Universitätsklinikum Essen AöR
Essener Forscherin untersucht neue Risikofaktoren für Herzinfarkt
EKFS-Forschungsförderung
Essener Kardiologin untersucht neue Risikofaktoren für Herzinfarkt
Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) fördert ein Forschungsprojekt von Priv.-Doz. Dr. Iryna Dykun an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit 400.000 Euro. Die Kardiologin und Clinician Scientist untersucht neue Risikofaktoren für die Atherosklerose – eine der häufigsten Ursachen für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die 3-jährige Unterstützung erfolgt im Zuge der Else Kröner Wiedereinstiegsförderung für forschende Ärzt:innen und beginnt im Juni 2026.
Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Projektes von PD Dr. Iryna Dykun stehen Hochrisiko-Plaques. Das sind Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, die besonders leicht aufbrechen können und dadurch akute Gefäßverschlüsse auslösen. Mithilfe moderner Bildgebung analysiert sie mit ihrem Team die Zusammensetzung dieser Plaques direkt an Patient:innen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Zusammenspiel neuartiger Risikofaktoren. Dazu zählen Lipidomics, das heißt die umfassende Analyse von Fetten und assoziierten Proteinen in Blut und Gewebe, sowie Stoffwechselprodukte des Darm-Mikrobioms. Das Mikrobiom beschreibt die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm, die den Stoffwechsel sowie Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen. Ziel ist, besser zu verstehen, warum sich bei manchen Menschen besonders gefährliche Plaques entwickeln.
„Wir werden aus den Daten erkrankter Patientinnen und Patienten Rückschlüsse auf Gesunde ziehen“, sagt PD Dr. Dykun. So ließen sich Risiken früher erkennen – noch bevor es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt. Prävention rückt damit stärker in den Fokus. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Entsprechend groß ist das Potenzial der geförderten Forschung in Essen. Langfristig könnten die Ergebnisse helfen, neue Ansatzpunkte für Therapien zu identifizieren und bestehende Risikomodelle zu verbessern.
An dem Projekt sind mehrere Partner:innen beteiligt, darunter weitere Forschende des Universitätsklinikums Essen sowie externe Vertreter:innen, zum Beispiel vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V..
Der Forschungsantrag von PD Dr. Iryna Dykun wurde in einem bundesweiten Wettbewerb der Else Kröner-Fresenius-Stiftung ausgewählt (mehr). In diesem fächerübergreifenden Förderaufruf wurden nur drei Projekte bewilligt. Der Titel des Projektes von PD Dr. Dykun lautet „Zusammenspiel von Lipidomics und Metaboliten des Darm-Mikrobioms als Risikofaktoren für die Entstehung lipidreicher Koronarplaques“.
PD Dr. Dykun erhielt schon zahlreiche Forschungsförderungen, unter anderem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. Aktuell nimmt sie als forschende Medizinerin im Advanced Clinician Scientist-Programm UMEA² der Universitätsmedizin Essen Academy (UMEA) teil.
Mehr zu den Förderungen der Universitätsmedizin Essen Academy (UMEA):
https://www.uni-due.de/med/umea
Weitere Informationen PD Dr. Iryna Dykun Klinik für Kardiologie und Angiologie Universitätsklinikum Essen E-Mail: iryna.dykun@uk-essen.de Telefon: 0201/723-84897
Pressekontakt Martin Rolshoven, M.A. Dekanat, Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.de Telefon: 0201/723-6274 News-Seite: www.uni-due.de/med Social Media: www.facebook.com/medessen | www.twitter.com/medessen | Protected link
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen Wissenschaft und Forschung auf höchstem internationalem Niveau und eine herausragende, exzellente Ausbildung zukünftiger Ärzt:innen: Diese Ziele hat sich die Medizinische Fakultät gesteckt und verfolgt sie mit Nachdruck. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Fakultät mit ihrer klaren Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationaler Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Der 2014 bezogene Neubau des Lehr- und Lernzentrums bietet den Studierenden der Medizinischen Fakultät exzellente Ausbildungsmöglichkeiten.
Über die Essener Universitätsmedizin Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patient:innen. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialist:innen mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patient:innen. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation.