SozialBank wächst weiter
Steigender Finanzierungsbedarf in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft
Köln (ots)
- Jahresergebnis steigt um 7,1 % auf 56,1 Mio. Euro
- Investitionsbedarf in soziale Infrastruktur bleibt hoch
- Bank fordert Chancengleichheit für freigemeinnützige Träger
Die SozialBank AG hat ihr Wachstum im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt und ihre Rolle als Finanzierungspartner der Sozial- und Gesundheitswirtschaft ausgebaut. Haupttreiber sind die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen und der Pflege. Durch den damit verbundenen hohen Investitionsbedarf der Kunden steigerte die Bank ihr Kreditgeschäft und ihr Geschäftsergebnis deutlich.
Das Kreditvolumen erhöhte sich 2025 auf 5,7 Mrd. Euro, das Kreditneugeschäft betrug rund 1,2 Mrd. Euro. Das Zinsergebnis belief sich auf 161,7 Mio. Euro, die Provisionserlöse erreichten 22,7 Mio. Euro. Das vorläufige Ergebnis vor Steuern legte um 7,1 Prozent zu und stieg auf 56,1 Mio. Euro. Die Bilanzsumme wuchs 2025 von 10,4 Mrd. Euro auf rund 10,7 Mrd. Euro. Damit bestätigt die SozialBank AG ihre sehr gute stabile wirtschaftliche Entwicklung in einem anspruchsvollen Marktumfeld. 2026 steht mit der Einführung neuer Prozesse, Technologien und Dienstleistungen ganz im Zeichen der Kundenorientierung.
"Die Sozial- und Gesundheitswirtschaft ist ein Wachstumsmarkt im Wandel. Der Investitionsbedarf ist hoch - und er steigt aufgrund der demografischen Entwicklung und tiefgreifender Reformen weiter. Doch auch die Komplexität nimmt zu. Entsprechend wächst das Vertrauen in spezialisierte Finanzierer, die die Besonderheiten dieser Sektoren verstehen", erklärt Prof. Dr. Harald Schmitz, Vorstandsvorsitzender der SozialBank AG. "Wir antizipieren die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle unserer Kunden und stellen unser Kundengeschäft neu auf, um sie langfristig mit maßgeschneiderten Lösungen zu begleiten."
Zum sehr guten Ergebnis der Konzernmutter BFS SozialFinanz AG trugen auch die Schwestergesellschaften der SozialBank bei. Die auf Vorfinanzierungslösungen spezialisierte SozialFactoring GmbH steigerte ihr Ankaufsvolumen um 17 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro und erwirtschaftete ein Zinsergebnis in Höhe von 23,1 Mio. Euro. Die Beratungs- und Fortbildungsgesellschaft SozialGestaltung GmbH hat 2025 die Schwerpunktbereiche Nachhaltigkeit und Finanzplanungen weiter ausgebaut, neue Schulungsformate eingeführt und erstmals den Kongress der Sozialwirtschaft veranstaltet.
Das thesaurierte Ergebnis stärkt die Vorsorgereserven der SozialBank und steht für das weitere Wachstum der Bank zur Verfügung. Zugleich erlaubt das Ergebnis der BFS SozialFinanz AG die Ausschüttung einer attraktiven Dividende an ihre nahezu ausschließlich gemeinnützigen Anteilseigner aus der Freien Wohlfahrtspflege und anderen Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft.
Transformation der Versorgungsinfrastruktur gelingt nur mit weiteren Reformen
Trotz Sondervermögen und Transformationsfonds bleibt der Investitionsstau in Krankenhäusern, Rehakliniken, Pflegeeinrichtungen und im Bildungswesen erheblich. Marode Gebäude, veraltete Technik, hohe Energie- und Betriebskosten sowie der Personalmangel treffen auf den politischen Auftrag, Versorgungsstrukturen grundlegend zu verändern. "Die Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft können ihre gesellschaftliche Aufgabe nur dann zuverlässig weiter erfüllen, wenn die langfristigen Rahmenbedingungen stimmen", sagt Prof. Dr. Harald Schmitz.
Ohne verlässliche gesetzliche Vorgaben und langfristige Finanzierungsmodelle fehle Planungs- und Investitionssicherheit, was wiederum dringend benötigte Modernisierungsprozesse bremst. Darunter leide momentan insbesondere der Pflege- und Krankenhaussektor, so Schmitz. "Eine grundlegende Pflegereform ist lange überfällig und doch noch immer in der Entwurfsphase. Die Krankenhausreform sollte die Transformation zu einer langfristig tragfähigen Krankenhauslandschaft anstoßen - stattdessen droht hier eine kalte Strukturbereinigung."
Besonders deutlich werde das bei den freigemeinnützigen Krankenhausträgern, die über Jahrzehnte die flächendeckende Versorgung sichergestellt haben. Während öffentliche Träger durch kommunale Defizitausgleiche gestützt werden und private Anbieter Zugang zu Eigenkapital haben, fehlen freigemeinnützigen Einrichtungen vielfach vergleichbare Finanzierungsmöglichkeiten. "Vorfälle wie der Stromausfall in Berlin zeigen, wie wichtig gemeinnützige Organisationen und eine starke Zivilgesellschaft für die Resilienz unserer Versorgung sind. Damit die gesetzlich verankerte Trägervielfalt erhalten bleibt, brauchen alle Trägergruppen gleiche Chancen", betont Schmitz.
SozialBank AG
Die SozialBank ist das einzige Kreditinstitut in Deutschland, das sich ausschließlich an institutionelle Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft richtet. Mit einer Bilanzsumme von rund 10,7 Mrd. Euro (Stand: 31.12.2025) bietet sie Unternehmen und Organisationen der Altenpflege, des Gesundheitswesens, der Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, aus dem Bildungsbereich und mit sonstigen sozialen Angeboten alle Leistungen einer Universalbank an. Ihre Beratung kombiniert bankfachliche und sozialwirtschaftliche Kompetenz. Auf die Sozialwirtschaft zugeschnittene Dienstleistungen runden das Angebotsspektrum ab. www.sozialbank.de
BFS SozialFinanz AG
Die SozialFinanz-Gruppe vereint umfassende Finanz- und Beratungsleistungen für institutionelle Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft unter einem Dach. Zu ihren Unternehmen zählen die SozialBank AG, die auf Vorfinanzierung spezialisierte SozialFactoring GmbH und die Beratungs- und Fortbildungsgesellschaft SozialGestaltung GmbH. Als Holding steuert die BFS SozialFinanz AG die Konzerngesellschaften im Sinne ihrer Hauptanteilseigner aus der Freien Wohlfahrtspflege.
Pressekontakt:
Susanne Bauer, Tel.: 0221 97356-237
Nick Pohl, Tel.: 0152 547 464 57
presse(at)sozialbank.de
Original-Content von: SozialBank AG, übermittelt durch news aktuell