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05.06.2019 – 09:52

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Tornado wütet in Bocholt

Tornado wütet in Bocholt
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Bei den Unwettern in der vergangenen Nacht wurde das nordrhein-westfälische Bocholt von einem Tornado getroffen. Der Sturm hatte sich gegen 23 Uhr während eines Gewitters gebildet. Er deckte Dächer ab, entwurzelte Bäume und wirbelte sogar Fahrzeuge durch die Luft. Einige Fragen zum Tornado beantwortet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline:

Tornado wütet in Bocholt

Schwere Schäden durch eines der heftigsten Windsysteme der Erde

Bei den Unwettern in der vergangenen Nacht wurde das nordrhein-westfälische Bocholt von einem Tornado getroffen. Der Sturm hatte sich gegen 23 Uhr während eines Gewitters gebildet. Er deckte Dächer ab, entwurzelte Bäume und wirbelte sogar Fahrzeuge durch die Luft. Einige Fragen zum Tornado beantwortet Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline:

Wie stark war der Tornado von Bocholt?

Matthias Habel: "Der Tornado zog am späten Dienstagabend gegen 22:55 Uhr durch Bocholt und erreichte nach ersten Einschätzungen von Experten die Stärke F2 auf der Fujita-Skala. Dies entspricht Windgeschwindigkeiten von etwa 180 bis 250 km/h."

Was ist die Fujita-Skala?

Matthias Habel: "Die Fujita-Skala wurde 1971 von Dr. Tetsuya Theodore Fujita eingeführt und beschreibt die Stärke eines Tornados unter den Aspekten Windgeschwindigkeit und Zerstörungsgrad. Im Allgemeinen werden für die Tornado-Klassifikation die Stärken F0 für Windgeschwindigkeiten von 116 Kilometer pro Stunde mit leichten Schäden bis F5 für Windgeschwindigkeiten über 418 Kilometer pro Stunde und verheerenden Verwüstungen benutzt, teilweise wird auch noch F6 hinzugenommen."

Was ist ein Tornado?

Matthias Habel: "Tornados, die heftigsten Windsysteme der Erde, sind im Unterschied zu den bis zu 1000 Kilometer Durchmesser erreichenden "Hurrikans" oder auch "Taifunen", sehr kleinräumige Wirbelstürme, die nur selten einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer erreichen. Ihr schlauchartig von Gewitterwolken bis auf den Erdboden herabreichender Sturmrüssel erinnert vom Aussehen an den rotierenden Wasserstrudel über einem Badewannenabfluss. Wegen den enormen Windgeschwindigkeiten, die innerhalb der kreisenden Luftsäule bis über 500 km/h erreichen können, hinterlassen Tornados entlang ihrer Zugbahn oft eine Schneise der Verwüstung."

Ist ein Tornado ein seltenes Ereignis in Deutschland?

Matthias Habel: "Erst im März verwüstete ein Tornado Teile des Ortes Roetgen in der Eifel. Im vergangenen Jahr verursachte im Mai ein Tornado bei Viersen in NRW schwere Schäden. Aber auch in früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten haben Tornados immer wieder auch Teile von Deutschland heimgesucht. Überliefert sind sogar mehrere F4-Stürme und sogar zwei F5-Tornados mit errechneten Windgeschwindigkeiten über 418 km/h. Neben diesen großen und sehr zerstörerischen Tornados gab es schon immer zahllose weitere, schwächere Tornados. Allein aufgrund der geringen Besiedlungsdichte wurden in früheren Tagen nur vergleichsweise wenige dieser Fälle bekannt. So schätzen Experten die Zahl der Tornados in Deutschland lange Zeit nur auf 10 bis 20 Fälle pro Jahr. Die Menge der in den vergangenen Jahren gesicherten Beobachtungen deutet heute auf mindestens 30 bis 40 Fälle jährlich hin."

Wie ein Tornado entsteht, erklärt WetterOnline in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=7DwDEO6T4Dk

Ob ein Sturm droht, erfährt man stets aktuell auf www.wetteronline.de, der WetterOnline App, und über den WetterOnline WhatsApp Service

Bildmaterial

- Bildunterschrift: An dieser relativ kleinen Gewitterzelle hat sich der 
  nächtliche Tornado gebildet.
- Bildnachweis: WetterOnline (bei Verwendung unbedingt angeben)

Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung gestattet!

Gerne stehen Ihnen die Wetter-Experten von WetterOnline unter presse@wetteronline.de für Interviews zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Habel
Diplom-Geograph 
Leiter Unternehmenskommunikation

T +49 228 55937-929
E matthias.habel@wetteronline.de

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