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Verkehrssicherheitsrat fordert: Bundesländer müssen Landstraßen jetzt sicherer machen

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Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.

Pressemitteilung

Verkehrssicherheitsrat fordert: Bundesländer müssen Landstraßen jetzt sicherer machen

Berlin, 5. März 2026

Im Jahr 2025 kamen in Deutschland 2.814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Knapp 60 Prozent der Todesopfer starben auf Landstraßen. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Bundesländer auf, unverzüglich wirksame Programme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen konsequent umzusetzen.

Ambitionierte Programme umsetzen

„Wir brauchen jetzt konkrete und ambitionierte Programme der Landesregierungen, um weitere tödliche Unfälle auf Landstraßen zu verhindern“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „In den vergangenen Monaten wurden bereits intensive fachliche Diskussionen geführt, um besonders wirksame und kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren. Die derzeit laufende Vorbereitende Konferenz der Verkehrs- und Straßenbauabteilungsleitungen sowie die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März müssen als politischer Startpunkt gelten, ab dem die Länder ihre Anstrengungen für die Verkehrssicherheit deutlich intensivieren.“

Geschwindigkeitsüberschreitungen überwachen

Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sind ohne gesetzliche Änderungen realisierbar. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptursache schwerer Unfälle auf Landstraßen.

Umsetzung von Schutzplankenprogrammen

Darüber hinaus fordert der DVR die konsequente Umsetzung von Schutzplankenprogrammen. Landstraßen müssen dort, wo es aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, mit Leitplanken ausgestattet werden. Grundlage dafür muss eine systematische und fortlaufende Auswertung von Unfalldaten sein, um besonders gefährdete Streckenabschnitte gezielt zu identifizieren.

Unfallhäufungsstellen wirksam entschärfen

Ein weiterer Schwerpunkt muss auf der schnellen Entschärfung bekannter Unfallhäufungsstellen liegen.

„Die Bundesländer müssen mehr personelle und finanzielle Ressourcen bereitstellen, um bekannte Gefahrenpunkte zügig zu sichern – bevor ignorierte Zahlen zu neuen Tragödien führen“, so Manfred Wirsch.

Dafür könnten den zuständigen Baulastträgern finanzielle Mittel sowie personelle Unterstützung von den Landesbetrieben für Verkehr zur Verfügung gestellt werden.

Sicherheitsaudits durchführen

Zudem sollten Sicherheitsaudits – einschließlich Bestandsaudits – verstärkt durchgeführt werden. So können Risiken bereits in der Planungsphase erkannt und vor der Umsetzung beseitigt werden.

Ziel: Weniger Tote und Schwerverletzte auf Landstraßen

„Landstraßen sind die tödlichsten Straßen des Landes. Hier entscheidet oft ein einziger Augenblick – und aus Alltag wird Katastrophe“, sagt Manfred Wirsch. „Wir fordern die Bundesländer auf, Verkehrssicherheit auf Landstraßen zur politischen Priorität zu machen. Jeder verhinderte Unfall ist mehr als Statistik. Er erspart Familien den Anruf in der Nacht – und bewahrt ein Leben davor, im Straßengraben zu enden.“

Weiterführende Informationen

Zehn Top-Forderungen des DVR an die Politik

DVR-Beschluss: Fahrbahnmarkierungen zur Verbesserung von Motorradstrecken (2025)

DVR-Beschluss: Reduzierung der Unfälle mit Beteiligung landwirtschaftlicher Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr (2025)

DVR-Beschluss: Sichere Knotenpunkte auf Landstraßen (2024)

DVR-Beschluss: Abmilderung der Folgen von Abkommensunfällen auf Landstraßen durch infrastrukturelle Maßnahmen (2022)

DVR-Beschluss: Vermeidung von Wildunfällen (2020)

DVR-Kampagne: Fahr sicher!

Pressefotos

Pressefotos von Manfred Wirsch sind unter diesem Link abrufbar. Ein Symbolfoto ist unter diesem Link abrufbar. Abdruck jeweils honorarfrei bei Nennung der Quelle.

Über den DVR

Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.

Kontakt

Christoph Rieger
Pressesprecher 
Abteilung Kommunikation

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.
Jägerstraße 67-69
10117 Berlin
+49 (0)30 2 26 67 71 - 30
 CRieger@dvr.de
 www.dvr.de
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