Zurück zu sich durch Selbstreflexion
Dieses Buch beinhaltet einen Rückblick auf mein Leben als Hausarzt, Kassenarzt und alternativer Mediziner. Nach vielen Jahren ärztlicher Praxis habe ich einen tagebuchartigen Bericht geschrieben, in dem ich Selbsterfahrung, Biographiearbeit und persönliche Entwicklung mit großer Offenheit verbinde.
Durch meinen sehr persönlichen Selbsterfahrungsbericht im ersten Teil und einen zweiten, strukturierten Teil mit konkreten Anleitungen werden beide Ebenen, durch einen kontinuierlichen Prozess der Selbstreflexion, der meine eigenen Wandlungsprozesse sichtbar und nachvollziehbar macht, verbunden.
Ich nehme die Leserinnen und Leser behutsam mit auf meinen Weg zu mir selbst und zeige, welche Fragen ich mir in unterschiedlichen Lebenssituationen gestellt habe – und warum Fragen oft wichtiger sind als schnelle Antworten. Der Weg der Reflexion ist für mich das zentrale Element dieser Arbeit: Es geht darum, sich selbst zu befragen und sich selbst infrage zu stellen.
Der Ausgangspunkt dieser Reise war für mich ein besonders einschneidendes Erlebnis: eine Augenoperation, die eine Vision auslöste – die Verwandlung vom fast blinden „Maulwurf“ zum „Adler“. Als sich meine Sehkraft von etwa fünf Prozent auf über hundert Prozent verbesserte, setzte das ein massives inneres Umdenken in Gang. Dieser Moment führte mich unmittelbar zu den großen Fragen nach Herkunft, Identität und innerer Ausrichtung.
Die Geschichte vom Maulwurf, der sich mit größter Anstrengung durch den harten Asphalt gräbt, nur um am Ende als Adler in die Lüfte zu steigen, wurde für mich zu einer starken Metapher für das Gefühl der Ausweglosigkeit – und für den plötzlichen Ausbruch in eine neue Klarheit.
In „Spuren zum Selbst“ erzähle ich auch Geschichten, wie die von „Alfred“, der sich in seinem Leben festgefressen hat „wie eine rostige Schraube“ und seine eigene Routine hasst. Solche Figuren machen innere Blockaden greifbar und menschlich und zeigen, wie Stillstand und innere Enge erlebt werden können. Dabei geht es mir nicht um spirituelle Höhenflüge allein, sondern um ganz alltägliche Frustrationen – und um die ehrliche Suche nach einem Ausweg.
Immer wieder halte ich inne und reflektiere über eigene Erfahrungen, über Krafttiere oder prägende Reisen, etwa nach Georgien. Was dieses Buch für mich besonders macht, ist die Verbindung von autobiografischen Erlebnissen, poetischen Fabeln und praktischen Reflexionsimpulsen. Es geht mir nicht nur ums Erzählen, sondern ums Verstehen. Die Geschichten vom Schaf, das zum Wolf wird, oder von Kindheitsorten voller Düfte und Farben öffnen Räume, in denen jede und jeder über eigene Lebensmuster nachdenken kann.
Am Ende des ersten Teils mündet diese Selbsterforschung folgerichtig in den praktischen zweiten Teil zur Biographiearbeit. Dort stelle ich eine Anleitung in zehn Schritten sowie einen ausführlichen Fragebogen zur Verfügung, der zur eigenen Reflexion einlädt.
Das dem Buch vorangestellte Zitat von Hermann Hesse – „Es kommt alles wieder, was nicht bis zum Ende gelitten und gelöst wird“ – ist für mich der innere Kompass dieses Werkes.
Spuren zum Selbst ist eine Einladung zur schonungslosen, aber heilsamen Selbstanalyse – für alle, die bereit sind, sich wirklich auf die Suche nach ihren eigenen Spuren zu begeben.
Herzliche Grüße
Stefan Proeller, promovierter Mediziner und Autor
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