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Pressemitteilung - Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe: Karlsruher Betreiber Pro-Liberis und Lenitas stellen sich in Insolvenzverfahren neu auf

Pressemitteilung - Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe: Karlsruher Betreiber Pro-Liberis und Lenitas stellen sich in Insolvenzverfahren neu auf
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Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe: Karlsruher Betreiber Pro-Liberis und Lenitas stellen sich in Insolvenzverfahren neu auf

  • Der Betrieb in allen Einrichtungen der beiden Gesellschaften läuft in vollem Umfang weiter – rund 600 Mitarbeitende kümmern sich um das Wohl der Kinder und Jugendlichen
  • Ziel des Verfahrens: Beide Gesellschaften und ihre Einrichtungen mit weiterhin hoher Betreuungs- und Unterstützungsqualität für die Zukunft zu sichern
  • Dr. Jürgen Erbe und Holger Blümle von Schultze & Braun begleiten als vorläufige Insolvenzverwalter die Neuaufstellungen – steigende Nachfrage nach Betreuungs- und Unterstützungsleistungen von Pro-Liberis und Lenitas

Karlsruhe. Die Betreibergesellschaften Pro-Liberis gGmbH und Lenitas gGmbH, die in der Stadt und der Region Karlsruhe über 30 Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung und Jugendhilfe betreiben, haben jeweils Insolvenzantrag gestellt, um sich mit Hilfe der Instrumente des Insolvenz- und Sanierungsrechts neu aufzustellen. Die Betreibergesellschaften wurden bei der Antragsstellung von Dr. Julius Beck und Christoph Simmat (Kanzlei GRUB BRUGGER) beraten. Die beiden Insolvenzrechtsexperten Dr. Jürgen Erbe (Pro-Liberis) und Holger Blümle (Lenitas) vom Karlsruher Standort der bundesweit vertretenen Kanzlei Schultze & Braun begleiten die Geschäftsführung und die beiden Unternehmen auf diesem Weg. Der Betrieb in allen Einrichtungen der beiden Gesellschaften läuft in vollem Umfang weiter. „Wir sind zwar erst sehr kurz für die beiden Unternehmen als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig, haben aber in den Gesprächen mit den Mitarbeitenden direkt festgestellt, mit welch großem Engagement sie sich um das Wohl der Kinder und Jugendlichen kümmern“, betonen Erbe und Blümle. „Wir werden bei der Qualität der Betreuung und der Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, aber auch der Eltern keinerlei Abstriche machen – jetzt und auch in Zukunft nicht.“

Löhne und Gehälter der rund 600 Mitarbeitenden bis Ende März durch Insolvenzgeld gesichert

Ziel der Verfahren ist es, die beiden Gesellschaften und ihre Einrichtungen mit den Möglichkeiten des Insolvenz- und Sanierungsrechts wirtschaftlich wieder auf eine gesunde Basis zu stellen und mit weiterhin hoher Betreuungs- und Unterstützungsqualität für die Zukunft zu sichern. Die betreuten Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern werden zeitnah über die aktuelle Situation und die nächsten Schritte informiert. Gleiches gilt für die insgesamt rund 600 Mitarbeitenden (Pro-Liberis rund 450, Lenitas rund 170). Ihre Löhne und Gehälter sind bis mindestens Ende März über das sogenannte Insolvenzgeld gesichert.

„Diese finanzielle Verschnaufpause wollen wir für die Neuaufstellung der Gesellschaften und ihrer Einrichtungen nutzen. Es freut uns ganz besonders, dass die Mitarbeitenden trotz der auch für sie nicht einfachen Situation weiter mit vollem Einsatz bei ihrer täglichen Arbeit dabei sind. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung werden wir alle Sanierungsoptionen eingehend prüfen. Unser Ziel ist auf jeden Fall die nachhaltige Fortführung der beiden Unternehmen und ihrer Einrichtungen, und wir sehen gute Chancen, dass uns das in den nächsten Wochen gelingen kann. Maßgeblich wird der Erfolg aber auch von den laufenden Gesprächen mit den öffentlichen Kostenträgern abhängen“, sagen Erbe und Blümle. Ab April sollen die beiden Betreibergesellschaften und ihre Einrichtungen wieder so aufgestellt sein, dass die Löhne und Gehälter aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden können.

Engen Austausch mit den Eltern, den Mitarbeitenden und den Leistungsträgern

Am Betreuungs- und Unterstützungsangebot soll sich nichts ändern. „Die Leistungen der Mitarbeitenden für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Eltern, können gar nicht hoch genug bewertet werden“, sagen Erbe und Blümle. Peer Giemsch, der Gründer und Geschäftsführer der Pro-Liberis und Lenitas ergänzt: „Die Nachfrage nach unseren Betreuungs- und Unterstützungsleistungen nimmt weiter zu. Wir sehen das als Bestätigung der Qualität unserer Arbeit und der grundsätzlichen Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells. Gleichzeitig zeigt dies aber auch die enorme Bedeutung, die Pro-Liberis und Lenitas und unseren Mitarbeitenden zukommt. Für die Eltern ist ihre Arbeit eine maßgebliche Hilfe und Unterstützung in ihrem Leben – für die Gesellschaft und die Volkswirtschaft ist es ein wichtiger Beitrag, wenn Eltern arbeiten gehen und ihren Nachwuchs gut und professionell betreut wissen. Uns ist es daher auch wichtig, gerade in der jetzigen Situation in einem engen Austausch mit den Eltern, den Mitarbeitenden und den zuständigen Leistungsträgern zu stehen, da diese natürlich nachvollziehbar Sorgen haben – gerade, da es in der Stadt und der Region Karlsruhe nur wenige Alternativen gibt!“ Erbe, Blümle und Giemsch hoffen, die wirtschaftliche Funktionalität in einem Zukunftsmodell wieder herstellen zu können, um Pro-Liberis und Lenitas mit ihren Einrichtungen wieder auf wirtschaftlich solide Füße stellen zu können.

Wirtschaftliche Schieflage durch Preissteigerungen

Die Neuaufstellung beider Betreibergesellschaften ist unter anderem durch die Wachstumsstrategie des Unternehmen und Übernahme mehrerer Kindergärten von öffentlichen Trägern auch auf Wunsch der jeweiligen Gemeinden sowie die Preissteigerungen der letzten Jahre notwendig geworden. Diese – unter anderem für Energie und Materialien – haben bei nahezu gleichbleibenden Einnahmen zu einer Liquiditätslücke geführt, die die Betreibergesellschaften nicht mehr aus eigener Kraft schließen konnten. „Wir haben bereits damit begonnen, unsere Strukturen an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen, diesen Weg wollen wir in den nun begonnen Verfahren weitergehen und Pro-Liberis und Lenitas neu und zukunftsfähig aufstellen“, sagt Geschäftführer Giemsch.

Über Pro-Liberis: Die Pro-Liberis gGmbH mit Sitz in Karlsruhe ist seit 2006 als Träger in der Kindertagesbetreuung in der Region aktiv. Heute betreibt Pro-Liberis zwanzig Kindertagesstätten. Insgesamt stehen 907 genehmigte Betreuungsplätze zur Verfügung, davon 440 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind bei Pro-Liberis 447 Mitarbeitende beschäftigt.

Über Lenitas: Die Lenitas gGmbH mit Sitz in Karlsruhe betreibt neun Kindertageseinrichtungen für Kinder mit und ohne Behinderung. In den Einrichtungen werden insgesamt 452 Kita-Plätze angeboten. Darüber hinaus hält Lenitas vielfältige Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe vor, unter anderem eine Jugendwohngemeinschaft, eine vollstationäre Wohngruppe sowie eine Familienwerkstatt. Bei Lenitas sind aktuell 170 Mitarbeitende beschäftigt.

Pressekontakt Unternehmen:

Melanie Quernhorst

Unternehmenskommunikation

Mail: marketing@pro-liberis.org

Telefon: 0151 70783705

Pressekontakt vorläufige Insolvenzverwaltung:

Pressesprecher: Matthias Braun

Mail: MBraun@schultze-braun.de

Telefon: 0151/50766762

Mit freundlichen Grüßen
______________________________________

Matthias Braun
Pressesprecher

Schultze & Braun GmbH & Co. KG
Eisenbahnstraße 19-23
D-77855 Achern
Tel: 0151/50766762
Mail:  MBraun@schultze-braun.de