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19.11.2002 – 13:00

MEDICA

MEDICA 2002 wird eröffnet: weltgrößte Medizinmesse mit vielen Innovationen für bessere Patientenversorgung

    Düsseldorf (ots)

Am Abend wird in Düsseldorf die weltgrößte
Medizinmesse MEDICA 2002, 34. Weltforum der Medizin mit Kongress (20.
bis 23.11.) mit einem feierlichen Festakt eröffnet. Die über 3.600
Aussteller aus 65 Nationen präsentieren viele Innovationen für die
ambulante, stationäre und zunehmend auch telemedizinische
Patientenversorgung. Zu den Messeneuheiten zählen nachfolgend
exemplarisch ausgewählte Produkte und Verfahren:
    
    Rückentraining mit dem SNIKE-Rad
    
    Fahrräder haben gewöhnlich einen steifen Rahmen und eine
bewegliche Vordergabel mit Lenker. Die Firma SNIKE hat mit einer
kleinen aber entscheidenden Veränderung ein Rad entwickelt, dass sich
hervorragend als "Rückenschule" eignet. Das Rad hat ein Lenk-Gelenk
einzig in der Mitte des Rahmens. Dadurch wird in jeder Kurve der
Vorderteil zur einen und der Sattel zur anderen Seite gedreht.
Zwischen Schulter und Beckengürtel des Fahrers kommt eine
Gegenrotation zu stande. Dies stärkt bei regelmäßigem Training die
Rücken- und Bauchmuskulatur. Außerdem wird das Koordinationsvermögen
gestärkt. Für Kinder kommt demnächst das SNIKE Kiddy auf den Markt.
Es ist ohne Pedale als Laufrad konzipiert.
    
    SNIKE Sport GmbH, Tel. 0711-25 69 72 3, Halle 4 C 01
    
    Schnelltest für die Herzinfarkt-Diagnose (im Scheckkartenformat)
    
    CardioDetect ist ein neuartiger, Scheckkarten kleiner Schnelltest
zur Erkennung eines akuten Herzinfarktes. Er kann sowohl von
medizinisch ausgebildetem Personal als auch von Eigenanwendern
benutzt werden und liefert bereits 20 Minuten nach Auftreten von
Symptomen ein zuverlässiges Ergebnis. Das Funktionsprinzip: Der
Patient ritzt mit einer beiliegenden Lanzette seinen Finger leicht an
und bringt ein bis zwei Tropfen Blut auf ein Diagnosefeld der
CardioDetect-Karte auf. Der Test basiert auf aktuellen Erkenntnissen
der Biomedizin. Demnach läßt sich im Blut ein bestimmtes
Markerprotein (wird bei einem Infarkt ins Blut abgegeben) nachweisen.
Der Teststreifen auf der Karte verfärbt sich entsprechend als Signal
für das Vorliegen eines Infarktes. Ein vergleichbar einfaches
Testsystem zur Früherkennung von Schlaganfall ist in Arbeit.
    
    rennesens GmbH, Tel. 030-9489-2230, Halle 3 E 92-5  
    
    Premiere: Schnarchstopper unter dem Kopfkissen
    
    26 Mio. Menschen in Deutschland schnarchen (lt. Studie der
Gesellschaft für Konsumforschung GfK). Für die Betroffenen ist das
Problem durchaus noch akzeptabel - nicht jedoch für den Bettnachbarn!
Der nächtlichen Qual ein Ende zu bereiten, verspricht der
Schnarchstopper, der unter das Kopfkissen gelegt wird.  Ein Sensor
registriert Schnarchgeräusche und löst dann sanfte Vibrationen des
Schnarchstopper-Gerätes aus. Die Impulse veranlassen den Schnarcher
zu einem Wechsel der Schlafposition. Das Schnarchen hört auf. Im
Sanitätsfachhandel wird der Schnarchstopper für ab ca. 80 EURO zu
kaufen sein.
    
    petra-electric, Tel. 08222-4004-0, Halle 6 J 55
    
    MobiHealth & Body Area Network - Telemedizin der Zukunft
    
    Im Rahmen der MEDICA 2002 wird das MobiHealth-Projekt vorgestellt.
Ziel des Projektes ist es, die mobile Übertragung von medizinischen
Meßwerten voranzubringen. Mehrere Unternehmen, Forscher und Mediziner
haben sich zu diesem Zweck unter Leitung der Firma Ericsson
zusammengetan. Ziel des Projektes ist es, ein tragbares "Body Area
Network" zur Marktreife zu bringen, das in einem Mobilfunknetz hoher
Bandbreite (z. B. UMTS, GPRS) für Überwachungs- und Notfallzwecke
eingesetzt werden kann. Daten wie Blutdruck, Herzfrequenz, EKG,
Atemwegsparameter oder auch die Vitalfunktionen eines Embryos werden
dabei an eine Basiseinheit, etwa ein Handy oder einen Organizer
übermittelt. Via Mobilfunktnetz werden die Daten dann an einen Arzt,
an die Notaufnahme oder ein medizinisches Service-Zentrum geschickt.
Vorteil der Breitbandtechnik: Es können größere Datenmengen
übertragen werden, z. B. Bilder von einer Unfallstelle. Und im
Bedarfsfall läßt sich eine "mobile Standleitung" in Sekundenschnelle
herstellen. Ein vergleichbares Projekt entwickelt auch das Institut
für Technik und Informationsverarbeitung der Uni Karlsruhe unter dem
Namen "Personal Health Monitoring" (Halle 16, H 05).
    
    Ericsson, Tel. 089-255 43 715, Halle 17 A 05
    
    Alarmsignal warnt: Herz in Gefahr
    
    Eine lebensbedrohliche Schwächung des Herzmuskels, die so genannte
chronische Herzinsuffizienz, kann jetzt mit Hilfe eines neuartigen
Bluttests früher und leichter als bisher nachgewiesen werden. Der
Schweizer Gesundheitskonzern Roche hat ein Diagnoseverfahren
entwickelt, mit dem ein maßgeblicher Eiweißstoff im Blut bestimmt
wird. Die Konzentration dieser Substanz - sie trägt die Bezeichnung
n-terminal pro BNP (NT proBNP) - ist bei Patienten mit einer
Herzinsuffizienz deutlich erhöht. Mit diesem leicht durchführbaren
Labortest kann die Erkrankung, an der in den westlichen
Industrienationen etwa sieben Prozent der Gesamtbevölkerung leiden -
davon haben rund zwei Drittel keine Symptome -, schon im
Anfangsstadium erkannt und dadurch erfolgreicher behandelt werden.
Das Verfahren wurde in diesem Jahr in Europa zugelassen.
    
    Roche Diagnostics, Tel. 0211-947-1707, Halle 2 A 07
    
    Erlaubtes Doping durch Biostimulation: mobile G-ogo sport
    
    Mit dem neu entwickelten, mobil einsetzbaren Gerät G-ogo sport
können sich Sportler oder Manager vor und nach Höchstleistungen ohne
Nebenwirkungen "dopen". Die Pads von G-ogo sport werden wahlweise an
Gelenken oder Muskeln angelegt und sorgen für den positiven Einfluss
eines pulsierenden Magnetfeldes. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt im
Blut und anderem Zellgewebe erhöht und die Energie- sowie
Leistungskapazität des Körpers gesteigert.
    
    mbs Goettfert GmbH, Tel. 07552-4298, Halle 11 B 02
    
    Der "All-in-one"-Operationssaal: High-tech für den Chirurg
    
    Während einer Operation benötigt der Chirurg viele Diagnose- und
Behandlungsdaten und viele unterschiedliche Instrumente - alles zum
richtigen Zeitpunkt und ohne Zeitverzögerung. Siemens präsentiert im
Rahmen der MEDICA erstmals das Konzept des vollintegrierten OP.
Wesentliche Bestandteile des Konzeptes sind: eine benutzerfreundliche
Bedienung von Instrumenten per Sprachsteuerung oder Touchscreen (der
Chirurg benötigt dadurch keine "fremde" Hilfe), ein OP-IT-System mit
spezieller Workstation und der Darstellmöglichkeiten
unterschiedlichster medizinischer Bilddaten auf einer Oberfläche (z.
B. Röntgen- und Ultraschallbilder) sowie die Vernetzung mit den
Servern des Krankenhausinformationssystems. Kurzum: Der Chirurg kann
online aus allen anderen Bereichen der Klinik multimediale Daten
abrufen und sich parallel auf seinem Bildschirm anzeigen lassen.
Zusammen mit der eigenhändigen Bedienung spart dies wertvolle
OP-Zeit.
    
    Siemens, Tel. 0171-550 74 46, Halle 10 A 18
    
    Neu: 3D-Ultraschall des schlagenden Herzens
    
    Philips Medical präsentiert auf der MEDICA 2002 dreidimensionale
Ultraschalltechnologie für den Einsatz in der Cardio-Diagnostik.
Diese Technologie ermöglicht Ultraschallaufnahmen des schlagenden
Herzens (also in Echtzeitdarstellung). Damit stehen Medizinern zur
besseren Bewertung des komplexen Zusammenhangs zwischen Herzklappen,
Herzkammern und Gefäßen sofort Informationen über die Anatomie des
Herzens zur Verfügung. Das während der Diagnose generierte Bild kann
außerdem gedreht werden, um die Herzanatomie aus verschiedenen
Perspektiven betrachten zu können. Weiterhin können Bildausschnitte
zur Querschnittsdarstellung komplexer Körperregionen wie z. B.
Herzklappen angefertigt werden. Die Fähigkeit, die räumliche Anatomie
aus neuen Perspektiven darzustellen und dadurch fundiertere
Entscheidungen zu ermöglichen, erhöht die Diagnosesicherheit
erheblich und vermeidet dadurch teure Mehrfachuntersuchungen.
    
    Philips, Tel. 0211-947-1000, Halle 10 A 22
    
    Aktuelle Forschung: Minimalinvasive Tumorbekämpfung
    
    Im Labor für Gerätetechnik der Fachhochschule Lübeck wird aktuell
ein Medizingerät entwickelt, dass erstmals die Kryobehandlung
(Eisverfahren mit Flüssig-Stickstoff) von Lebertumoren auch
minimal-invasiv ermöglicht. Wesentliche Bestandteile des Gerätes sind
Sonden und schmalste Rohre, mit Hilfe derer ein Eisball innerhalb des
zu behandelnden Organs gebildet wird. Dieser tötet die Tumorzellen
ab. Durch die Feinheit der entwickelten Sonden für die Behandlung und
Rohre für den Flüssig-Stickstoff wird weniger (gesundes) Zellgewebe
zerstört als bei herkömmlichen Kryoverfahren.
    
    Fachhochschule Lübeck, Tel. 0451-300 53 44, Halle 14 D 03
    
    Wichtige Presse-Termine im Rahmen der MEDICA 2002:
    
    Verleihung des Fresenius-Erfinderpreises
    
    Alle zwei Jahre ist die Fresenius-Erfindermesse Bestandteil der
weltgrößten Medizinmesse. Mehr als 40 Aussteller, darunter führende
Wissenschaftler und Arbeitsgruppen zehn deutscher
Universitätskliniken, werden ihre aktuellen Arbeiten vorstellen und
versuchen, im Rahmen der MEDICA Kontakte zur Industrie oder zu
möglichen Vertriebspartner zu knüpfen. Die Innovationen reichen von
neuen Therapien, diagnostischen Verfahren und medizintechnischen
Produkten bis hin zu medizinischen Hilfsmitteln für behinderte
Menschen und den Pflegebereich. Die Erfinder mit den drei besten
Ideen erhalten am 20. November den mit insgesamt 10.000 EURO
dotierten Fresenius-Erfinderpreis. Ort: Sonderfläche Halle 14, Zeit:
15:00 Uhr.
    
    Fresenius AG, Tel. 06172-60 82 101, Halle 14
    
    Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik
    
    Am 20. November um 14 Uhr werden während der MEDICA in Halle 3 auf
dem Podium des Forums MEDICA VISION (Stand 3 H 86) insgesamt zwei
Millionen EURO den Besitzer wechseln: Das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) zeichnet dann die elf Gewinner des
diesjährigen "Innovationswettbewerbes zur Förderung der
Medizintechnik" aus. Die Gewinnerteams sind zwar noch geheim, aber
soviel kann verraten werden: Schwerpunkte sind in diesem Jahr die
Intensivmedizin und die Augenheilkunde. Daneben werden innovative
Produkte für Herzpatienten und Epileptiker ausgezeichnet. In puncto
Unfall- und Arbeitsmedizin setzten sich die Themen "Schleudertraumen"
und "Analyse von Betäubungsmitteln" durch. Weitere Informationen im
Internet: www.bmbf.de
    
    Weitere Innovationen der Aussteller oder Termine von
Veranstaltungen im Rahmen der MEDICA 2002 können recherchiert werden
über das Internetportal www.medica.de.
    
    Öffnungszeiten MEDICA 2002 (20. bis 23.11.2002):
    
    Täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags bis 17.00 Uhr, Hallen
1-17
    
    
ots Originaltext: Messe Düsseldorf GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Messe Düsseldorf GmbH

Pressereferat MEDICA 2002
Martin-Ulf Koch
Tel. 0211-4560-444
FAX  0211-4560-8548
Email. KochM@messe-duesseldorf.de

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