AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg
Uwe von Wangenheim MdL: Gesinnungsaufsicht statt Literatur
Pressemitteilung
Stuttgart, 18.06.2026
„Mit einem neuen Leitfaden versucht jetzt ein politisch motiviertes Netzwerk aus Verlagen, Buchhandlungen und Kulturinstitutionen auch aus dem Ländle festzulegen, welche Autoren und Verlage als akzeptabel gelten und welche unter Verdacht gestellt werden sollen.“ Mit diesen Worten kommentiert der kulturpolitische AfD-Fraktionssprecher Uwe von Wangenheim MdL den Leitfaden „Rechtes Verlegen aufdecken“ des Bündnisses „Verlage gegen Rechts“. „Das ist kein Beitrag zur Meinungsfreiheit, sondern ein Versuch der politischen Sortierung des Literaturbetriebs, der ‚Links‘ als ‚normal‘ und ‚Rechts‘ als gefährlich framed. Besonders problematisch ist dies für Baden-Württemberg. Unser Land verfügt mit zahlreichen öffentlich geförderten Kulturinstitutionen sowie einer traditionsreichen Verlagslandschaft über eine der bedeutendsten Buch- und Literaturszenen Deutschlands. Ausgerechnet in diesem Umfeld finden sich Unterstützer und Sympathisanten eines Projekts, das nicht den offenen Austausch fördern, sondern politische Grenzen im Kulturbetrieb markieren will.“
Wangenheim nennt unter anderem die Literaturhäuser Stuttgart und Freiburg / das Literatur Forum Südwest, aber auch Verlage wie 8 Grad (Freiburg), Schmetterling (Stuttgart) oder Neuer ISP Verlag (Karlsruhe). „Der Leitfaden verwischt dabei bewusst die Unterschiede zwischen konservativ, rechts und rechtsextrem. Wer solche Kategorien politisch definiert, schafft die Grundlage für Ausgrenzung statt für Debatte. Literaturhäuser, Buchhandlungen und Verlage sollen offenbar nicht mehr Orte der geistigen Auseinandersetzung sein, sondern Instanzen der Gesinnungsprüfung. Gerade öffentlich geförderte Kulturinstitutionen müssen jedoch allen Bürgern verpflichtet sein – nicht einer politischen Richtung. Die Aufgabe des Literaturbetriebs besteht darin, Bücher zugänglich zu machen und Diskussionen zu ermöglichen, nicht darin, politische Warnlisten zu erstellen. Baden-Württemberg braucht kulturelle Vielfalt statt ideologischer Gleichschaltung. Wo politische Kompasse die freie Debatte ersetzen, beginnt die Verengung des geistigen Raums.“
Mit freundlichen Grüßen
Josef Walter
Pressesprecher
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