Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.
Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden: Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Menschen
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.
Pressemitteilung
Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden: Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Menschen
Berlin, 27. Juli 2026
Anlässlich der Ankündigung der Bundesregierung, dass Bundeskanzler Friedrich Merz Steffen Bilger für das Amt des Bundesministers für Verkehr vorschlagen wird, betont der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die besondere Verantwortung dieses Amtes. Die Entscheidungen des Bundesministeriums für Verkehr haben unmittelbare Auswirkungen auf Millionen Menschen in Deutschland, die täglich auf sichere Mobilität angewiesen sind.
„Ich danke Patrick Schnieder für den stets offenen und vertrauensvollen Austausch in Fragen der Verkehrssicherheit“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Steffen Bilger biete ich unsere volle Unterstützung an, um gemeinsam das Ziel des Bundes zu erreichen, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2030 um 40 Prozent zu senken.“
Landstraßen sicherer machen, Fuß- und Radverkehr stärken
„Patrick Schnieder hat die Verbesserung der Sicherheit auf Landstraßen sowie den Schutz des Fuß- und Radverkehrs zu zentralen Zielen erklärt“, betont Manfred Wirsch. „Jetzt kommt es darauf an, die Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in der Übergangszeit zu sichern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre engagierte Facharbeit zu geben. Die Verkehrsgefahren warten nicht – und wir brauchen spürbar mehr Sicherheit auf unseren Straßen: Im Jahr 2025 starben in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, rund 49.200 wurden schwer verletzt. Damit verlor etwa alle drei Stunden ein Mensch sein Leben; etwa alle elf Minuten wurde eine Person schwer verletzt.“
Infrastruktur, Vernetzung und Fahrausbildung priorisieren
Aus Sicht des DVR besteht für den neuen Bundesminister insbesondere in drei Bereichen dringender politischer Handlungsbedarf: Beim Neubau von Brücken und bei der Sanierung von Straßen müssen kostspielige neue Gefahrenstellen durch Sicherheitsaudits konsequent vermieden werden. Zudem benötigt die digitale, kooperative Vernetzung im Straßenverkehr politische Priorität, damit Industrie und öffentliche Hand Planungssicherheit erhalten und diese aktiv nutzen. Darüber hinaus sollte bei der Reform der Fahrschulausbildung die Kritik aus den Bundesländern ernst genommen werden: Auch der DVR hält eine Teilnahme von Fahrschülerinnen und Fahrschülern am Straßenverkehr vor der Fahrprüfung gemeinsam mit einer Begleitperson im eigenen Fahrzeug nur dann für vertretbar, wenn ihre dafür erforderliche Reife zuvor festgestellt wurde.
„Infrastruktur, Digitalisierung und Fahrausbildung sind die Herausforderungen für die ersten 100 Tage von Steffen Bilger“, so Manfred Wirsch. „Verkehrssicherheit ist dabei ein Schlüssel für Kosteneffizienz – sie ist kein Kostenfaktor.“
40 Milliarden Euro Schaden: Investitionen in Verkehrssicherheit senken Kosten
Der DVR weist darauf hin, dass Investitionen in die Verkehrssicherheit nicht nur Menschenleben retten, sondern einen messbaren volkswirtschaftlichen Nutzen schaffen. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) verursachten Straßenverkehrsunfälle in Deutschland im Jahr 2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 40 Milliarden Euro.
„Jeder Euro, den man präventiv in sichere Straßen, intelligente und kooperative Vernetzung, eine hochwertige Fahrausbildung und auch in wirksame Aufklärungsarbeit steckt, zahlt sich doppelt aus – menschlich wie wirtschaftlich“, sagt Manfred Wirsch. „Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat steht der neuen Ministeriumsspitze vom ersten Tag an mit seiner Expertise zur Seite, um Deutschlands Straßen gemeinsam spürbar sicherer zu machen.“
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Symbolbild, honorarfreie Nutzung bei Nennung des Bildnachweises: © Daniela Stanek, DVR
DVR-Präsident Manfred Wirsch, honorarfreie Nutzung bei Nennung des Bildnachweises: © Daniela Stanek, DVR / © Erik Silvester Kaufmann, DVR
Über den DVR
Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.
Kontakt
Christoph Rieger Pressesprecher Abteilung Kommunikation Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V. Jägerstraße 67-69 10117 Berlin +49 (0)30 2 26 67 71 - 30 CRieger@dvr.de www.dvr.de