IFAW - International Fund for Animal Welfare

Tag des Artenschutzes: Raubkatzen - Bedrohte Jäger

Eingesperrt auf einer chinesischen Tigerfarm (c) IFAW
Eingesperrt auf einer chinesischen Tigerfarm (c) IFAW
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Am Samstag, den 3. März ist Tag des Artenschutzes. Der 2013 vom Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen ins Leben gerufene Gedenktag will dieses Jahr die Aufmerksamkeit auf das Schicksal der Raubkatzen lenken. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, die Populationen von Tigern, Löwen, Leoparden, Geparden, Jaguaren u. a. schwinden rapide. Die Bedrohungen sind vielfältig und allesamt von Menschen gemacht: Lebensraum- und Beuteverlust, Mensch-Tier-Konflikte, illegaler Wildtierhandel und Wilderei.

"Das Sterben der Raubkatzen ist dramatisch", so Robert Kless, Leiter des IFAW (International Fund for Animal Welfare) in Deutschland. "Die Tigerpopulationen sind in nur 100 Jahren um 95 Prozent zurückgegangen, die Löwenbestände in Afrika um 60 Prozent in den letzten 20 Jahren. Leider wird längst nicht genug getan, um das Überleben dieser ikonischen Arten zu stoppen. So scheiterte beispielsweise auf der letzten Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens der Antrag, den internationalen Handel mit Löwen und Löwenteilen zu verbieten. Sowas darf nicht mehr passieren. Bedrohte Arten müssen dringend und konsequent vor jedem kommerziellen Handel geschützt werden, wenn wir sie nicht verlieren wollen."

In einigen Ländern kommt ein anderes Problem hinzu: Raubkatzen werden häufig als Haustiere gehalten. So leben zum Beispiel in den USA geschätzt etwa 5.000 Tiger in Gefangenschaft. Das bedeutet unfassbare Qualen für Tiere, die in Freiheit allein bei Beutezügen bis zu 20 km am Tag zurücklegen.

Der IFAW betreibt weltweit Projekte, um Raubkatzen zu schützen:

In den USA arbeitet der IFAW daran, qualifizierte Auffangstationen für konfiszierte Raubkatzen einzurichten und bei Beschlagnahmungen zu helfen. Außerdem setzen wir uns für ein nationales Verbot der privaten Haltung und Züchtung von Raubkatzen ein.

Russland - Das Amur-Tiger-Projekt des IFAW hat 10 Tiere (geschätzte zwei Prozent der Wildpopulation) gerettet und bisher sieben erfolgreich in die Wildnis entlassen. Drei der freigelassenen Tiger haben sich in Freiheit gepaart und Nachwuchs bekommen.

Indien - Gemeinsam mit dem Wildlife Trust of India arbeiten wir für den Schutz der Königstiger und haben schon zahlreiche Nebelparder in unserer Rettungsstation betreut und wieder ausgewildert. Sieben Königstiger wurden bisher in die Freiheit entlassen.

Somaliland - Der IFAW hat mit der Regierung von Somaliland bei der Rettung und Pflege von Geparden zusammengearbeitet, die aus illegalem Handel beschlagnahmt wurden. Geparden sind im Nahen Osten beliebte Haustiere. Die Jungtiere werden aus ihren Höhlen geraubt, manchmal töten die Wilderer die Mütter, um an die Kleinen heranzukommen.

Weltweit gibt es viele Veranstaltungen zum Tag des Artenschutzes, sie sind alle auf der offiziellen Webseite des World Wildlife Day eingetragen.

Für weitere Informationen, Interviews oder Bildmaterial:
Dörte von der Reith, Pressesprecherin IFAW Deutschland, mobil: 0160-90486493
oder dreith@ifaw.org

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Über den IFAW
Seit seiner Gründung 1969 schützt der IFAW weltweit Tiere in Not. Mit Projekten
in über 40 Ländern retten wir einzelne Tiere, setzen uns gegen Grausamkeit
gegenüber Tieren ein und engagieren uns für den Schutz von Wildtieren und ihren
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