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20.03.2020 – 06:45

AOK Hessen

Keine Chance für Blasenschwäche in der Schwangerschaft: Beckenbodentraining

Der Beckenboden einer Frau wird in der Schwangerschaft stark belastet und kann Druckanstiege, wie beim Niesen, nicht mehr richtig abfangen. Mit passenden Übungen kann der Beckenboden trainiert werden. Die AOK Hessen zeigt, wie während der Schwangerschaft einer Inkontinenz entgegen gewirkt werden kann.

Online-Presseinformation

Keine Chance für Blasenschwäche in der Schwangerschaft: Beckenbodentraining

Der Beckenboden einer Frau wird in der Schwangerschaft stark belastet und kann Druckanstiege, wie beim Niesen, nicht mehr richtig abfangen. Mit passenden Übungen kann der Beckenboden trainiert werden. Die AOK Hessen zeigt, wie während der Schwangerschaft einer Inkontinenz entgegen gewirkt werden kann.

Viele Frauen kennen das Phänomen: Seit der Schwangerschaft ist das Gefühl eine Toilette suchen zu müssen allgegenwärtig. Das ist nicht ungewöhnlich, denn der Beckenboden ist das zweite Fundament des Körpers. Als tragende Schicht für die Organe schließt er als große Muskelplatte die knöcherne Beckenschale nach unten hin ab. Gemeinsam mit der Bauch- und Rückenmuskulatur sorgt er zudem für eine aufrechte Haltung und Stabilität. Anatomisch gesehen besteht der Beckenboden aus drei Schichten: Die Muskeln der untersten Schicht verschließen in Form einer liegenden „8“ die Körperöffnungen. Die mittlere, quer verlaufende Schicht fängt Druck aus dem Bauchraum ab. Die innerste und gleichzeitig größte Schicht dirigiert die Körperhaltung. Ihre fächerförmig vom Steißbein zum Schambein verlaufende Muskelplatte trägt die Organe im Unterleib.

Während der Schwangerschaft wird der Beckenboden durch die größer werdende Gebärmutter belastet. Der Beckenboden stützt das zunehmende Gewicht der Organe und des Babys. Außerdem wird durch die Schwangerschaftshormone das Gewebe weicher, um den Geburtsprozess zu ermöglichen. Mit wachsendem Bauchumfang ist die Bauchmuskulatur immer weniger in der Lage, für Stabilität zu sorgen. Druckanstiege, wie Niesen, Husten oder Pressen können nicht mehr richtig abgefangen werden.

Dem Beckenboden kann und sollte allerdings Unterstützung geboten werden. Regelmäßiges Training beugt Problemen wie Harninkontinenz, Hämorrhoiden oder Organabsenkungen vor. Zudem ist ein gut trainierter Muskel weniger anfällig für Verletzungen – im Hinblick auf die Geburt ein wichtiger Aspekt.

Im Alltag kann einiges getan werden, um den Beckenboden vor Überlastung zu schützen: Beim tragen schwerer Gegenstände sollten die Füße breit auseinander gestellt werden. Außerdem sollte das Gesäß beim in die Knie gehen, nach hinten geschoben werden. Der Rücken sollte aufrecht gehalten werden. Dabei wird der Beckenboden aktiviert.

Für eine Schonung des Beckenbodens kann bei alltäglichen Aktivitäten auf eine aufrechte Haltung geachtet werden. Auch sanfter Sport trägt zu einem funktionsfähigen Beckenboden bei. Yoga, Walking oder auch Schwimmen sind ideale Sportarten während der Schwangerschaft. Eine Hebamme oder der Frauenarzt weiß, was am besten geeignet ist.

Auch Verstopfungen stressen den Beckenboden. Eine gesunde ballaststoffreiche Ernährung wirkt vorbeugend. Es sollte auch genug Flüssigkeit getrunken werden.

Übungen für den Beckenboden können in Geburtsvorbereitungskursen gelernt werden. Auch direkt nach der Geburt ist es wichtig, den Beckenboden zu stärken. Welches Training passt, sollte mit der Hebamme oder dem Frauenarzt besprochen werden.

Bei Fragen kommen Sie gerne auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Richter

Nicole Richter
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