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Eine Pleite, die richtig weh tut

Eine Pleite, die richtig weh tut
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Viel hatten sie sich vorgenommen, die Athletinnen des VC Wiesbaden. Nach dem blutleeren Auftritt in eigener Halle gegen den Favoriten Dresdner SC am Mittwoch wollten sie zwei Tage später bei Schwarz-Weiß Erfurt nun ihrerseits die Favoritenrolle ausspielen. Das missglückte dann aber so richtig.

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Sportliche Grüße aus Wiesbaden

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Eine Pleite, die richtig weh tut

Viel hatten sie sich vorgenommen, die Athletinnen des VC Wiesbaden. Nach dem blutleeren Auftritt in eigener Halle gegen den Favoriten Dresdner SC am Mittwoch wollten sie zwei Tage später bei Schwarz-Weiß Erfurt nun ihrerseits die Favoritenrolle ausspielen. Das missglückte dann aber so richtig. Nach dem 0:3 (17:25, 21:25, 16:25) schlichen Spielerinnen, Staff und die tapferen VCW-Fans, darunter die U14 des VCW, mit hängenden Köpfen in der Erfurter Riethsporthalle ratlos gen Ausgang. Der überwiegende Teil des Publikums (insgesamt 763) erfreute sich zu Recht über die tadellose Leistung ihres Teams, das die Unsicherheiten der Gäste gnadenlos zu nutzen gewusst hatte.

Hohe Fehlerquote

Erfurts Außenangereifern Alianza Darley (USA) und Diagonale Isabel Kovačić (Kroatien) drangen mehr oder weniger ungehindert durch (18 und 14 Punkte). Dass Letztere dafür eine hohe Anzahl Versuche benötigte, spielte an diesem Abend keine Rolle, dafür hatte sie im Block Beton angerührt (5 Punkte). Die französische Zuspielerin Emilie Respaut setzte prima Akzente, auch in Form von Assen, dafür gab es wohlverdient die MVP-Auszeichnung in Gold. Beim VCW rieb sich Außenangreiferin Pleun van der Pijl redlich auf (14 Punkte), aber auch sie als „Silber-MVP“ war nicht frei von Fehlern in einer Mannschaft, die in den meisten Wertungskriterien eine schlechtere Quote als der Tabellen-Nachbar erzielte. Beispiele: Der VCW beging elf Aufschlagfehler und erzielte nur zwei Asse (Erfurt: 8/9). Neun offiziell vermerkten Annahmefehlern standen zwei der Gastgeberinnen gegenüber. Gegen Dresden konnte man im Block keinen einzigen Punkt erzielen, gegen Erfurt waren es dann bescheidene drei. Immerhin zehn waren es auf Erfurter Seite. Im Angriff wies der VCW zwar eine geringere Fehlerquote auf, was aber angesichts der bedenklichen Gesamtleistung nicht als Lichtblick taugte.

Erfurt: Bessere Nerven – stabile Performance

Die hessische Performance ist anhand der Statistik nachvollziehbar, nicht aber das Agieren über die kurzen Sätze hinweg (70 Minuten). Dabei war die Mannschaft von Chefcoach Tigin Yağlioğlu und seinen Co’s Christian Sossenheimer und Scout Marcel Frisch eigentlich halbwegs gut ins Spiel gekommen. Mehrfach lag man mit zwei Punkten in Front, vermochte die Gastgeberinnen aber nicht abzuschütteln. Erfurts Zuspielerin Emilie Respaut stellte mit zwei Assen nacheinander die Weichen für den Change. Ihr Team hielt eine ganze Weile einen knappen Vorsprung, um dann ohne große Gegenwehr unter lautstarker Anfeuerung von den Rängen davonzuziehen. Das 17:25 war eine erste ganz bittere Pille für den VCW.

Bei den Schwarz-Weißen hielt die Euphorie zunächst an. Der VCW konnte dann auf 10:10 gleichziehen, verlor später aber die (psychologisch wertvolle) erste lange Rallye. Beim 15:14 hatte man erstmals in diesem Satz die Nase vorn, tankte daraus aber nicht das nötige Selbstvertrauen. Knackpunkte: Beim 20:21 gab es Sachen „defekter“ Hallenbeleuchtung eine minutenlang Pause, die nur den Erfurterinnen guttat. Hinzu kamen Schiedsrichterentscheidungen, die für die Hessinnen nicht nachvollziehbar waren. Das Ende vom Lied war das 21:25. Damit war das ausgerufene Ziel, hier drei Punkte mitzunehmen, verpufft.

Nach rund zehnminütiger Satzpause wieder ein Lauf der Gastgeberinnen, die auch die zweite lange Rallye für sich verbuchten und erneut mit einem Ass punkteten (2:7). Alianza Darley hatte leichtes Spiel und auch ihre Mannschaftskameradinnen nutzten das falsche Stellungsspiel des VCW aus (8:14). Einzig Pleun van der Pijl stellte die Erfurterinnen noch vor Probleme. Beim einer VCW-Punkteserie auf 16:19 keimte kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf, aber wieder ließ man Chancen liegen (16:22). Und weil aller guten Dinge drei sind, ging auch die letzte lange Rallye an diesem Abend an die Hausherrinnen (16:23). Das Ende war wie gehabt: Wiesbaden verteilte weitere Präsente bis zum 16:25. Schwarz-Weiß Erfurt durfte damit wohlverdient und beruhigt ins Wochenende gehen. Der Blick auf die Tabelle belegt: Als Tabellenachter haben sie sich bis auf einen Punkt an den VC Wiesbaden herangerobbt (16/17), der am kommenden Sonntag erstmals in der Halle des Liga-Neulings Flacht antreten wird. Die Thüringerinnen haben es dann am Samstag beim ungeschlagenen Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart ungleich schwerer.

STATEMENT

VCW-Chefcoach Tigin Yağlioğlu: „Wir haben nichts von dem aufs Parkett gebracht, was wir im Training erarbeitet haben. Aus der Abwehr heraus sind wir nicht ins Spiel gekommen. Dann war es schwer, unser System zu stabilisieren. Die Erfurterinnen haben auch in kritischen Momenten dem Druck standgehalten und ihre Chancen genutzt.“

(Text: Sabine Ursel)

VCW-Kader + Statistik

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; 1), Hanna Weinmann – Außenangriff: Pleun van der Pijl (Niederlande; 14), Dagmar Boom (Niederlande), Cayetana López Rey (Spanien; 5), Jovana Dordević (4) – Mittelblock: Laura Broekstra (3), Hannah Clayton (USA; 4), Marlene Rieger – Diagonal: Jimena Fernández Gayoso (Spanien; 4) – Libera: Lilly Bietau

TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen

1.2.2026 (Sonntag)

18:00 Uhr: Binder Blaubären TSV Flacht – VCW

Weissach, Heckengäusporthalle II

3. VCW-Doppelspieltag

Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

14.2.2026 (Samstag)

17:15 Uhr: VCW (Profis) – VfB Suhl Lotto Thüringen

20:15 Uhr: VCW 2 – SSC Freisen

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VCW-Fanshop: vc-wiesbaden.shop

Der 1. Volleyball-Club Wiesbaden e.V. wurde 1977 gegründet und ist spezialisiert auf Frauen- und Mädchenvolleyball. Die professionelle Damen-Mannschaft ist seit 2004 ohne Unterbrechung in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen vertreten und spielt ihre Heimspiele in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, im Herzen der hessischen Landeshauptstadt. 
Die bislang größten sportlichen Erfolge des VC Wiesbaden sind national die Deutsche Vizemeisterschaft (Saison 2009/2010), der Einzug ins DVV-Pokalfinale (2012/2013 und 2017/2018) sowie international der Einzug ins Europapokal-Halbfinale des CEV Volleyball Challenge Cup 2024. Erfolgreiche Nachwuchsarbeit ist DNA des VCW. Aktuell bestehen über 30 Nachwuchs-Teams, die in den vergangenen Jahren zahlreiche Titel bei überregionalen Volleyball-Meisterschaften sowie im Beachvolleyball erkämpften. Als Auszeichnung dafür erhielt der VC Wiesbaden im Jahr 2016 das „Grüne Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der VC Wiesbaden ist Lizenzgeber der unabhängigen VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH, die die Erstliga- und Zweitliga-Mannschaft stellt. Der Verein ist zudem Mitglied der Volleyball Bundesliga (www.volleyball-bundesliga.de) sowie des Hessischen Volleyballverbands (www.hessen-volley.de). Das Erstliga-Team wird präsentiert von dem Platin-Lilienpartner ESWE Versorgung (www.eswe.com).

Mit der strategischen Initiative „VCW@2030 – Home for Female Professionals“ verfolgt der Club eine klare Vision: Der VC Wiesbaden will zu einer der führenden Talentschmieden im deutschen Frauenvolleyball werden und gleichzeitig ein Umfeld schaffen, in dem talentierte Sportlerinnen zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Im Mittelpunkt der Strategie stehen sportliche Exzellenz, wirtschaftliche Stabilität, professionelle Strukturen sowie die enge Verzahnung von Profi- und Nachwuchsbereich. Die Ergänzung der sportlichen Talentschmiede um den Bereich Female Growth wird ausgewählte Spielerinnen mit Modulen rund um Ausbildung, Karriereentwicklung, soziale Kompetenz und regionale Vernetzung unterstützen und so eine umfassende Entwicklungs-Plattform für die besten Talente im Frauen-Volleyball bieten.

Text- und Bildmaterial stehen honorarfrei zur Verfügung – beim Bild gilt Honorarfreiheit ausschließlich bei Nennung des Fotografen. Weitere Pressemitteilungen und Informationen unter: www.vc-wiesbaden.de

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