis (ots) - Der Fall Bruno macht deutlich, dass sich die Öffentlichkeit eine Rückkehr des Bären nach Deutschland wünscht. "Diese enorme Akzeptanz ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Wiederansiedlung von Meister Petz", erklären Dr. Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, und Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der Stiftung für Bären. Der Abschuss Brunos muss deshalb den Startpunkt für einen umfassenden Managementplan zur Begleitung einwandernder Braunbären darstellen.

    Bruno wird kaum der letzte Bär gewesen sein, der nach Deutschland einwandert. Dabei ist es höchst unwahrscheinlich, dass in Zukunft nur noch "brave" Bären die Grenze nach Bayern überschreiten, die um alle Anzeichen menschlicher Präsenz einen weiten Bogen machen. Der Abschuss des ersten wilden Braunbären in Deutschland seit 170 Jahren zeigt die Notwendigkeit für die Entwicklung von Begleitmaßnahmen für einwandernde Bären.

    "Hätte Bruno rechtzeitig gelernt, die Nähe des Menschen zu meiden, wäre er heute womöglich noch am Leben", sagt Dr. Marlene Wartenberg. "Ein Managementplan muss deshalb alles daran setzen, neugierigen Bären den notwendigen Respekt vor dem Menschen beizubringen und für ausreichende Fluchtdistanzen zu sorgen." Rüdiger Schmiedel ergänzt: "Neben gezielten Vergrämungsmaßnahmen müssen z. B. mögliche Futterquellen wirksam geschützt werden. So werden in Österreich Bienenstöcke durch Elektrodrähte gesichert."

    Wenn die Politik es mit dem Schutz von Bären wirklich ernst meint, ist sie jetzt gefordert, entsprechende Maßnahmen auf den Weg zu bringen, damit Deutschland auf den nächsten wildlebenden Bären vorbereitet ist. Dazu gehört auch die Aufklärung der Bevölkerung, über das Verhalten bei möglichen Begegnungen mit Bären in der Natur. "Dank Bruno ist das Interesse an wilden Braunbären so groß wie nie zuvor. Dieses sollte von den Politik nun aktiv für die Aufklärung der Menschen genutzt werden", erklären Wartenberg und Schmiedel abschließend.

Weitere Informationen bei: VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz Christoph Eberharter, Bären-Experte, Tel.: 0170/55 40 574 oder Beate Schüler, Pressesprecherin Tel.: 040/399 249-66, E-Mail: Beate.schueler@vier-pfoten.de

Stiftung für Bären Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer Tel.: 036074/63044 oder 0160/7656216

Original-Content von: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

Das könnte Sie auch interessieren: