Verkauf vor Schließung: BioNTech muss endlich Klarheit schaffen
Verkauf vor Schließung: BioNTech muss endlich Klarheit schaffen
Moderna-Interesse zeigt: Eine Zukunft für den Standort ist möglich
Verkauf vor Schließung: BioNTech muss endlich Klarheit schaffen
Moderna-Interesse zeigt: Eine Zukunft für den Standort ist möglich
Die Verunsicherung unter den Beschäftigten am BioNTech-Standort wächst. Immer neue Gerüchte machen die Runde. Gleichzeitig fehlen klare und verlässliche Informationen des Unternehmens. Die IGBCE fordert BioNTech deshalb auf, offen zu kommunizieren und einen vollständigen Verkauf oder Teilverkäufe des Standorts ernsthaft zu verfolgen.
„Für uns gilt: Verkauf vor Schließung. Bevor Arbeitsplätze abgebaut und ein leistungsfähiger Standort aufgegeben werden, muss BioNTech zeigen, dass wirklich alles für eine Weiterführung getan wird“, erklärt Sabine Süpke, Leiterin des IGBCE-Landesbezirks Hessen-Thüringen.
Zusätzliche Bewegung bringt das öffentlich bekannt gewordene Interesse von Moderna an deutschen BioNTech-Produktionskapazitäten. Ob daraus konkrete Gespräche über den betroffenen Standort entstanden sind, ist bislang nicht bekannt. Gerade deshalb muss BioNTech jetzt sagen, ob aktiv nach Käufern gesucht wird, ob Gespräche laufen und ob neben einem Gesamtverkauf auch Teilverkäufe geprüft werden.
„Wo ein Unternehmen nicht klar kommuniziert, entstehen Gerüchte. Die Beschäftigten haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Zukunftsmöglichkeiten tatsächlich geprüft werden. BioNTech darf nicht erst den Standort schwächen und anschließend erklären, es habe sich kein Käufer gefunden“, so Süpke.
Die Kolleginnen und Kollegen am Standort sind hoch qualifiziert, erfahren und leistungsfähig. Sie verfügen über wertvolles Wissen und beherrschen anspruchsvolle pharmazeutische Produktionsprozesse. Sie sind nicht das Problem, sondern die größte Stärke des Standorts.
„Wenn BioNTech diese Fähigkeiten selbst nicht mehr nutzen will, darf das Unternehmen sie nicht einfach liegen lassen. Dann muss ein neuer Eigentümer die Chance bekommen, mit diesen Beschäftigten eine Zukunft aufzubauen.“
Die IGBCE fordert einen transparenten und nachvollziehbaren Verkaufsprozess. Bis alle realistischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dürfen keine unumkehrbaren Entscheidungen getroffen werden, die den Wert des Standorts oder seine Attraktivität für mögliche Investoren schwächen.
Die Beschäftigten brauchen keine weiteren Gerüchte. Sie brauchen Klarheit, Respekt und eine echte Zukunftsperspektive.
Industriegewerkschaft IGBCE Verantwortlich: Sabine Süpke Landesbezirksleiterin Hessen-Thüringen Mainzer Straße 81, 65189 Wiesbaden Telefon: +49 611 98 84 99 0 Telefax: +49 611 98 84 99 20 E-Mail: lb.hessen@igbce.de Internet: IG-BCE-Landesbezirk Hessen-Thüringen (igbce.de) Über uns:
Fünf Bezirke: Darmstadt, Mittelhessen, Rhein-Main, Thüringen und Kassel
Branchen: Chemie, Kunststoff, Kautschuk, Glas, Papier, Feinkeramik, Leder, Kali- und Steinsalz, Umwelt/Entsorgung, Erdöl-/Erdgasgewinnung, Schleifmittel, Bergbau, sonstige Rohstoffe.
Der Landesbezirk und die Bezirke betreuen in den Bundesländern Hessen und Thüringen circa 73.000 Mitglieder.