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08.10.2002 – 15:05

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Nachhaltige Energiebereitstellung und CO2 - Reduzierung als Ziel: Weltweit größte Photovoltaikanlage mit neuartiger CIS-Technologie geht in Betrieb

    Karlsruhe (ots)


    
    EnBW setzt verstärkt auf regenerative Energietechnologien
    
    Im Interesse einer nachhaltigen und klimaschonenden
Energiebereitstellung setzt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG
verstärkt auf die Förderung und Entwicklung regenerativer
Energietechnologien. Mit breitgefächerten Aktivitäten, die unter
anderem von der Photovoltaik über Biomasse bis hin zur Geothermie
reichen - will die EnBW einen deutlichen Beitrag für eine ökonomisch
wie ökologisch sinnvolle Energieversorgung ihrer Kunden leisten und
eine  zugleich weitere Emissionsreduzierung erreichen.
    
    Ein Beispiel für das gezielte Engagement im Bereich
zukunftsträchtiger technischer Innovationen sind die so genannten
CIS-Dünnschicht-Solarmodule, deren Entwicklung die EnBW seit Jahren
begleitet und mit über fünf Millionen Euro durch die EnBW Stiftung
Energieforschung Baden-Württemberg gefördert hat. Mit der heutigen
Einweihung der mit 50 Kilowatt Leistung weltweit größten
CIS-Photovoltaikanlage ist nun ein weiterer Meilenstein auf dem Weg
zur Serienproduktion erreicht. Am Standort der neuartigen Anlage, dem
Schulzentrum in Marbach/Neckar, wird mit dieser von EnBW geförderten
Entwicklung erstmals in nennenswerter Höhe Strom erzeugt. Bei der
CIS-Technologie werden Solarmodule hergestellt, deren
lichtempfindliche Schicht nur wenige Mikrometer dick ist. Diese
Schicht besteht  aus den photoelektrisch aktiven Materialien Kupfer,
Indium und Selen (CuInSe 2), die auf einfaches Fensterglas
aufgetragen werden.  CIS steht als Abkürzung für diese Elemente.
Entwickelt wurde die CIS-Dünnschicht-Technologie vom Institut für
physikalische Elektronik der Universität Stuttgart und dem Zentrum
für Sonnenenergie und  Wasserstoffforschung (ZSW) in Stuttgart. Die
Forschungsergebnisse des ZSW mündeten 2000 in den Aufbau der
Pilotfertigung durch die Würth Solar GmbH & Co. KG, einem
Gemeinschaftsunternehmen der Würth Gruppe, der EnBW und des ZSW.
    
    Die aktive Beteiligung der EnBW an der Entwicklung dieser
vielversprechenden Energietechnik reiht sich ein in eine bereits
langjährige Tradition des Unternehmens in der Photovoltaik - der
direkten Umwandlung von Licht in elektrischen Strom. Seit dem
Aufkommen der Technik vor einem Jahrzehnt untersucht EnBW das
Langzeitverhalten von Photovoltaikmodulen, um ihre Kunden kompetent
zu beraten. EnBW betreibt darüber hinaus 29 eigene Anlagen mit einer
Leistung von 197 Kilowatt in ihrem Netz.
    
    Mit der Geothermie hat sich die EnBW nun einen weiteren
Schwerpunkt ihrer Aktivitäten im Bereich regenerativer Energien
gesetzt. Die EnBW beteiligt sich an einem Forschungsprojekt zur
Nutzung von Erdwärme in Bad Urach (Kreis Reutlingen). Ziel des
gemeinsam mit den Stadtwerken Bad Urach und der REPower Systems AG,
Hamburg, aufgelegten Projekts ist es, Strom aus Erdwärme zu gewinnen.
Um hierfür die  hohen Temperaturen im Inneren der Erde zu nutzen,
soll bis zu 4.600 Meter tief gebohrt werden. Mit diesem Projekt und
dem geplanten Verfahren zur Stromerzeugung nehmen die EnBW und die
Projektpartner eine Vorreiterrolle ein. "Wir sehen den Ergebnissen
mit großem Interesse entgegen, weil es unsere Kompetenz im Bereich
der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um einen neuen
Ansatzpunkt erweitert", so Dr. Wolfram Münch, Leiter des Bereichs
"Forschung, Entwicklung und Demonstration " bei der EnBW. Mit der
Förderung solcher innovativen Energietechniken  werde die EnBW ihren
bereits wirkungsvollen Beitrag zur Wahrung des ökologischen
Gleichgewichts weiter ausbauen.
    
    Bereits heute vermeidet die EnBW mit Strom aus Wasserkraft
jährlich einen Ausstoß von insgesamt 6,3 Millionen Tonnen
Kohlendioxid (CO2). Unter den großen Verbundunternehmen belegt sie
damit mit 13, 2 % Wasserkraftanteil Platz zwei . Darüber hinaus hat
die im vergangenen Jahr begonnene Neupositionierung im Feld
regenerativer Energie dazu geführt, daß EnBW mittlerweile sechzehn
Biogas- und Biomasseanlagen mit zusammen sieben Megawatt und elf
Windenergieanlagen mit zusammen über zehn Megawatt  elektrischer
Leistung betreibt.
    
    Nicht zuletzt bietet die EnBW für den energiebewußten Verbraucher
Produkte zur nachhaltigen Energiebereitstellung: Unter dem Namen
"Solar plus" erhalten Kunden bei EnBW Photovoltaikanlagen zum
attraktiven Preis. Seit Beginn des Angebots im Juli 2000 haben die
Handwerkspartner der EnBW 185 Anlagen mit einer Leistung von zusammen
340 Kilowatt  bei Kunden installiert. Seit Sommer 2002 werden den
Kunden zudem unter dem Namen "Wärme plus" günstige Heizungsanlagen
auf Wärmepumpenbasis angeboten. Wärmepumpen nutzen die in der Natur
vorhandene Wärme, z. B. Erdwärme, und bringen sie unter Einsatz
elektrischer Energie auf das zur Raumheizung nötige Temperaturniveau.
Ein Gebäude kann so aus drei Teilen Umweltenergie und nur einem Teil
elektrischer Energie komplett geheizt werden.
    
    EnBW Energie Baden-Württemberg AG
    
    
ots Originaltext: EnBW Energie Baden-Württemberg AG
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