Polypen statt Krebs: Was bei der Früherkennung häufig herauskommt
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Polypen statt Krebs: Was bei der Früherkennung häufig herauskommt
Darmkrebsmonat März feiert 25. Jubiläum – Experte erklärt, warum Früherkennung Leben rettet
Zum 25. Mal rückt im März die Darmkrebs-Früherkennung bundesweit in den Fokus. Iliana Papavassiliou, Fachärztin für Gastroenterologie am Medizinischen Versorgungszentrum Wuppertal von Helios Ambulant, erklärt, warum Früherkennung oft Entwarnung bedeutet – und manchmal Schlimmeres verhindert.
Polypen im Darm: häufig – und gut behandelbar
Darmkrebs beginnt in vielen Fällen unauffällig mit einem Polypen – einer kleinen Wucherung der Darmschleimhaut. „Ein Polyp ist erst einmal kein Krebs", sagt Papavassiliou. „Aber einige Polypen können sich über Jahre verändern. Genau deshalb ist die Darmkrebs-Früherkennung so sinnvoll: Sie findet Auffälligkeiten, bevor sie gefährlich werden."
Das Problem ist, dass Darmkrebs und seine Vorstufen oft lange keine Beschwerden verursachen. Viele Menschen schieben das Thema deshalb vor sich her – ein Fehler, wie die Zahlen zeigen.
Darmkrebs früh erkennen: Warum ein Blick in den Darm sich lohnt
Nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zeigt sich bei der Darmspiegelung in über der Hälfte aller Fälle ein Befund: bei Männern 51,9 %, bei Frauen 42,9 % (Datenjahre 2021/2022). Darmkrebs selbst wurde dabei nur in unter 1 % der Untersuchungen festgestellt.
„Entscheidend ist, dass wir in den allermeisten Fällen keinen Krebs finden", betont die Fachärztin. „Aber wir finden häufig Dinge, die wir entfernen oder abklären können – und damit wird Früherkennung im besten Fall auch Vorbeugung."
Risiko senken durch gesunden Lebensstil
Warum Polypen entstehen, lässt sich nicht auf einen einzigen Auslöser reduzieren. Neben dem Alter spielen Lebensstil und familiäre Veranlagung eine Rolle. Was hilft: Bewegung, normales Körpergewicht, Nichtrauchen, wenig Alkohol und ballaststoffreiche Ernährung. „Früherkennung ersetzt keinen gesunden Lebensstil – und umgekehrt", so Papavassiliou. „Am besten ist die Kombination: Risiken reduzieren und ab 50 die Früherkennung nutzen."
Zwei Wege zur Früherkennung
Der Stuhltest (iFOBT) sucht nach nicht sichtbarem Blut im Stuhl – ein niedrigschwelliger Einstieg. „Aber der Test findet nicht den Polypen selbst, sondern nur mögliche Hinweise", erklärt die Expertin. „Viele Polypen bluten gar nicht oder nur zeitweise. Ein positiver Test bedeutet vor allem: Bitte abklären."
Die Darmspiegelung zeigt die Darmschleimhaut direkt und hat einen entscheidenden Vorteil: Polypen können oft sofort entfernt und im Labor untersucht werden. „Viele gehen mit Angst hinein", berichtet Papavassiliou. „Die meisten gehen mit Erleichterung wieder raus – und manche zusätzlich mit dem guten Gefühl, etwas Gefährliches rechtzeitig aus dem Weg geräumt zu haben."
Bei Beschwerden nicht warten
Früherkennung richtet sich an Menschen ohne Beschwerden. Bei Symptomen wie Blut im Stuhl, anhaltenden Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder ungeklärtem Gewichtsverlust sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.
Anspruch auf Früherkennung
Seit April 2025 können Frauen und Männer ab 50 Jahren die gleichen Angebote nutzen:
- Einmalige ärztliche Beratung zum Darmkrebs-Früherkennungsprogramm
- Darmspiegelung: insgesamt zweimal, im Abstand von 10 Jahren, oder
- Stuhltest: alle zwei Jahre als Alternative
Beratung zur Darmkrebs-Früherkennung bieten hausärztliche und gastroenterologische Praxen an. Passende Angebote in den mehr als 100 hausärztlichen und gastroenterologischen Praxen von Helios Ambulant in Deutschland sind im Helios Patientenportal patienten.helios-gesundheit.de zu finden.
Fresenius Helios ist der führende private Gesundheitsdienstleister in Europa und versorgt mit rund 140 Kliniken und zahlreichen ambulanten Einrichtungen jährlich rund 27 Millionen Menschen. Zusammen mit Fresenius Kabi, Anbieter von Gesundheitsprodukten für kritisch und chronisch Kranke, gehört Fresenius Helios zum Gesundheitskonzern Fresenius. Mit seinen rund 130.000 Mitarbeitenden der Helios Gruppe in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika erzielte Fresenius Helios 2025 einen Gesamtumsatz von mehr als 13,5 Milliarden Euro.
In Deutschland betreibt Helios mehr als 80 Kliniken, rund 200 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 30 arbeitsmedizinische Zentren. Helios behandelt im Jahr 2025 rund 5,6 Millionen Menschen in Deutschland, davon mehr als 4 Millionen ambulant. Seit seiner Gründung setzt Helios auf messbare, hohe medizinische Qualität und Datentransparenz und ist bei über 90 Prozent der Qualitätsziele besser als der bundesweite Durchschnitt. In Deutschland beschäftigt Helios rund 80.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 8,1 Milliarden Euro. Helios steht mit 35 eigenen Bildungszentren für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.
Quirónsalud verfügt über 57 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, rund 130 ambulante Gesundheitszentren sowie über 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 22 Millionen Patient:innen behandelt, davon mehr als 20 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 50.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von mehr als 5,4 Milliarden Euro.
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