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Ein Drittel der Life Sciences Unternehmen befürchten, mit ihren E-Business-Aktivitäten der Branche hinterherzuhinken
Wandel durch das Internet vollzieht sich in kleinen Schritten

    Bad Homburg (ots) - Die Vernachlässigung von E-Business wird nach
Einschätzung von Managern aus der Life Sciences Branche langfristig
zu einer massiven Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit der
Unternehmen führen. Rund 30 Prozent der Pharma-Unternehmen liegen
heute nach eigener Einschätzung bei der Entwicklung von
E-Business-Initiativen hinter ihren Konkurrenten. 41 Prozent
bezeichnen ihr Engagement als Durchschnitt und lediglich 21 Prozent
als überdurchschnittlich. Ganze acht Prozent betrachten die eigenen
E-Business-Aktivitäten als "führend". Dies ergab eine internationale
Studie der Management- und IT-Beratung Cap Gemini Ernst & Young in
Kooperation mit der französischen Hochschule INSEAD. In persönlichen
Interviews wurden 101 Führungskräfte von 42 Unternehmen aus zwölf
Ländern in Europa, Nordamerika, Asien und Australien befragt.
    
    "Alles in allem sind es die kleinen Schritte, die die
E-Business-Aktivitäten der Branche kennzeichnen. Einen Quantensprung,
wie von den Analysten vorhergesagt, können wir nicht feststellen",
fasst Dr. Rolf Badenhoop, Vice President im Bereich Life Sciences &
Chemicals von Cap Gemini Ernst & Young zusammen. In erster Linie
versprechen sich die Unternehmen, die bereits massiv in ihre
E-Business-Aktivitäten investiert haben, von ihrem Engagement einen
Wettbewerbsvorteil. Nahezu die Hälfte (48 Prozent) der Befragten
waren der Ansicht, dass sie sich durch E-Business einen Vorsprung
sichern können. Nach Einschätzung von gut zwei Dritteln der
Pharma-Unternehmen (68 Prozent) werden die Möglichkeiten des
Internets dabei vor allem den Marketing- und Vertriebsbereich
beeinflussen. So beispielsweise in Form von webbasierten
Kundenbeziehungsmanagement-Systemen oder der Durchführung
internet-gestützter klinischer Tests. Im Gegensatz dazu werden die
Veränderungen in den Bereichen Forschung & Entwicklung oder Supply
Chain als deutlich geringer eingeschätzt.
    
    Die Untersuchung zeigt, dass, wenngleich auch Umstellungen nicht
im großen Stil realisiert wurden, die Pharmakonzerne erste
Verbesserungen aufgrund der E-Business-Initiativen erzielen konnten.
So lässt sich beispielweise der Zeitaufwand beim Einreichen von
Berichten, die nach der Beendigung von klinischen Tests bei den
Behörden zur Genehmigung von Medikamenten eingereicht werden müssen,
um die Hälfte senken.
    
    Die größten Hindernisse bei der Einführung von E-Business im
eigenen Unternehmen sehen ein Drittel der befragten Top-Manager in
den notwendigen kulturellen Veränderungen im Unternehmen und in den
Change Management-Prozessen. Auch die Probleme bei der Messung des
Return-on-Investment werden von 25 Prozent als Hürde bei der
effektiven Umsetzung der E-Aktivitäten genannt. Mit zwölf
beziehungsweise sieben Prozent der Nennungen spielen die Fähigkeit
zur technischen Umsetzung und die Infrastruktur hingegen eine
untergeordneten Rolle. "Die Herausforderungen liegen also weniger im
technologischen Bereich als in der Aufgabe, den Wechsel in das
E-Business-Zeitalter zu managen. Gewinner werden die Unternehmen
sein, die bei der Umstellung schrittweise vorgehen und dennoch den
erforderlichen Pioniergeist aufbringen", so Badenhoop.
    
    Über INSEAD
    
    INSEAD ist eine international renommierte Business School mit
Campi in Fontainebleau, Frankreich und Singapur. 650 MBA-Teilnehmer,
5.500 Führungskräfte und 40 Doktoranden aus über 75 Ländern besuchen
jährlich die Hochschule. Das umfangreiche Alumni-Netzwerk erstreckt
sich über 122 Länder und umfasst über 20.000 MBA-Absolventen und
Führungskräfte. Die INSEAD Healthcare Management Initiative wurde am
31. Mai 1996 mit dem Ziel ins Leben gerufen, innovative und
umfangreiche Studien im Gesundheitswesen zu fördern und zu
unterstützen. Darüber hinaus sollen neue Forschungserkenntnisse durch
Veröffentlichungen, MBA-Studiengänge, Weiterbildung von
Führungskräften und Beratung von Interessengruppen bekannt gemacht
werden. Das Ziel ist, INSEAD zu einer internationalen Referenz für
das Management im Gesundheitssektor zu machen.
    
    Über Cap Gemini Ernst & Young
    
    Cap Gemini Ernst & Young ist eine der weltweit größten
Gesellschaften für Management- und IT-Beratung sowie die größte
Unternehmensberatung  europäischen Ursprungs. In Deutschland steht
das Unternehmen auf Platz zwei. Cap Gemini Ernst & Young bietet
Strategie-, Management- und IT-Beratung, Systemintegration sowie
Outsourcing auf globaler Ebene. Darüber hinaus werden traditionelle
wie Start-up- und Internet-Unternehmen bei der Entwicklung und
Umsetzung von Wachstumsstrategien in der New Economy beraten. Die neu
geformte Organisation beschäftigt weltweit mehr als 60.000
Mitarbeiter und erzielte 2000 einen Pro-forma-Umsatz von rund 8,5
Milliarden Euro. Mehr Informationen zu Cap Gemini Ernst & Young, den
Dienstleistungen und Büros finden Sie unter www.de.cgey.com.
    
    
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